oder

The Social Reckoning (2026)

Hatespeech, Hetze, Fake-News: Die wahre Geschichte der "Facebook-Files“ in einem hochkarätig besetzten biografischen Thriller.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die junge Facebook-Ingenieurin Frances Haugen (Mikey Madison) findet heraus, dass ihr Arbeitgeber schädliche Inhalte duldet, von politischer Hetze über Fake News bis hin zu Gewalt-Aufrufen. Solange der Umsatz stimmt, lässt Tech-Milliardär und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg all das durchgehen. Frances entschließt sich, diese Informationen an den Journalisten Jeff Horwitz (Jeremy Allen White) weiterzugeben. Gemeinsam beginnen sie, den Hinweisen nachzugehen und Beweise zu sammeln. Nach und nach liefert Frances auch diese. Als im Januar 2021 ein Angriff auf die US-Demokratie erfolgt und das Kapitol erstürmt wird, zeigt sich, dass Facebook Warnsignale bewusst ignoriert hat. Während die Veröffentlichung der "Facebook Files“ näher rückt, wächst der Druck auf Frances und Jeff.

Bildergalerie zum Film "The Social Reckoning"

The Social ReckoningThe Social ReckoningThe Social ReckoningThe Social ReckoningThe Social ReckoningThe Social Reckoning

Hier streamen


Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

Mark Zuckerberg kommt nicht gut weg

"The Social Reckoning“ ist das Sequel zum mehrfach Oscar-prämierten Drama "The Social Network“ (2011) von David Fincher. Darin beleuchtet Regisseur und Drehbuchautor Aaron Sorkin ("Eine Frage der Ehre“) die Hintergründe rund um die sogenannten "Facebook Files“, die im Herbst 2011 im Wall Street Journal veröffentlicht wurden. Für den sechzehn Jahre alten Vorgänger schrieb der 65-Jährige bereits das Drehbuch, bei "The Social Reckoning“ übernahm er dazu noch die Regie.

Der unheilvoll-elektronische Soundtrack, eine kluge Dramaturgie und die vielschichtige Figurenzeichnung prägten Finchers "Social Network“. Der Regie-Visionär erzählte eine packende, tragische Story über ein einsames und mit sich und der Welt ringendes Genie, das eigentlich nur dazugehören will. Zuckerberg erschien damals nicht als perfider Manipulator oder machtorientierter Antagonist. Nicht ganz so glimpflich kommt er in "The Social Reckoning“ weg. Der Film zeigt die düsteren Machenschaften hinter den Kulissen des Megakonzerns und das fragwürdige Vorgehen seines Gründers.

Zu viel Theater – zu wenig Fincher

Es sind vor allem die darstellerischen Leistungen, die den nachdrücklichsten Eindruck hinterlassen und im Gedächtnis bleiben. Im Zentrum steht die entwaffnend aufspielende Mikey Madison ("Anora“) als Whistleblowerin Frances Haugen, die stets zwischen Zivilcourage, Aufopferungswille und großer Unsicherheit hin- und hergerissen ist. Neben ihr brillieren Jeremy Allen White als selbstbewusster Investigativjournalist und Jeremy Strong als Zuckerberg. Als unnahbarer Strippenzieher hinter den Kulissen und mit stoischer Präzision legt Strong den Social-Media-Vordenker ganz anders an als Jesse Eisenberg 2011 – aber nicht minder mitreißend und glaubhaft.

Geschmackssache ist die Kammerspiel-artige Inszenierung, auf die Sorkin setzt. Durch die vielen Szenen im Inneren (Redaktionen, Großraumbüros, Meetingräume) und die Dialoglastigkeit erinnert "The Social Reckoning“ sehr oft an die Machart und Tonalität typischer Theateraufführungen. Es fehlen schlicht der präzise filmische Drive und das Ungestüme des Fincher-Ansatzes. Darüber hinaus wirkt das Drama stellenweise zu belehrend und moralinsauer. Sorkin verweist mehr als nur nuanciert und viel zu oft auf die (längst bekannten) Folgen von Fake-News und die Machenschaften datenhungriger Großkonzerne.

Fazit: Brillante Darsteller und eine durchdachte Story allein machen aus einem Film noch kein Meisterwerk. "The Social Reckoning“ krankt an seiner theaterhaften Umsetzung und der aufdringlichen Symbolik, die uns immer wieder die Gefahren der auf Macht und Wohlstand setzenden Tech-Unternehmen einhämmert.




TrailerAlle "The Social Reckoning"-Trailer anzeigen

Zum Video: The Social Reckoning

Besetzung & Crew von "The Social Reckoning"

Land: USA
Jahr: 2026
Genre: Thriller, Drama, Biografie
Kinostart: 08.10.2026
Darsteller: Betty Gilpin, Jeremy Allen White, Patrick Fischler, Mikey Madison, Billy Magnussen
Verleih: Sony Pictures

Verknüpfungen zu "The Social Reckoning"Alle anzeigen

Aaron Sorkin
News
Aaron Sorkin: Für "The Social Reckoning" war er selbst zweite Wahl
Aaron Sorkin nennt sich selbst die "zweite Wahl" für die Regie von "The Social Reckoning" – eigentlich hätte er David Fincher gern erneut am Set gesehen.
Jesse Eisenberg
News
Jesse Eisenberg: Darum sagte er bei "The Social Reckoning" ab
Jesse Eisenberg lehnte die Rückkehr als Mark Zuckerberg in "The Social Reckoning" ab. Er erklärt, warum er nicht erneut über Social Media sprechen wollte.
Aaron Sorkin
News
Aaron Sorkin: Trump in "The Social Reckoning" bewusst nicht genannt
Aaron Sorkin sagt, niemand habe ihn gebeten, Donald Trump in "The Social Reckoning" nicht zu nennen - im Film fällt der Name trotzdem nicht.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.