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Gorgonà (2026)
Das griechische Spielfilmdebüt "Gorgonà“ handelt von zwei Frauen, die in einem patriarchalen, zerstörten Griechenland gegen das System antreten.User-Film-Bewertung:Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Ein griechischer Stadtstaat in einer nicht allzu fernen Zukunft: Schwer bewaffnete Männer haben die Macht in dem verarmten Ort, dessen einzige Lebensader eine riesige Ölraffinerie ist. Nikos (Christos Loulis), ihr Anführer, ist schwer erkrankt und braucht einen Nachfolger. Überraschend zählt er auch die junge Maria (Melissanthi Mahut), seit vielen Jahren Nikos‘ Schützling, zum erweiterten Kreis der Anwärter – was den männlichen "Bewerbern“ gar nicht zusagt. Inmitten der brutalen Machtkämpfe der rivalisierenden Männer ahnt Maria zunächst nichts von ihrer dunklen Familiengeschichte. Das ändert sich, als die geheimnisvolle Barsängerin Eleni (Aurora Marion) in der Stadt auftaucht. Durch Eleni erfährt Maria, dass es durchaus Wege gibt, sich dem von Männern, Raffgier und Ausbeutung geprägten System entgegenzustellen.
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Filmkritik
Postapokalyptisches Ödland
Mit dem Slogan "Die griechische Version von Fury Road“ werben Produktionsstudio und Verleih um Zuschauer für "Gorgonà“, dem ersten abendfüllenden Spielfilm der Athenerin Evi Kalogiropoulou. Tatsächlich halten Stimmung, Bildsprache und Tonalität das Marketing-Versprechen weitestgehend ein. "Gorgonà“ atmet den Geist von Endzeit-Actionern wie dem megaerfolgreichen "Mad Max“-Prequel von 2016, der als einer der besten Filme des vergangenen Jahrzehnts gefeiert wurde.
In "Gorgonà“ geht es, im Vergleich zu "Fury Road“, natürlich etwas weniger spektakulär, bildgewaltig und effektgeladen zu – nicht zuletzt aufgrund des überschaubaren Budgets von knapp über anderthalb Millionen Dollar. Was Kalogiropoulou und ihre Bühnenbildner bzw. Set-Designer mit diesen geringen Mitteln visuell kreieren, verdient dennoch Anerkennung. Das Endzeit-Drama entführt in ein düsteres, raues Brachland ohne Ressourcen, in dem die Männer das Sagen haben und Bandenkriege für Chaos und Gewalt sorgen. Kameramann Giorgos Valsamis fängt diese staubig-troslose Welt in intensiven, ungeschliffen-wahrhaftigen Bildern ein.
Die Macht des Mannes
Kalogiropoulou, die sich als bildende Künstlerin in ihren Werken oft mit Themen wie Machtstrukturen und Identität befasst, übt in "Gorgonà“ überdeutlich Kritik an männlicher Dominanz, misogynem Verhalten und gesellschaftlicher Ungleichheit. Ihre Botschaften und Verweise sind alles andere als subtil, das wird schnell klar. Ihr Feindbild ist der aggressive, laute, gewaltbereite heterosexuelle weiße Mann, der Frauen sexualisiert und sich allen anderen (vor allem Frauen) überlegen führt. Exakt so treten die meisten männlichen (Neben-) Figuren im Film auf. Es sind Mitglieder brutaler, korrupter Männerbanden, die sich um Wasser, Benzin und Frauen streiten.
Und so ist es nur folgerichtig, dass sich primär zwischen den beiden weiblichen Hauptfiguren Maria und Eli die einzige echte, leidenschaftliche intime Beziehung entwickelt. Überzeugend sind Maria-Darstellerin Melissanthi Mahut und Aurora Marion als mysteriöse Sängerin, die ihre Freundin ermutigt, ihren vorherbestimmten Weg zu verlassen und zu sich zu stehen. Zu verschmerzen sind ein paar konstruierte Zufälle im Handlungsverlauf und einige unnötige erzählerische Abschweifungen, in denen sich Kalogiropoulou im Mittelteil verliert.
