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The Beauty of Ballroom (2025)

10s Across the Borders

Dokumentarfilm über die Ballroom-Szene Südostasiens.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.0 / 5

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Die Ballroom-Szene bietet all jenen Halt, die ihre Sexualität oder Geschlechtsidentität in ihrem sozialen Umfeld nicht ausleben können. Sie ist in Häusern organisiert, deren Mitglieder zu Ersatzvätern, -müttern und -kindern werden. Seit einigen Jahren breitet sich die Szene auch in Südostasien aus. Dort setzt der Dokumentarfilm von Chan Sze-Wei an.

Teddy vom House of Oricci stammt aus Malaysia, Xyza vom Iconic House of Mizrahi von den Philippinen und Sun vom Royal House of Labeija aus Thailand. Chan Sze-Wei begleitet die drei, die sich über ihr internationales Netzwerk kennen und gegenseitig unterstützen, mit der Kamera durch die jeweiligen Ballroom-Szenen ihrer Länder und auf einem Trip nach New York City, wo sie an der Seite ihrer Vorbilder den Laufsteg erobern.

Bildergalerie zum Film "The Beauty of Ballroom"

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"The Beauty of Ballroom": en vogue?!

Die Ballroom-Szene, wie wir sie heute kennen, entstand in den afro- und lateinamerikanischen Parts von New York Citys queerer Community. Den Veranstaltungen, in denen die Teilnehmer:innen, meist in Drag, in verschiedenen Kategorien wie dem Voguing auf dem Catwalk gegeneinander antreten, setzte die Regisseurin Jennie Livingston mit ihrem Dokumentarfilm "Paris brennt" (Originaltitel: "Paris Is Burning"; 1990) ein frühes Denkmal. Das Voguing, also der aufs Parkett gelegte, expressive Tanzstil wurde wiederum durch Madonnas Musikvideo zu ihrer Single "Vogue" auch einem breiteren weißen, nicht marginalisierten Publikum bekannt.

Vor wenigen Jahren wagte sich schließlich auch Ryan Murphy an das Thema, neigte in der gemeinsam mit Brad Falchuk und Steven Canals entwickelten Fernsehserie "Pose" (2018–2021), deren Handlung in einem Zeitraum von 1987 bis 1998 spielt, trotz aller positiver Aspekte und einer vorbildlichen Besetzung aber zu den von ihm gewohnten Überzeichnungen. Davon könnte der Dokumentarfilm von Chan Sze-Wei kaum weiter entfernt sein. Überzeichnet sind allenfalls die Bühnenpersonae der im Film porträtierten, allesamt erstaunlich bodenständigen Menschen, denen "The Beauty of Ballroom" respektvoll und sichtlich interessiert auf Augenhöhe begegnet.

Gute Laune und jede Menge Energie

Ballroom ist schon lange kein genuin amerikanisches und queeres Phänomen mehr. In Südostasien ist es jedoch noch verhältnismäßig jung und erst seit der Covid-19-Pandemie so richtig durchgestartet, weil viele junge Menschen in der Isolation ihrer Wohnungen und Zimmer endlich die Zeit gefunden und den Mut gefasst haben, sich selbst auszudrücken. Die Regisseur:in Chan Sze-Wei fängt viel von dieser Aufbruchstimmung ein, blendet dabei aber die Schattenseiten in den mal muslimisch, mal christlichen, mal buddhistisch geprägten Ländern nicht aus.

Im Zentrum stehen drei lebensfrohe Naturen, die sich den Mut trotz aller Rückschläge nicht nehmen lassen. In der Ballroom-Szene, die sie über Landesgrenzen hinweg miteinander verbindet, haben sie Halt und in ihren jeweiligen Häusern eine Ersatzfamilie gefunden. Was beim Rezipieren dieses energiegeladenen Dokumentarfilms gute Laune und vor allem Hoffnung macht.

Fazit: Chan Sze-Wei hat mit "The Beauty of Ballroom" mehr als nur einen Dokumentarfilm über die Ballroom-Szene Südostasiens gedreht. Der Film ist zugleich ein intimes Porträt und ein kinematografisches Energiebündel. Eine Doku, die gute Laune und Hoffnung macht.




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Besetzung & Crew von "The Beauty of Ballroom"

Land: Philippinen, Singapur, Deutschland
Jahr: 2025
Genre: Dokumentation
Originaltitel: 10s Across the Borders
Länge: 99 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 24.09.2026
Regie: Chan Sze-Wei
Darsteller: Aurora Sun Labeija, Xyza Pinklady Mizrahi, Teddy Oricci
Verleih: Rise and Shine Cinema

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