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Die Blutgräfin (2026)
The Blood Countess
Deutsch-österreichisch-luxemburgische Komödie über die Wiederkunft einer legendenumrankten Adligen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Jahrhunderte nach ihrem Verschwinden taucht die ungarische Blutgräfin Erzsébet Báthory (Isabelle Huppert) in Wien wieder auf, checkt in ein aus der Zeit gefallenes Hotel ein und begibt sich mit ihrer Kammerzofe Hermine (Birgit Minichmayr) auf tödliche Mission. Die zwei müssen ein Buch aufspüren, das die Vampire dieser Welt auslöschen könnte.
Auch Erzsébets Neffe Baron Rudi Bubi von Strudl zur Buchtelau (Thomas Schubert), seines Zeichens ein vegetarischer Vampir, der unter Höhenangst leidet und bei Theobald Tandem (Lars Eidinger) in Therapie ist, ist hinter dem Buch her.
Derweil sind Inspektor Unglaube (Karl Markovics) und sein Assistent sowie die zwei Vampirologen Theobastus Bombastus (André Jung) und Nepomuk Nachbiss (Marco Lorenzini) der Gräfin und ihrer Zofe dicht auf den Fersen.
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Filmkritik
"Die Blutgräfin": Barocke Vampirgroteske mit Biss
Um Elisabeth Báthory ranken sich Legenden. Die 1560 geborene ungarische Adlige wurde 1611 als Mörderin verurteilt, bevor sie drei Jahre später unter Hausarrest stehend starb. Der Vorwurf lautete darauf, Bauernmädchen und Töchter des niederen Adels gefoltert und getötet zu haben. Die Zahlen über die Opfer gehen weit auseinander, ebenso die Ansichten darüber, ob es überhaupt welche gab. Manche halten Báthory für die größte Serienmörderin der Geschichte, andere selbst für das Opfer einer politischen Intrige.
Gesichert sind lediglich die Legenden, die sich mehr als hundert Jahre nach ihrem Tod um die Adlige bildeten. Eine davon besagt, dass Báthory im Blut ihrer Opfer badete, um sich selbst jung zu halten. Der Beiname der "Blutgräfin" war geboren und der Weg zum Vampirismus, der erstmals nachweislich in den 1970er-Jahren gezogen wurde, nicht weit. In Film und Fernsehen haben unter anderem die Französin Julie Delpy ("Die Gräfin", 2008) und die Luxemburgerin Vicky Krieps ("Monster: The Lizzie Borden Story", 2026) unterschiedliche Versionen Báthorys gespielt. Jetzt kommt eine Co-Produktion aus Österreich, Deutschland und Luxemburg in die Kinos, in der eine noch berühmtere Französin in die Rolle schlüpft.
Betörende Bilder an opulenten Schauplätzen
Für ihr jüngstes Werk hat sich die deutsche Kultregisseurin Ulrike Ottinger ("Madame X", "Bildnis einer Trinkerin", "Freak Orlando") niemand Geringeres als die französische Filmikone Isabelle Huppert ausgesucht. Wenn Huppert ganz in Rot gekleidet in einem kunstvoll gestalteten Nachen wie eine Traumgestalt über einen unterirdischen See gleitet, um sich anschließend aus der Wiener Unterwelt über eine markante U-Bahn-Station an die Oberfläche zu arbeiten, ist der Ton gesetzt. Das Kinopublikum kann mit einer köstlichen Komödie voller betörender Bilder, opulenter Schauplätze, verschrobener Charaktere und anachronistischer Witze rechnen.
Ottingers Wille zur Stilisierung spricht aus jeder Einstellung. Die aus der Zeit gefallenen Kostüme der kauzigen Figuren erzeugen vor der Hintergrundkulisse des gegenwärtigen Wien einen ganz eigenen Humor. Fürs Polieren der Pointen war die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek zuständig. Und die gibt dem Patriarchat in all seinen Auswüchsen ordentlich einen mit. Wer feine Ironie und schräge Komik liebt, sitzt im richtigen Film. Wer mit Anspielungen auf die europäische Historie im Allgemeinen und Kritik an der österreichischen Geschichte im Besonderen nichts anfangen kann, sollte indessen einen großen Bogen um den Film machen.
