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Alte Liebe (2026)
Drama über ein älteres Ehepaar zwischen Zuneigung und Streit.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Harry (Joachim Krol) und Lore (Dagmar Manzel) sind seit rund 40 Jahren verheiratet. Harry kümmert sich im Ruhestand um Haus und Garten, Lore arbeitet in der städtischen Bibliothek und organisiert dort Lesungen mit namhaften Schriftsteller*innen. Tochter Julia heiratet zum dritten Mal und hat eine Einladung zur Hochzeit geschickt. Harry will auf gar keinen Fall hingehen. Er lehnt den reichen Schwiegersohn ab, ohne ihn zu kennen. Lore aber bittet Harry unermüdlich, sie zu begleiten.
Es gibt vieles, was die beiden Eheleute unterscheidet und sie streiten lässt. Selbst die Erinnerungen an früher sind durchwachsen – Lore weiß, dass sich Harry auch noch zu ein-zwei anderen Frauen hingezogen fühlte. Der Besuch der pubertierenden Enkelin verläuft nicht harmonisch. Auch auf den Lesungen klappt nicht alles wie geplant. Lore ist frustriert und sauer auf Harry, dem sein Garten so wichtig ist, dass sie nicht verreisen können. Lores Worte lassen Harry nicht unberührt.
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Filmkritik
"Alte Liebe“: Streiten allein genügt nicht
Dass sich ältere Ehepaare ausdauernd zanken, ist keine Seltenheit. Man geht sich auf die Nerven und kommt doch nicht voneinander los. Denn all das gemeinsam Erlebte verbindet auch. Harry und Lore sind ein Paar, das sich gerade schwertut, die Zuneigung nicht unter angestauten Enttäuschungen, Kränkungen und unterschiedlichen Interessen zu begraben. Lässt sich eine festgefahrene Beziehung in dem Alter noch neu beleben? Der Regisseur Andreas Dresen und die Drehbuchautorin Laila Stieler haben schon oft erfolgreich zusammengearbeitet ("Gundermann“, "In Liebe, Eure Hilde“ u.a.). Ihr neues, realitätsnahes Drama "Alte Liebe“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder.
Deftige und patzige Worte
Wenn Harry und Lore miteinander streiten, wirkt das wie aus dem Leben gegriffen. Lore sagt ihm einmal "Du verblödest langsam“. So vertraut miteinander zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es zu ungefilterten Äußerungen kommt. Die Dialoge sorgen für Komik. Harry empfiehlt Lore, als sie ausgeht, einen Schirm. Es soll regnen, meint er. Sie entgegnet patzig, "Nicht auf meiner App“. Aber die beiden Charaktere rutschen nicht in Biestigkeit ab. Sie wirken sympathischer und geerdeter als das Paar in "Dann passiert das Leben“.
Król und Manzel überzeugen
Joachim Król spielt Harry als einen Mann, der stolz auf seine ostdeutsche Biografie ist, auf seine Lebensleistung, das Eigenheim. Zugezogene Wessis, Leute wie die Familie seines künftigen Schwiegersohns, die es zu mehr gebracht haben, sind ihm ein Graus. Lore könnte recht haben, wenn sie einmal fragt, ob er neidisch auf deren Erfolg sei. Dass das Ehepaar über Politik und Gesellschaft, über den Zeitgeist, eigenwillige Schriftsteller debattiert und nicht nur über gekränkte Gefühle, macht dieses Drama nur interessanter. Król verleiht Harry liebenswerte Eigenschaften und lässt ihn auf Versöhnung bedacht wirken, geradezu zärtlich bemüht, die Stimmung wieder aufzulockern. Dagmar Manzel spielt Lore sehr lebendig, aufgewühlt in ihrem Frust und doch rasch wieder zugänglich.
Zärtlichkeit schwingt mit
Das tägliche Auf und Ab sorgt für dynamische Spannung, die aber nie überdosiert wirkt. Die Zuneigung der beiden schwingt oft mit und beschert dem Film die schönsten Momente. Allerdings verpasst der Film ein paar Chancen, das Drama zu vertiefen und offene Fragen zu beantworten. Der Vater-Tochter-Konflikt wird nicht richtig ausgelotet und auch nicht der Ärger, den Lore bei der Arbeit hat. Dennoch lohnt sich der Film wegen seines Realismus und der guten schauspielerischen Leistungen.
