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Meeting the Buddha (2026)
Dokumentarfilm über Ole Nydahl, der mit seiner Frau Hannah die buddhistische Meditation der tibetischen Karma-Kagyü-Linie in den Westen brachte.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Ende der 1960er Jahre sehnt sich das junge dänische Paar Ole und Hannah Nydahl, wie so viele Menschen aus der Hippie-Generation, nach spiritueller Erfahrung. Die beiden nehmen Drogen, reisen nach Nepal, schmuggeln Haschisch, sitzen in Dänemark eine Haftstrafe ab und kehren zurück in das Land im Himalaya, wo sie einen ranghohen buddhistischen Geistlichen kennengelernt hatten. Er bringt sie mit dem 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje, dem Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie im tibetischen Buddhismus, zusammen. Sie nehmen in seinem indischen Exil, dem Kloster Rumtek in Sikkim, an Zeremonien teil, lassen sich zwei Jahre in Philosophie und Meditationspraxis dieser Glaubenstradition unterweisen.
1972 beauftragt sie der Karmapa, in den Westen zurückzukehren, um Meditationszentren zu errichten. Rund 600 Meditationszentren kann Lama Ole bis ins hohe Alter gründen. Er lehrt die spirituelle Praxis so, dass sie auch zum modernen Leben von Menschen passt, welche die tibetische Kultur nicht kennen.
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Filmkritik
"Meeting the Buddha“: Ole Nydahl, der dänische Lama
Der im Frühjahr 2026 verstorbene Ole Nydahl gilt als einflussreicher Lehrer buddhistischer Meditation. Seit den 1970er Jahren machte er in Europa und darüber hinaus im Auftrag des 16. Karmapa, dem damaligen Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie, deren spirituelle Praxis bekannt. Márta György-Kessler, die Nydahl gut kannte und der buddhistischen Gemeinschaft angehört, erzählt in ihrem Dokumentarfilm "Meeting the Buddha“ aus dem Leben des 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje und des dänischen Jüngers, der seine Lehren in den Westen trug. 2014 hatte sie zusammen mit Co-Regisseur Adam Penny die verstorbene Ehefrau und langjährige Mitstreiterin des Dänen, Hannah Nydahl, in "Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“ porträtiert.
Reisen um die halbe Welt
So wie der Dalai Lama – der in diesem Film nicht erwähnt wird – musste auch der 16. Karmapa aus dem von China besetzten Tibet ins indische Exil fliehen. Dort reift seine Überzeugung, dass sich buddhistische Weisheit auch für westliche Kulturen eignet. Den energiegeladenen dänischen Schüler Ole Nydahl und seine Frau hält er für fähig, die Brücke zwischen Ost und West zu schlagen. Die Nydahls, aber auch der Karmapa selbst bereisen die halbe Welt, mit großem Gefolge, aber mitunter recht anspruchslos, beispielsweise in damals beliebten Kleinbussen.
Nach dem Tod des 16. Karmapa setzt Nydahl die Mission fort, die ihn ab den 1990er Jahren oft in Länder des ehemaligen Ostblocks führt. Mit Nydahl sitzt im Zug durch Russland auch der junge 17. Karmapa Thaye Dorje, der als Wiedergeburt des Vorgängers gilt. Dass und warum sich die Karma-Kagyü-Linie gespalten hat und es zwei verschiedene 17. Karmapas gibt, erfährt man nicht. Solche Auslassungen schmälern den Informationsgehalt. Allerdings wirkt der Film ohnehin überfrachtet von Namen, Begriffen und Umständen, die nur Eingeweihte kennen oder verstehen dürften.
Aneinandergereihte Stimmen
Die Karmapas, Rinpoches, Lamas, die Nydahls und Leute aus ihrem Umfeld bilden einen ständigen Strom mündlicher Erzählungen. Oft sind die Aussagen sehr kurz geschnitten und aus Archivmaterial zusammengetragen – beispielsweise aus nicht verwendeten Aufnahmen für "Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“. Die Bilder, flankiert von einigen Animationen, entführen in verschiedene Epochen. Aber man kommt den einzelnen Personen kaum näher und erfährt aus all den Schnipseln auch nicht viel über den buddhistischen Geist, nach dem sich Meditierende sehnen.
