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Primetime (2026)
Robert Pattinson als gewissenloser TV-Moderator in einem von wahren Begebenheiten inspirierten, medienkritischen Thriller.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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USA, Mitte der 2000er-Jahre: Der Journalist und Moderator Chris Hansen (Robert Pattinson) ist das Aushängeschild des Reality-TV-Formats "To Catch A Predator“. In der Sendung geht es darum, Pädophile vor laufenden Kameras – und damit der gesamten US-amerikanischen Öffentlichkeit – bloßzustellen. Das Konzept geht auf: Die Einschaltquoten steigen und Hansen und seine Kollegen wenden immer perfidere Methoden zum Zwecke des Erfolgs an. Dann führt das Team die Jagd nach dem nächsten Coup ins prüde Texas. Dort will Hansen einen prominenten Täter vor laufenden Kameras überführen. Dabei kommt es zu einer Katastrophe von ungeahnter Tragweite, die weltweit für Schlagzeilen sorgt – und das Reality-TV für immer verändert.
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Filmkritik
Ein selbstsüchtiger, Quoten-geiler Machtmensch
"Primetime“ beruht auf der wahren Geschichte rund um die umstrittene Reality-Serie "To Catch a Predator“ (2004–2007), in der Investigativjournalist Chris Hansen Pädophile medienwirksam mit versteckter Kamera überführte. Robert Pattinson, der den Film auch mitproduzierte, zeigt in diesem Mix aus Mediensatire, Crime-Thriller und Horror-artigem Psychotrip eine der besten Leistungen seiner bisherigen Laufbahn. Er spielt den heute 67-jährigen Hansen nicht als aufklärerischen Journalisten, der für Gerechtigkeit kämpft. Vielmehr zeichnet er ihn als manipulativen, einzig an Quote und Reichweite interessierten Machtmenschen, der als kühl kalkulierender Medienprofi alles für den Erfolg tut.
Immer besessener und fast wahnhaft ist er auf der Suche nach der nächsten Live-"Überführung“. Die journalistische Arbeit verkommt hier zum reinen Selbstzweck und dient der Erfüllung egoistischer, narzisstischer Ziele. Sein (auch rechtlich fragwürdiges) Verhalten ist ihm wohl bewusst, wie sich an einer der zentralen Stellen des Films ablesen lässt. Doch Hansens Credo spiegelt sich bereits im Filmtitel: Er will in die Primetime und landesweit Gesprächsthema Nummer Eins werden.
Erinnerungen an das Fernsehen der 00er-Jahre
Der 30-jährige Spielfilm-Regie-Debütant Lance Oppenheim (er inszenierte bislang erfolgreich Dokus und Musikvideos) setzt ganz auf eine stilisierte Bildsprache und schnelle Schnitte. Das passt deshalb so gut, da diese Visualität und technische Umsetzung an die Optik vieler Reality-TV-Formate und US-Infotainment-Shows jener Zeit erinnert. Einen stimmigen Kontrast bildet der körnige, dreckige Look der Überwachungs- und versteckten Kameras, die immer wieder den Bildschirm füllen. Jene visuelle Gestaltung passt wunderbar zum düsteren Tenor des Films und der pessimistischen Grundhaltung. Doch "Primetime“ hat auch Schwächen.
Einige Nebenplots sind nicht zu Ende gedacht und lassen mehr Lücken bzw. Fragen offen, als Aspekte zufriedenstellend und umfassend zu behandeln. Darunter das Privatleben Hansens und die Dynamiken innerhalb seines TV-Teams. Dazu setzt Oppenheim zu viel Vorwissen voraus. Mehr erklärende, einordnende Texteinblendungen, Kontext und Hintergrundinfos wären gut gewesen, denn nicht jeder Zuschauer ist mit den Ereignissen gleich vertraut. In den USA ist die Bekanntheit von Hansen – und dem großen Skandal, der schließlich zum Ende der Sendung führte – sehr hoch. Das kann man in anderen Teilen der Welt jedoch nicht automatisch voraussetzen.
