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Verstoßene – Kein Zuhause bei Maman (2026)
Marmaille
Drama: Ein Geschwisterpaar landet auf der Straße – und muss sich mit dem entfremdeten Vater arrangieren.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Der Jugendliche Thomas (Maxime Calicharane) und seine Schwester Audrey (Brillana Domitile Clain) leben auf der Insel La Réunion. Audrey hat kürzlich ein Kind bekommen. Die Mutter der beiden beziehungsweise deren Freund haben das Geschwisterpaar jetzt allerdings vor die Tür gesetzt. Das Jugendamt entscheidet, dass sie vorerst beim Vater Christophe (Vincent Vermignon) wohnen sollen. Zu diesem hatten sie kaum Kontakt; er hat inzwischen eine neue Familie gegründet. Das führt rasch zu Konflikten.
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Filmkritik
"Verstoßene – Kein Zuhause bei Maman": Familienangelegenheiten
In "Verstoßene – Kein Zuhause bei Maman" schildert Grégory Lucilly eine Coming-of-Age-Geschichte auf der Insel La Réunion, einem französischen Übersee-Département im Indischen Ozean (wo der Drehbuchautor und Regisseur selbst geboren wurde). Im Zentrum steht der adoleszente Thomas, der ein leidenschaftlicher Tänzer ist und immer wieder erfolgreich an Breaking-Battles teilnimmt.
Tanz als juveniles Ausdrucksmittel
Zusammen mit seinem Kameramann Renaud Chassaing fängt Lucilly in vielen dynamischen Aufnahmen eindrücklich Thomas' Gefühl ein, sich beim Breaking ein paar Momente der Freiheit und der Hoffnung zu ertanzen. Ohne ins Kitschige zu verfallen und die Realitätsnähe zu verlieren, machen diese Bilder spürbar, wie das Tanzen dem Protagonisten Kraft verleiht, um sich seinen Konflikten mit der nötigen Energie zu stellen. Thomas ist eine Figur, die es wagt, zu träumen, sich aber auch zum Handeln im Hier und Jetzt entschließt.
Eine enge Bindung
Kern von "Verstoßene" ist die erfreulich klischeefrei dargestellte Beziehung der zwei Geschwister Thomas und Audrey. Maxime Calicharane und Brillana Domitile Clain haben eine tolle Chemie miteinander; das gegenseitige Vertrauen und die Verantwortung füreinander werden in den gemeinsamen Szenen einnehmend vermittelt. Ebenso glaubhaft ist die Vater-Kind-Auseinandersetzung, in der sich die beiden Figuren mit dem entfremdeten Vater Christophe (stark verkörpert von Vincent Vermignon) befinden. Die Enttäuschung und Wut auf der einen Seite und der Wunsch nach Anerkennung auf der anderen Seite – all das verhandelt der Film absolut nachvollziehbar.
Fazit: Ein lebensnah und zugleich hoffnungsvoll erzählter Film übers Erwachsenwerden – mit beeindruckenden Tanzszenen und einer schönen geschwisterlichen Beziehung im Zentrum.
In "Verstoßene – Kein Zuhause bei Maman" schildert Grégory Lucilly eine Coming-of-Age-Geschichte auf der Insel La Réunion, einem französischen Übersee-Département im Indischen Ozean (wo der Drehbuchautor und Regisseur selbst geboren wurde). Im Zentrum steht der adoleszente Thomas, der ein leidenschaftlicher Tänzer ist und immer wieder erfolgreich an Breaking-Battles teilnimmt.
Tanz als juveniles Ausdrucksmittel
Zusammen mit seinem Kameramann Renaud Chassaing fängt Lucilly in vielen dynamischen Aufnahmen eindrücklich Thomas' Gefühl ein, sich beim Breaking ein paar Momente der Freiheit und der Hoffnung zu ertanzen. Ohne ins Kitschige zu verfallen und die Realitätsnähe zu verlieren, machen diese Bilder spürbar, wie das Tanzen dem Protagonisten Kraft verleiht, um sich seinen Konflikten mit der nötigen Energie zu stellen. Thomas ist eine Figur, die es wagt, zu träumen, sich aber auch zum Handeln im Hier und Jetzt entschließt.
Eine enge Bindung
Kern von "Verstoßene" ist die erfreulich klischeefrei dargestellte Beziehung der zwei Geschwister Thomas und Audrey. Maxime Calicharane und Brillana Domitile Clain haben eine tolle Chemie miteinander; das gegenseitige Vertrauen und die Verantwortung füreinander werden in den gemeinsamen Szenen einnehmend vermittelt. Ebenso glaubhaft ist die Vater-Kind-Auseinandersetzung, in der sich die beiden Figuren mit dem entfremdeten Vater Christophe (stark verkörpert von Vincent Vermignon) befinden. Die Enttäuschung und Wut auf der einen Seite und der Wunsch nach Anerkennung auf der anderen Seite – all das verhandelt der Film absolut nachvollziehbar.
Fazit: Ein lebensnah und zugleich hoffnungsvoll erzählter Film übers Erwachsenwerden – mit beeindruckenden Tanzszenen und einer schönen geschwisterlichen Beziehung im Zentrum.
Andreas Köhnemann
Besetzung & Crew von "Verstoßene – Kein Zuhause bei Maman"
Land: FrankreichWeitere Titel: Mum Don't Love Me No Mo'
Jahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: Marmaille
Länge: 94 Minuten
Kinostart: 23.07.2026
Regie: Grégory Lucilly
Darsteller: Maxime Calicharane, Brillana Domitile Clain, Vincent Vermignon, Delixia Perrine, Graziella Estagie
Kamera: Renaud Chassaing
Verleih: barnsteiner-film, Landfilm