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Teenage Sex and Death at Camp Miasma (2026)
Zurück in die Gefahren der B-Movie-WeltenKritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbasis wird das Slasher-Franchise "Camp Miasma“ einer ambitionierten jungen Regisseurin (Hannah Einbinder) zur Wiederbelebung überlassen. Als Kris den einstigen Star des Originalfilms besucht - die mittlerweile in den alten Schauplätzen zurückgezogen lebende Schauspielerin Billy Preston (Gillian Anderson), zeigt sich die Einzelgängerin von Geheimnissen umgeben. Bald geraten beide Frauen in eine blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.
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Filmkritik
Eigentlich ist die Welle an Slasher-Hommagen im Kino schon fast wieder abgeklungen. Vor Jahren fanden sich vermehrt Hommagen wie "You Might Be The Killer“ (2018) oder der zu alberne "The Final Girls“ (2015) ein. Auf dem Gebiet der US-Paperbacks sprießen Bücher wie "Burn The Negative“, "Slasher Summer“ oder "Summer Camp For Slasher Victims“, optisch oft wie zerschlissene NTSC-Kassetten gestaltet, ohne Unterlass auf den Markt. Häufiger lassen Fans blutiger Horrorstreifen aus den Achtzigern die Meta-Ebene eines Films-im-Film oder Kommentare zu den Mechanismen des Markts als Genre-Reflektion einfließen.
Jane Schoenbruns dritter Langfilm "Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ fügt sich anfangs nahtlos ein. Als Hommage an rund um Seen angesiedelte Kinoserien wie "Freitag der 13.“ oder "Das Camp des Grauens/Sleepaway Camp“ kreierte die nichtbinäre Filmemacherin ein fiktives Franchise-Universum mit allen Ausprägungen wie Videokassetten, Spielzeug, Video-Games oder 3D-Sequels inklusive nachgestellter Plakate, Zeitungscartoons oder Magazin-Reviews. Ähnlich wie bei vielen unendlichen Marken wird auf die nachlassende Qualität der "Miasma“-Reihe verwiesen. Dabei erwiesen sich schon manche Originale qualitativ nicht sonderlich hochwertig. Nicht immer erreichten die Werke Härte und Dichte von Harvey Weinsteins Schocker "Brennende Rache/The Burning“, auf den "Camp Miasma“ in einem Dialog anspielt.
Blutige Selbstfindung
Wer sich auf eine reine Slasher-Hommage einstellt, dürfte sich jedoch bald getäuscht sehen. Schoenbrun wartet zwar mit liebevollen Details wie Akt-Überblendungsmarkierungen wie bei 35-mm-Kopien auf. Doch schon der Prolog mit einem Killer samt Lüftungsschacht-Maske und übertrieben spritzende Blutfontänen überhöht Genreelemente ins Absurde. Zunehmend verlagert sich Schoenbruns Fokus auf die Beziehung der jungen queeren Regisseurin Kris zu ihrem Idol, der mondänen Leinwandikone Billy Preston. Beide müssen erst Unsicherheiten und überkommende Rollenbilder auf dem Weg zueinander abschütteln.
Der Name des fiktiven Killers "Little Death“ als Synonym für Orgasmus verweist schon auf die Verbindung von Sex und Tod. Obwohl die dekadente Diva nur im ersten Teil der unendlichen Serie vertreten war, lebt sie nun in der Nähe der ursprünglichen, verschneiten Kulissen. Von ihrem einstigen Kulthit kommt die Legende ebenso wenig los wie ihr vom Horrorvirus infizierter Fan Kris. Diese muss sich ihrem Verlangen und ihren Ängsten in blutiger Weise stellen, um ihre Identität zu finden. Ihren Pfad beschreibt Schoenbrun mit teils nostalgischen, zunehmend surreal-überhöhten Bildern. Wie beim popkulturell geprägten Vorgänger "I Saw the TV Glow“ über nachwirkende Medienrezeption mit "Buffy“- und "Twin Peaks“-Anleihen verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie, Traum und Realität. Schoenbruns Einfallsreichtum und der bissige Humor helfen dabei über einige Längen im Mittelteil hinweg.
