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Frau Winkler verlässt das Haus (2026)
Futuristisches Drama von Doris Dörrie über eine Seniorin, um die sich ein Pflegeroboter kümmert.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Hamburg im Jahr 2030: Frau Winkler (Angela Winkler) ist nach einem Sturz auf Pflege angewiesen. Ihre Tochter Emi (Laura Tonke) hat gerade ein Engagement am Lübecker Stadttheater bekommen, wo sie die Olga in "Drei Schwestern“ von Tschechow spielen soll. So kann sich die alleinerziehende Mutter einer Tochter (Zoë Baier) nicht um die alte Dame kümmern. Mal wirft Frau Winkler Emi vor, sie zu vernachlässigen, dann wieder drängt sie sie, ihr eigenes Leben zu leben. Ein wenig Neid ist auch dabei, denn Frau Winkler spielte als junge Frau selbst in Lübeck in diesem Drama, bevor sie sich nach dem Unfalltod ihres Mannes von der Bühne verabschiedete.
Emi besorgt ihrer Mutter einen Pflegedienst, der einen sprechenden und lernfähigen humanoiden Roboter (Josef Ellers) bei ihr abstellt. Erst beschimpft Frau Winkler ihn wüst, dann nennt sie ihn Pawlowitsch, weil er Anton Pawlowitsch Tschechow rezitieren kann. Er hilft ihr, ihre Verbitterung zu überwinden und sich auf das Sterben vorzubereiten.
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Filmkritik
"Frau Winkler verlässt das Haus“: Gespräche mit dem Pflegeroboter
Die Filmemacherin Doris Dörrie hat sich immer wieder mit dem Zeitgeist beschäftigt und auch mit Themen wie Trauer und Abschiednehmen. Komödien ("Männer“) reihen sich an Dramen ("Kirschblüten – Hanami“) in ihrem vielseitigen Schaffen. Nun spielt sie in "Frau Winkler verlässt das Haus“, einem von Leichtigkeit durchsetzten Drama, den Einsatz eines Roboters in der Altenpflege exemplarisch durch. In dieser Gesellschaft der nahen Zukunft ist auch Sterbehilfe üblich – wenn die alten Menschen das wollen, aber man weist sie durchaus auf den volkswirtschaftlichen Nutzen hin.
Mutter und Tochter im Konflikt
Frau Winkler liegt missmutig in ihrem Haus im Pflegebett. Tochter Emi soll in Lübeck am Theater proben und dass sie nicht bei ihr sein kann, nimmt ihr Frau Winkler durchaus ein wenig übel. Die besorgte Emi fühlt sich verantwortlich und will erreichbar bleiben. Die beiden Frauen verstricken sich in ein Hickhack-Drama, das typisch für das Verhältnis zwischen alten Eltern und erwachsenen Kindern zu sein scheint. Als dann der Roboter bei Frau Winkler abgestellt wird, beginnen sich die Spannungen zwischen den beiden Frauen spürbar zu lockern.
Das Faszinierende an Dörries Spielfilm ist, dass er ohne Vorbehalte über Roboter in der Altenpflege nachdenkt. Oft sieht es hier danach aus, als könnten sie nützlich sein. Frau Winkler kann sich mit ihrem Roboter Pawlowitsch gut unterhalten. Er ist lernfähig und wenn sie ihn zu viel beschimpft, setzt er auf kreative Weise Grenzen. Sie gehen ins Café, besuchen eine Nachbarin, tanzen, rezitieren Dialoge von Tschechow. Angela Winkler spielt die Titelrolle bewegt und bewegend. Sie erinnert sich voller Zärtlichkeit an ihren Mann, an die Leidenschaft fürs Theater, kann sich freuen und zugleich wehmütig auf all das zurückschauen, wovon sie nun Abschied nimmt.
Bunte inhaltliche Vielfalt
Frau Winkler und Emi verbindet der Schauspielberuf. Beide scheinen sie ihre Traurigkeit und Wut, ihre Fragen an das Leben mit Hilfe des Stücks von Tschechow zu reflektieren. Immer wieder gibt es humorvolle Momente, dann wird es wieder ernst – Dörrie packt viele verschiedene Aspekte in die Geschichte hinein, wodurch sie zuweilen etwas holprig anmutet. Der Roboter hilft Frau Winkler, macht ihr aber auch den Wert menschlicher Kontakte neu bewusst. Ob ein Roboter jedoch Sterbehilfe leisten soll, darüber lässt sich nach diesem interessanten Film sicher kontrovers diskutieren.