Fazit: Der Dokumentarfilm von Márta György-Kessler würdigt den Dänen Ole Nydahl, der ab den 1970er Jahren Hunderte von Meditationszentren in der westlichen Welt gründete. Auch in das Leben und Wirken seines Auftraggebers, dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie, vertieft sich der Film. Sehr viele Personen kommen zu Wort, wobei der Film häufig auf Archivmaterial zurückgreift. Er schlägt einen Bogen von der Hippie-Ära über die postsozialistische Zeit bis heute, wirkt aber mit Begriffen aus der tibetischen Kultur überfrachtet, die er zu wenig erklärt.
Der im Frühjahr 2026 verstorbene Ole Nydahl gilt als einflussreicher Lehrer buddhistischer Meditation. Seit den 1970er Jahren machte er in Europa und darüber hinaus im Auftrag des 16. Karmapa, dem damaligen Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie, deren spirituelle Praxis bekannt. Márta György-Kessler, die Nydahl gut kannte und der buddhistischen Gemeinschaft angehört, erzählt in ihrem Dokumentarfilm "Meeting the Buddha“ aus dem Leben des 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje und des dänischen Jüngers, der seine Lehren in den Westen trug. 2014 hatte sie zusammen mit Co-Regisseur Adam Penny die verstorbene Ehefrau und langjährige Mitstreiterin des Dänen, Hannah Nydahl, in "Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“ porträtiert.
Reisen um die halbe Welt
So wie der Dalai Lama – der in diesem Film nicht erwähnt wird – musste auch der 16. Karmapa aus dem von China besetzten Tibet ins indische Exil fliehen. Dort reift seine Überzeugung, dass sich buddhistische Weisheit auch für westliche Kulturen eignet. Den energiegeladenen dänischen Schüler Ole Nydahl und seine Frau hält er für fähig, die Brücke zwischen Ost und West zu schlagen. Die Nydahls, aber auch der Karmapa selbst bereisen die halbe Welt, mit großem Gefolge, aber mitunter recht anspruchslos, beispielsweise in damals beliebten Kleinbussen.
Nach dem Tod des 16. Karmapa setzt Nydahl die Mission fort, die ihn ab den 1990er Jahren oft in Länder des ehemaligen Ostblocks führt. Mit Nydahl sitzt im Zug durch Russland auch der junge 17. Karmapa Thaye Dorje, der als Wiedergeburt des Vorgängers gilt. Dass und warum sich die Karma-Kagyü-Linie gespalten hat und es zwei verschiedene 17. Karmapas gibt, erfährt man nicht. Solche Auslassungen schmälern den Informationsgehalt. Allerdings wirkt der Film ohnehin überfrachtet von Namen, Begriffen und Umständen, die nur Eingeweihte kennen oder verstehen dürften.
Aneinandergereihte Stimmen
Die Karmapas, Rinpoches, Lamas, die Nydahls und Leute aus ihrem Umfeld bilden einen ständigen Strom mündlicher Erzählungen. Oft sind die Aussagen sehr kurz geschnitten und aus Archivmaterial zusammengetragen – beispielsweise aus nicht verwendeten Aufnahmen für "Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“. Die Bilder, flankiert von einigen Animationen, entführen in verschiedene Epochen. Aber man kommt den einzelnen Personen kaum näher und erfährt aus all den Schnipseln auch nicht viel über den buddhistischen Geist, nach dem sich Meditierende sehnen.
Fazit: Der Dokumentarfilm von Márta György-Kessler würdigt den Dänen Ole Nydahl, der ab den 1970er Jahren Hunderte von Meditationszentren in der westlichen Welt gründete. Auch in das Leben und Wirken seines Auftraggebers, dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie, vertieft sich der Film. Sehr viele Personen kommen zu Wort, wobei der Film häufig auf Archivmaterial zurückgreift. Er schlägt einen Bogen von der Hippie-Ära über die postsozialistische Zeit bis heute, wirkt aber mit Begriffen aus der tibetischen Kultur überfrachtet, die er zu wenig erklärt.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Meeting the Buddha"
Land: GroßbritannienJahr: 2026
Genre: Dokumentation
Länge: 144 Minuten
Kinostart: 08.10.2026
Regie: Marta György-Kessler
Verleih: Filmwelt