Fazit: Für den Reboot einer Slasher-Reihe soll eine junge queere Regisseurin den Star des ersten Teils von ihrem Skript überzeugen. Was als schräg-liebevolle Hommage an das Genre samt Kritik an den Rollenbildern beginnt, entwickelt sich zur surrealen Studie einer schwierigen Identitäts- und Selbstfindung.
Jane Schoenbruns dritter Langfilm "Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ fügt sich anfangs nahtlos ein. Als Hommage an rund um Seen angesiedelte Kinoserien wie "Freitag der 13.“ oder "Das Camp des Grauens/Sleepaway Camp“ kreierte die nichtbinäre Filmemacherin ein fiktives Franchise-Universum mit allen Ausprägungen wie Videokassetten, Spielzeug, Video-Games oder 3D-Sequels inklusive nachgestellter Plakate, Zeitungscartoons oder Magazin-Reviews. Ähnlich wie bei vielen unendlichen Marken wird auf die nachlassende Qualität der "Miasma“-Reihe verwiesen. Dabei erwiesen sich schon manche Originale qualitativ nicht sonderlich hochwertig. Nicht immer erreichten die Werke Härte und Dichte von Harvey Weinsteins Schocker "Brennende Rache/The Burning“, auf den "Camp Miasma“ in einem Dialog anspielt.
Blutige Selbstfindung
Wer sich auf eine reine Slasher-Hommage einstellt, dürfte sich jedoch bald getäuscht sehen. Schoenbrun wartet zwar mit liebevollen Details wie Akt-Überblendungsmarkierungen wie bei 35-mm-Kopien auf. Doch schon der Prolog mit einem Killer samt Lüftungsschacht-Maske und übertrieben spritzende Blutfontänen überhöht Genreelemente ins Absurde. Zunehmend verlagert sich Schoenbruns Fokus auf die Beziehung der jungen queeren Regisseurin Kris zu ihrem Idol, der mondänen Leinwandikone Billy Preston. Beide müssen erst Unsicherheiten und überkommende Rollenbilder auf dem Weg zueinander abschütteln.
Der Name des fiktiven Killers "Little Death“ als Synonym für Orgasmus verweist schon auf die Verbindung von Sex und Tod. Obwohl die dekadente Diva nur im ersten Teil der unendlichen Serie vertreten war, lebt sie nun in der Nähe der ursprünglichen, verschneiten Kulissen. Von ihrem einstigen Kulthit kommt die Legende ebenso wenig los wie ihr vom Horrorvirus infizierter Fan Kris. Diese muss sich ihrem Verlangen und ihren Ängsten in blutiger Weise stellen, um ihre Identität zu finden. Ihren Pfad beschreibt Schoenbrun mit teils nostalgischen, zunehmend surreal-überhöhten Bildern. Wie beim popkulturell geprägten Vorgänger "I Saw the TV Glow“ über nachwirkende Medienrezeption mit "Buffy“- und "Twin Peaks“-Anleihen verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie, Traum und Realität. Schoenbruns Einfallsreichtum und der bissige Humor helfen dabei über einige Längen im Mittelteil hinweg.
Fazit: Für den Reboot einer Slasher-Reihe soll eine junge queere Regisseurin den Star des ersten Teils von ihrem Skript überzeugen. Was als schräg-liebevolle Hommage an das Genre samt Kritik an den Rollenbildern beginnt, entwickelt sich zur surrealen Studie einer schwierigen Identitäts- und Selbstfindung.
Gregor Ries
TrailerAlle "Teenage Sex and Death at Camp Miasma"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Teenage Sex and Death at Camp Miasma"
Land: USA, Großbritannien, KanadaJahr: 2026
Genre: Horror
Länge: 112 Minuten
Kinostart: 20.08.2026
Darsteller: Gillian Anderson, Hannah Einbinder, Patrick Fischler, Brigette Lundy-Paine, Dylan Baker
Verleih: MUBI






