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A Sad and Beautiful World (2026)
Nujum al'amal w al'alam
Libanesisches Drama über ein Liebespaar in Beirut.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nino und Yasmina werden im selben Beiruter Krankenhaus nur fünf Minuten nacheinander geboren, besuchen später dieselbe Schulklasse und verlieben sich ineinander. Nino verliert seine Eltern bei einem Autounfall, Yasminas Eltern wollen sich scheiden lassen. Weil sie anscheinend nichts mehr in ihrer Heimatstadt hält, beschließen die beiden, miteinander durchzubrennen. Doch der Plan schlägt fehl.
Erst zwanzig Jahre später laufen sich Nino (Hasan Akil), der das Restaurant seiner Eltern übernommen hat, und Yasmina (Mounia Akl), die als Consultant arbeitet und kurz vor dem nächsten Karrieresprung nach Deutschland steht, zufällig über den Weg. Die Begegnung wird beider Lebenswege entscheidend ändern.
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Filmkritik
"A Sad and Beautiful World": Schöne alte Welt
Der Titel des neuen Films von Cyril Aris ist von seinem Kollegen Jim Jarmusch geborgt. In der Eröffnungssequenz von Jarmuschs "Down by Law" (1986) stellt Roberto Benigni fest: "It's a sad and beautiful world." Was umgehend etwas in Aris auslöste. "Der Titel spiegelt meine Vision des Libanon und meine Beziehung zu ihm perfekt wider", sagt der Filmemacher. "Es ist ein Land gezeichnet von einer schmerzlichen Vergangenheit, Kriegen, Krisen und wiederholten Umstürzen. Es ist aber auch ein Ort voller Schönheit, Wärme und einer außergewöhnlichen Lebensfreude." Dieses Paradoxon steht laut Aris im Zentrum des libanesischen Seins. Und diese "Fähigkeit, selbst in der dunkelsten Stunde nicht zu verzweifeln und ein Verständnis dafür, wie nahe Trauer und Freude beieinander liegen" hat er nahezu perfekt in sein jüngstes Werk übertragen.
Nach mehreren Kurz- und zwei Dokumentarfilmen, darunter der preisgekrönte "Dancing on the Edge of a Volcano" (2023), legt Cyril Aris jetzt seinen ersten abendfüllenden Spielfilm vor. Und was für einen! "A Sad and Beautiful World", der im August 2025 beim Filmfestival in Venedig Weltpremiere feierte, steckt voller Freude und Trauer, voll purer Energie und entschleunigender Melancholie, voll nostalgischer Erinnerungen und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wie Cyril Aris all das und formal ausgesprochen originell unter einen Hut bekommt, macht seinen Film so sehenswert.
Und ein Aufbruch ins Ungewisse
Der Einfallsreichtum fängt schon bei der Geschichte an. Ins Zentrum ihres Drehbuchs stellen Aris und seine Koautorin Bane Fakih ein Paar, das nur fünf Minuten voneinander getrennt, mitten während eines Bombardements das Licht der Welt erblickte, sich im Kindesalter ineinander verliebte und danach für zwei Jahrzehnte aus den Augen verlor. "Boy meets girl" auf libanesische Art. In sehr gegensätzliche Familien hineingeboren, durchleben beide Kinder ihre eigenen Traumata, die ihre Sicht auf das Land und die Liebe bestimmen wird. Mounia Akl spielt die rational agierende, leicht depressive Yasmina, die sich von dem von Hasan Akil verkörperten, chaotisch und euphorisch handelnden Nino wider jegliche Vernunft einfach mitreißen lässt. Und beide Schauspieler liefern eine packende Darbietung ab.
Die alles entscheidende Frage, die über dieser fließend auf zwei Zeitebenen erzählten Amour fou, die am Ende gut ausgeht, schwebt, ist, "ob es gut ist, Kinder in die Welt zu setzen in diesem Land, das seit seiner Gründung nicht eine Generation erlebt hat, die nicht durch einen Krieg oder eine andere existenzielle Krise gehen musste", sagt der Regisseur. Nino und Yasmina finden ihre eigene Antwort darauf. Und Cyril Aris findet dafür traumhaft schöne Bilder von einem Ort, der irgendwo zwischen Realität und Fiktion, Wachzustand und Traum, Diesseits und Jenseits schwebt.