Fazit: Visuell berauschender Mix aus Gesellschafts- und Zivilisationskritik, Female Empowerment und queerer Endzeit-Lovestory, dessen dynamische Inszenierung und harter Rhythmus beeindrucken. Die gesellschaftliche Kritik verkommt leider zur moralischen Lektion, da die Botschaft regelrecht mit dem Vorschlaghammer und ziemlich aufdringlich serviert wird.
Mit dem Slogan "Die griechische Version von Fury Road“ werben Produktionsstudio und Verleih um Zuschauer für "Gorgonà“, dem ersten abendfüllenden Spielfilm der Athenerin Evi Kalogiropoulou. Tatsächlich halten Stimmung, Bildsprache und Tonalität das Marketing-Versprechen weitestgehend ein. "Gorgonà“ atmet den Geist von Endzeit-Actionern wie dem megaerfolgreichen "Mad Max“-Prequel von 2016, der als einer der besten Filme des vergangenen Jahrzehnts gefeiert wurde.
In "Gorgonà“ geht es, im Vergleich zu "Fury Road“, natürlich etwas weniger spektakulär, bildgewaltig und effektgeladen zu – nicht zuletzt aufgrund des überschaubaren Budgets von knapp über anderthalb Millionen Dollar. Was Kalogiropoulou und ihre Bühnenbildner bzw. Set-Designer mit diesen geringen Mitteln visuell kreieren, verdient dennoch Anerkennung. Das Endzeit-Drama entführt in ein düsteres, raues Brachland ohne Ressourcen, in dem die Männer das Sagen haben und Bandenkriege für Chaos und Gewalt sorgen. Kameramann Giorgos Valsamis fängt diese staubig-troslose Welt in intensiven, ungeschliffen-wahrhaftigen Bildern ein.
Die Macht des Mannes
Kalogiropoulou, die sich als bildende Künstlerin in ihren Werken oft mit Themen wie Machtstrukturen und Identität befasst, übt in "Gorgonà“ überdeutlich Kritik an männlicher Dominanz, misogynem Verhalten und gesellschaftlicher Ungleichheit. Ihre Botschaften und Verweise sind alles andere als subtil, das wird schnell klar. Ihr Feindbild ist der aggressive, laute, gewaltbereite heterosexuelle weiße Mann, der Frauen sexualisiert und sich allen anderen (vor allem Frauen) überlegen führt. Exakt so treten die meisten männlichen (Neben-) Figuren im Film auf. Es sind Mitglieder brutaler, korrupter Männerbanden, die sich um Wasser, Benzin und Frauen streiten.
Und so ist es nur folgerichtig, dass sich primär zwischen den beiden weiblichen Hauptfiguren Maria und Eli die einzige echte, leidenschaftliche intime Beziehung entwickelt. Überzeugend sind Maria-Darstellerin Melissanthi Mahut und Aurora Marion als mysteriöse Sängerin, die ihre Freundin ermutigt, ihren vorherbestimmten Weg zu verlassen und zu sich zu stehen. Zu verschmerzen sind ein paar konstruierte Zufälle im Handlungsverlauf und einige unnötige erzählerische Abschweifungen, in denen sich Kalogiropoulou im Mittelteil verliert.
Fazit: Visuell berauschender Mix aus Gesellschafts- und Zivilisationskritik, Female Empowerment und queerer Endzeit-Lovestory, dessen dynamische Inszenierung und harter Rhythmus beeindrucken. Die gesellschaftliche Kritik verkommt leider zur moralischen Lektion, da die Botschaft regelrecht mit dem Vorschlaghammer und ziemlich aufdringlich serviert wird.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Gorgonà"
Land: Griechenland, FrankreichJahr: 2026
Genre: Action, Drama, Science Fiction
FSK: 16
Kinostart: 18.06.2026
Regie: Evi Kalogiropoulou
Darsteller: Errika Bigiou, Xenia Dania, Náyla Gougni, Liam Ireland, Erifili Kitzoglou
Verleih: Neue Visionen
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