Fazit: Aufwühlender, provokativer Medien-Thriller, der mit seiner rauen Erzählweise fasziniert und einen beängstigend guten, schlicht grandiosen Robert Pattinson in der Hauptrolle präsentiert. Schade ist, dass "Primetime“ seine Nebenhandlungen nicht sorgfältig genug ausarbeitet und die Zuschauer mit den unnahbaren Nebenfiguren auf Distanz hält.
"Primetime“ beruht auf der wahren Geschichte rund um die umstrittene Reality-Serie "To Catch a Predator“ (2004–2007), in der Investigativjournalist Chris Hansen Pädophile medienwirksam mit versteckter Kamera überführte. Robert Pattinson, der den Film auch mitproduzierte, zeigt in diesem Mix aus Mediensatire, Crime-Thriller und Horror-artigem Psychotrip eine der besten Leistungen seiner bisherigen Laufbahn. Er spielt den heute 67-jährigen Hansen nicht als aufklärerischen Journalisten, der für Gerechtigkeit kämpft. Vielmehr zeichnet er ihn als manipulativen, einzig an Quote und Reichweite interessierten Machtmenschen, der als kühl kalkulierender Medienprofi alles für den Erfolg tut.
Immer besessener und fast wahnhaft ist er auf der Suche nach der nächsten Live-"Überführung“. Die journalistische Arbeit verkommt hier zum reinen Selbstzweck und dient der Erfüllung egoistischer, narzisstischer Ziele. Sein (auch rechtlich fragwürdiges) Verhalten ist ihm wohl bewusst, wie sich an einer der zentralen Stellen des Films ablesen lässt. Doch Hansens Credo spiegelt sich bereits im Filmtitel: Er will in die Primetime und landesweit Gesprächsthema Nummer Eins werden.
Erinnerungen an das Fernsehen der 00er-Jahre
Der 30-jährige Spielfilm-Regie-Debütant Lance Oppenheim (er inszenierte bislang erfolgreich Dokus und Musikvideos) setzt ganz auf eine stilisierte Bildsprache und schnelle Schnitte. Das passt deshalb so gut, da diese Visualität und technische Umsetzung an die Optik vieler Reality-TV-Formate und US-Infotainment-Shows jener Zeit erinnert. Einen stimmigen Kontrast bildet der körnige, dreckige Look der Überwachungs- und versteckten Kameras, die immer wieder den Bildschirm füllen. Jene visuelle Gestaltung passt wunderbar zum düsteren Tenor des Films und der pessimistischen Grundhaltung. Doch "Primetime“ hat auch Schwächen.
Einige Nebenplots sind nicht zu Ende gedacht und lassen mehr Lücken bzw. Fragen offen, als Aspekte zufriedenstellend und umfassend zu behandeln. Darunter das Privatleben Hansens und die Dynamiken innerhalb seines TV-Teams. Dazu setzt Oppenheim zu viel Vorwissen voraus. Mehr erklärende, einordnende Texteinblendungen, Kontext und Hintergrundinfos wären gut gewesen, denn nicht jeder Zuschauer ist mit den Ereignissen gleich vertraut. In den USA ist die Bekanntheit von Hansen – und dem großen Skandal, der schließlich zum Ende der Sendung führte – sehr hoch. Das kann man in anderen Teilen der Welt jedoch nicht automatisch voraussetzen.
Fazit: Aufwühlender, provokativer Medien-Thriller, der mit seiner rauen Erzählweise fasziniert und einen beängstigend guten, schlicht grandiosen Robert Pattinson in der Hauptrolle präsentiert. Schade ist, dass "Primetime“ seine Nebenhandlungen nicht sorgfältig genug ausarbeitet und die Zuschauer mit den unnahbaren Nebenfiguren auf Distanz hält.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Primetime"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Action, Krimi, Biografie
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 24.09.2026
Regie: Lance Oppenheim
Darsteller: Robert Pattinson, Merritt Wever, Anna Faris, Skyler Gisondo, Bokeem Woodbine
Kamera: David Bolen
Verleih: Leonine Distribution
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