Fazit: Cyril Aris' erster abendfüllender Spielfilm spielt vor der flirrende Kulisse Beiruts. Dort hat er ein komplex erzähltes, energiegeladenes Beziehungsdrama über zwei Menschen gedreht, die das Schicksal zusammengeführt hat. Originell inszeniert und von den zwei Hauptdarstellern Mounia Akl und Hasan Akil umwerfend und mitreißend auf die Leinwand geworfen, ist "A Sad and Beautiful World" einer der besten Liebesfilme des Jahres.
Der Titel des neuen Films von Cyril Aris ist von seinem Kollegen Jim Jarmusch geborgt. In der Eröffnungssequenz von Jarmuschs "Down by Law" (1986) stellt Roberto Benigni fest: "It's a sad and beautiful world." Was umgehend etwas in Aris auslöste. "Der Titel spiegelt meine Vision des Libanon und meine Beziehung zu ihm perfekt wider", sagt der Filmemacher. "Es ist ein Land gezeichnet von einer schmerzlichen Vergangenheit, Kriegen, Krisen und wiederholten Umstürzen. Es ist aber auch ein Ort voller Schönheit, Wärme und einer außergewöhnlichen Lebensfreude." Dieses Paradoxon steht laut Aris im Zentrum des libanesischen Seins. Und diese "Fähigkeit, selbst in der dunkelsten Stunde nicht zu verzweifeln und ein Verständnis dafür, wie nahe Trauer und Freude beieinander liegen" hat er nahezu perfekt in sein jüngstes Werk übertragen.
Nach mehreren Kurz- und zwei Dokumentarfilmen, darunter der preisgekrönte "Dancing on the Edge of a Volcano" (2023), legt Cyril Aris jetzt seinen ersten abendfüllenden Spielfilm vor. Und was für einen! "A Sad and Beautiful World", der im August 2025 beim Filmfestival in Venedig Weltpremiere feierte, steckt voller Freude und Trauer, voll purer Energie und entschleunigender Melancholie, voll nostalgischer Erinnerungen und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wie Cyril Aris all das und formal ausgesprochen originell unter einen Hut bekommt, macht seinen Film so sehenswert.
Und ein Aufbruch ins Ungewisse
Der Einfallsreichtum fängt schon bei der Geschichte an. Ins Zentrum ihres Drehbuchs stellen Aris und seine Koautorin Bane Fakih ein Paar, das nur fünf Minuten voneinander getrennt, mitten während eines Bombardements das Licht der Welt erblickte, sich im Kindesalter ineinander verliebte und danach für zwei Jahrzehnte aus den Augen verlor. "Boy meets girl" auf libanesische Art. In sehr gegensätzliche Familien hineingeboren, durchleben beide Kinder ihre eigenen Traumata, die ihre Sicht auf das Land und die Liebe bestimmen wird. Mounia Akl spielt die rational agierende, leicht depressive Yasmina, die sich von dem von Hasan Akil verkörperten, chaotisch und euphorisch handelnden Nino wider jegliche Vernunft einfach mitreißen lässt. Und beide Schauspieler liefern eine packende Darbietung ab.
Die alles entscheidende Frage, die über dieser fließend auf zwei Zeitebenen erzählten Amour fou, die am Ende gut ausgeht, schwebt, ist, "ob es gut ist, Kinder in die Welt zu setzen in diesem Land, das seit seiner Gründung nicht eine Generation erlebt hat, die nicht durch einen Krieg oder eine andere existenzielle Krise gehen musste", sagt der Regisseur. Nino und Yasmina finden ihre eigene Antwort darauf. Und Cyril Aris findet dafür traumhaft schöne Bilder von einem Ort, der irgendwo zwischen Realität und Fiktion, Wachzustand und Traum, Diesseits und Jenseits schwebt.
Fazit: Cyril Aris' erster abendfüllender Spielfilm spielt vor der flirrende Kulisse Beiruts. Dort hat er ein komplex erzähltes, energiegeladenes Beziehungsdrama über zwei Menschen gedreht, die das Schicksal zusammengeführt hat. Originell inszeniert und von den zwei Hauptdarstellern Mounia Akl und Hasan Akil umwerfend und mitreißend auf die Leinwand geworfen, ist "A Sad and Beautiful World" einer der besten Liebesfilme des Jahres.
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "A Sad and Beautiful World"
Land: Libanon, Deutschland, USAJahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: Nujum al'amal w al'alam
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 20.08.2026
Darsteller: Mounia Akl, Hasan Akil, Julia Kassar, Camille Salameh, Tino Karam
Verleih: Neue Visionen