Fazit: Anfangs fremdelt die betagte Frau Winkler mit ihrem Pflegeroboter, dann aber lernt sie seine Gesellschaft schätzen. Die Regisseurin Doris Dörrie setzt sich in diesem futuristischen Drama vorurteilslos mit Themen wie der Zukunft der Altenpflege und Sterbehilfe auseinander. Angela Winkler stattet die Titelfigur, die Rückschau auf ihr Leben hält und die Beziehung zur Tochter klären muss, mit bewegender Ausdruckskraft aus. Mutter und Tochter verbindet auch ihre Leidenschaft für das Theaterspiel und so erweist sich die zu Diskussionen anregende, oft humorvolle Geschichte insgesamt als sehr vielfältig.
Die Filmemacherin Doris Dörrie hat sich immer wieder mit dem Zeitgeist beschäftigt und auch mit Themen wie Trauer und Abschiednehmen. Komödien ("Männer“) reihen sich an Dramen ("Kirschblüten – Hanami“) in ihrem vielseitigen Schaffen. Nun spielt sie in "Frau Winkler verlässt das Haus“, einem von Leichtigkeit durchsetzten Drama, den Einsatz eines Roboters in der Altenpflege exemplarisch durch. In dieser Gesellschaft der nahen Zukunft ist auch Sterbehilfe üblich – wenn die alten Menschen das wollen, aber man weist sie durchaus auf den volkswirtschaftlichen Nutzen hin.
Mutter und Tochter im Konflikt
Frau Winkler liegt missmutig in ihrem Haus im Pflegebett. Tochter Emi soll in Lübeck am Theater proben und dass sie nicht bei ihr sein kann, nimmt ihr Frau Winkler durchaus ein wenig übel. Die besorgte Emi fühlt sich verantwortlich und will erreichbar bleiben. Die beiden Frauen verstricken sich in ein Hickhack-Drama, das typisch für das Verhältnis zwischen alten Eltern und erwachsenen Kindern zu sein scheint. Als dann der Roboter bei Frau Winkler abgestellt wird, beginnen sich die Spannungen zwischen den beiden Frauen spürbar zu lockern.
Das Faszinierende an Dörries Spielfilm ist, dass er ohne Vorbehalte über Roboter in der Altenpflege nachdenkt. Oft sieht es hier danach aus, als könnten sie nützlich sein. Frau Winkler kann sich mit ihrem Roboter Pawlowitsch gut unterhalten. Er ist lernfähig und wenn sie ihn zu viel beschimpft, setzt er auf kreative Weise Grenzen. Sie gehen ins Café, besuchen eine Nachbarin, tanzen, rezitieren Dialoge von Tschechow. Angela Winkler spielt die Titelrolle bewegt und bewegend. Sie erinnert sich voller Zärtlichkeit an ihren Mann, an die Leidenschaft fürs Theater, kann sich freuen und zugleich wehmütig auf all das zurückschauen, wovon sie nun Abschied nimmt.
Bunte inhaltliche Vielfalt
Frau Winkler und Emi verbindet der Schauspielberuf. Beide scheinen sie ihre Traurigkeit und Wut, ihre Fragen an das Leben mit Hilfe des Stücks von Tschechow zu reflektieren. Immer wieder gibt es humorvolle Momente, dann wird es wieder ernst – Dörrie packt viele verschiedene Aspekte in die Geschichte hinein, wodurch sie zuweilen etwas holprig anmutet. Der Roboter hilft Frau Winkler, macht ihr aber auch den Wert menschlicher Kontakte neu bewusst. Ob ein Roboter jedoch Sterbehilfe leisten soll, darüber lässt sich nach diesem interessanten Film sicher kontrovers diskutieren.
Fazit: Anfangs fremdelt die betagte Frau Winkler mit ihrem Pflegeroboter, dann aber lernt sie seine Gesellschaft schätzen. Die Regisseurin Doris Dörrie setzt sich in diesem futuristischen Drama vorurteilslos mit Themen wie der Zukunft der Altenpflege und Sterbehilfe auseinander. Angela Winkler stattet die Titelfigur, die Rückschau auf ihr Leben hält und die Beziehung zur Tochter klären muss, mit bewegender Ausdruckskraft aus. Mutter und Tochter verbindet auch ihre Leidenschaft für das Theaterspiel und so erweist sich die zu Diskussionen anregende, oft humorvolle Geschichte insgesamt als sehr vielfältig.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Frau Winkler verlässt das Haus"
Land: DeutschlandJahr: 2026
Genre: Drama
Länge: 108 Minuten
Kinostart: 01.10.2026
Darsteller: Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers, Sabrina Meier, Zoë Baier
Verleih: Wild Bunch