Fazit: Irgendwo zwischen "Therapie für einen Vampir" (2014) und "Blutsauger" (2021) angesiedelt, zaubert die Kultregisseurin Ulrike Ottinger eine kultverdächtige Komödie auf die große Leinwand. Die in Konstanz geborene Filmemacherin entzaubert die blutrünstige Legende um die Blutgräfin Elisabeth Báthory. Isabelle Huppert gibt die Titelfigur mit viel Esprit. Eine herrlich verschrobene Groteske voll französischer Eleganz und Wiener Schmäh.
Um Elisabeth Báthory ranken sich Legenden. Die 1560 geborene ungarische Adlige wurde 1611 als Mörderin verurteilt, bevor sie drei Jahre später unter Hausarrest stehend starb. Der Vorwurf lautete darauf, Bauernmädchen und Töchter des niederen Adels gefoltert und getötet zu haben. Die Zahlen über die Opfer gehen weit auseinander, ebenso die Ansichten darüber, ob es überhaupt welche gab. Manche halten Báthory für die größte Serienmörderin der Geschichte, andere selbst für das Opfer einer politischen Intrige.
Gesichert sind lediglich die Legenden, die sich mehr als hundert Jahre nach ihrem Tod um die Adlige bildeten. Eine davon besagt, dass Báthory im Blut ihrer Opfer badete, um sich selbst jung zu halten. Der Beiname der "Blutgräfin" war geboren und der Weg zum Vampirismus, der erstmals nachweislich in den 1970er-Jahren gezogen wurde, nicht weit. In Film und Fernsehen haben unter anderem die Französin Julie Delpy ("Die Gräfin", 2008) und die Luxemburgerin Vicky Krieps ("Monster: The Lizzie Borden Story", 2026) unterschiedliche Versionen Báthorys gespielt. Jetzt kommt eine Co-Produktion aus Österreich, Deutschland und Luxemburg in die Kinos, in der eine noch berühmtere Französin in die Rolle schlüpft.
Betörende Bilder an opulenten Schauplätzen
Für ihr jüngstes Werk hat sich die deutsche Kultregisseurin Ulrike Ottinger ("Madame X", "Bildnis einer Trinkerin", "Freak Orlando") niemand Geringeres als die französische Filmikone Isabelle Huppert ausgesucht. Wenn Huppert ganz in Rot gekleidet in einem kunstvoll gestalteten Nachen wie eine Traumgestalt über einen unterirdischen See gleitet, um sich anschließend aus der Wiener Unterwelt über eine markante U-Bahn-Station an die Oberfläche zu arbeiten, ist der Ton gesetzt. Das Kinopublikum kann mit einer köstlichen Komödie voller betörender Bilder, opulenter Schauplätze, verschrobener Charaktere und anachronistischer Witze rechnen.
Ottingers Wille zur Stilisierung spricht aus jeder Einstellung. Die aus der Zeit gefallenen Kostüme der kauzigen Figuren erzeugen vor der Hintergrundkulisse des gegenwärtigen Wien einen ganz eigenen Humor. Fürs Polieren der Pointen war die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek zuständig. Und die gibt dem Patriarchat in all seinen Auswüchsen ordentlich einen mit. Wer feine Ironie und schräge Komik liebt, sitzt im richtigen Film. Wer mit Anspielungen auf die europäische Historie im Allgemeinen und Kritik an der österreichischen Geschichte im Besonderen nichts anfangen kann, sollte indessen einen großen Bogen um den Film machen.
Fazit: Irgendwo zwischen "Therapie für einen Vampir" (2014) und "Blutsauger" (2021) angesiedelt, zaubert die Kultregisseurin Ulrike Ottinger eine kultverdächtige Komödie auf die große Leinwand. Die in Konstanz geborene Filmemacherin entzaubert die blutrünstige Legende um die Blutgräfin Elisabeth Báthory. Isabelle Huppert gibt die Titelfigur mit viel Esprit. Eine herrlich verschrobene Groteske voll französischer Eleganz und Wiener Schmäh.
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "Die Blutgräfin"
Land: Österreich, Luxemburg, DeutschlandJahr: 2026
Genre: Drama, Komödie, Biografie
Originaltitel: The Blood Countess
Länge: 119 Minuten
Kinostart: 29.10.2026
Regie: Ulrike Ottinger
Darsteller: Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Andre Jung, Marco Lorenzini
Verleih: Neue Visionen
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