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Corpus Delicti (2026)
Dystopie: Eine Frau stellt das System, in dem sie lebt, infrage – und gerät dadurch in Gefahr.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
In der Zukunft hat die sogenannte "Methode" die staatliche Kontrolle übernommen: Um gesellschaftliche Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten, müssen sich alle Menschen an streng überwachte Vorgaben halten. Die Wissenschaftlerin Mia Holl (Hannah Herzsprung) hat selbst zur Entwicklung dieses Systems beigetragen. Doch als ihr Bruder Moritz (Damian Hardung) wegen Mordes vor Gericht landet, geraten Mias Überzeugungen ins Wanken.
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Filmkritik
"Corpus Delicti": Ein Leben ohne Schmerz und Leid?
Mit "Mein Sohn" hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Lena Stahl 2021 eine gelungene Mutter-Sohn-Tragikomödie geschaffen. Nun widmet sie sich in "Corpus Delicti" dem gleichnamigen dystopischen Stoff von Juli Zeh, der 2009 als Roman veröffentlicht und zwei Jahre zuvor schon als Theaterstück uraufgeführt wurde. In der zukünftigen Welt, die darin entworfen wird, hat angeblich "die Vernunft gesiegt": Es herrscht eine Art Gesundheitsdiktatur (genannt "Die Methode"), die mit strengen Überwachungsmaßnahmen operiert. Die Protagonistin Mia stellt die vermeintliche Unfehlbarkeit dieser Staatsform schließlich infrage, als sie im Fall ihres angeklagten Bruders nachzuforschen und dabei zunehmend Zweifel zu hegen beginnt.
Solides Worldbuilding
Stahl schafft es in ihrer Inszenierung, ein Gefühl für das Leben in dem rigoros vorgehenden System zu vermitteln. Die Bilder, die sie mit Kameramann Philipp Haberlandt erzeugt, lassen nicht nur einen hohen Produktionswert erkennen, sondern zeichnen sich auch durch klug gewählte Details aus. Der Score von Volker Bertelmann und Lennart Saathoff ist hingegen zuweilen etwas zu aufdringlich geraten. Die größten Schwächen des Films sind wiederum bereits in der literarischen Vorlage (die oft als Schullektüre dient) angelegt: Der Geschichte fehlen Ambivalenzen; alles mutet recht eindeutig an. Hier hätte es der Adaption durchaus gutgetan, ein paar Modernisierungen und Irritationen einzubauen, um das Ganze in seinem Ablauf spannender zu gestalten.
Hochkarätiger Cast
Die Besetzung von "Corpus Delicti" ist eindrücklich. Hannah Herzsprung ("Vier Minuten") gibt eine glaubhafte Heldin – und hat eine einnehmende Chemie mit Damian Hardung ("Club der roten Bänder") in der Rolle des Bruders. Auch Alexander Fehling ("Im Labyrinth des Schweigens") als Sprachrohr der "Methode" und Christian Friedel ("The Zone of Interest") als Rechtsanwalt liefern ordentliche Leistungen.
Fazit: Ausstattung und Schauspiel dieser Dystopie können überzeugen; die Dramaturgie wirkt derweil etwas formelhaft.
Mit "Mein Sohn" hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Lena Stahl 2021 eine gelungene Mutter-Sohn-Tragikomödie geschaffen. Nun widmet sie sich in "Corpus Delicti" dem gleichnamigen dystopischen Stoff von Juli Zeh, der 2009 als Roman veröffentlicht und zwei Jahre zuvor schon als Theaterstück uraufgeführt wurde. In der zukünftigen Welt, die darin entworfen wird, hat angeblich "die Vernunft gesiegt": Es herrscht eine Art Gesundheitsdiktatur (genannt "Die Methode"), die mit strengen Überwachungsmaßnahmen operiert. Die Protagonistin Mia stellt die vermeintliche Unfehlbarkeit dieser Staatsform schließlich infrage, als sie im Fall ihres angeklagten Bruders nachzuforschen und dabei zunehmend Zweifel zu hegen beginnt.
Solides Worldbuilding
Stahl schafft es in ihrer Inszenierung, ein Gefühl für das Leben in dem rigoros vorgehenden System zu vermitteln. Die Bilder, die sie mit Kameramann Philipp Haberlandt erzeugt, lassen nicht nur einen hohen Produktionswert erkennen, sondern zeichnen sich auch durch klug gewählte Details aus. Der Score von Volker Bertelmann und Lennart Saathoff ist hingegen zuweilen etwas zu aufdringlich geraten. Die größten Schwächen des Films sind wiederum bereits in der literarischen Vorlage (die oft als Schullektüre dient) angelegt: Der Geschichte fehlen Ambivalenzen; alles mutet recht eindeutig an. Hier hätte es der Adaption durchaus gutgetan, ein paar Modernisierungen und Irritationen einzubauen, um das Ganze in seinem Ablauf spannender zu gestalten.
Hochkarätiger Cast
Die Besetzung von "Corpus Delicti" ist eindrücklich. Hannah Herzsprung ("Vier Minuten") gibt eine glaubhafte Heldin – und hat eine einnehmende Chemie mit Damian Hardung ("Club der roten Bänder") in der Rolle des Bruders. Auch Alexander Fehling ("Im Labyrinth des Schweigens") als Sprachrohr der "Methode" und Christian Friedel ("The Zone of Interest") als Rechtsanwalt liefern ordentliche Leistungen.
Fazit: Ausstattung und Schauspiel dieser Dystopie können überzeugen; die Dramaturgie wirkt derweil etwas formelhaft.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Corpus Delicti"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Thriller, Science Fiction
Kinostart: 01.10.2026
Regie: Lena Stahl
Darsteller: Hannah Herzsprung, Damian Hardung, Alexander Fehling, Christian Friedel, Haley Louise Jones
Verleih: Leonine Distribution
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