Fazit: Joachim Król und Dagmar Manzel überzeugen als älteres Ehepaar in diesem Drama, das auf dem gleichnamigen Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder basiert. Unter der Regie von Andreas Dresen und nach einem Drehbuch von Laila Stieler liefern sich der Ruheständler und die Bibliothekarin täglich Dispute über die Hochzeit der Tochter, trennende Ansichten, alte und neue Kränkungen. Gut gespielt und mit Humor gewürzt, wirkt das einfühlsame Drama aus dem Leben gegriffen, ohne banal zu sein.
Dass sich ältere Ehepaare ausdauernd zanken, ist keine Seltenheit. Man geht sich auf die Nerven und kommt doch nicht voneinander los. Denn all das gemeinsam Erlebte verbindet auch. Harry und Lore sind ein Paar, das sich gerade schwertut, die Zuneigung nicht unter angestauten Enttäuschungen, Kränkungen und unterschiedlichen Interessen zu begraben. Lässt sich eine festgefahrene Beziehung in dem Alter noch neu beleben? Der Regisseur Andreas Dresen und die Drehbuchautorin Laila Stieler haben schon oft erfolgreich zusammengearbeitet ("Gundermann“, "In Liebe, Eure Hilde“ u.a.). Ihr neues, realitätsnahes Drama "Alte Liebe“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder.
Deftige und patzige Worte
Wenn Harry und Lore miteinander streiten, wirkt das wie aus dem Leben gegriffen. Lore sagt ihm einmal "Du verblödest langsam“. So vertraut miteinander zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es zu ungefilterten Äußerungen kommt. Die Dialoge sorgen für Komik. Harry empfiehlt Lore, als sie ausgeht, einen Schirm. Es soll regnen, meint er. Sie entgegnet patzig, "Nicht auf meiner App“. Aber die beiden Charaktere rutschen nicht in Biestigkeit ab. Sie wirken sympathischer und geerdeter als das Paar in "Dann passiert das Leben“.
Król und Manzel überzeugen
Joachim Król spielt Harry als einen Mann, der stolz auf seine ostdeutsche Biografie ist, auf seine Lebensleistung, das Eigenheim. Zugezogene Wessis, Leute wie die Familie seines künftigen Schwiegersohns, die es zu mehr gebracht haben, sind ihm ein Graus. Lore könnte recht haben, wenn sie einmal fragt, ob er neidisch auf deren Erfolg sei. Dass das Ehepaar über Politik und Gesellschaft, über den Zeitgeist, eigenwillige Schriftsteller debattiert und nicht nur über gekränkte Gefühle, macht dieses Drama nur interessanter. Król verleiht Harry liebenswerte Eigenschaften und lässt ihn auf Versöhnung bedacht wirken, geradezu zärtlich bemüht, die Stimmung wieder aufzulockern. Dagmar Manzel spielt Lore sehr lebendig, aufgewühlt in ihrem Frust und doch rasch wieder zugänglich.
Zärtlichkeit schwingt mit
Das tägliche Auf und Ab sorgt für dynamische Spannung, die aber nie überdosiert wirkt. Die Zuneigung der beiden schwingt oft mit und beschert dem Film die schönsten Momente. Allerdings verpasst der Film ein paar Chancen, das Drama zu vertiefen und offene Fragen zu beantworten. Der Vater-Tochter-Konflikt wird nicht richtig ausgelotet und auch nicht der Ärger, den Lore bei der Arbeit hat. Dennoch lohnt sich der Film wegen seines Realismus und der guten schauspielerischen Leistungen.
Fazit: Joachim Król und Dagmar Manzel überzeugen als älteres Ehepaar in diesem Drama, das auf dem gleichnamigen Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder basiert. Unter der Regie von Andreas Dresen und nach einem Drehbuch von Laila Stieler liefern sich der Ruheständler und die Bibliothekarin täglich Dispute über die Hochzeit der Tochter, trennende Ansichten, alte und neue Kränkungen. Gut gespielt und mit Humor gewürzt, wirkt das einfühlsame Drama aus dem Leben gegriffen, ohne banal zu sein.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Alte Liebe"
Land: DeutschlandJahr: 2026
Genre: Drama
Kinostart: 08.10.2026
Regie: Andreas Dresen
Darsteller: Joachim Król, Dagmar Manzel
Verleih: Pandora Film
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