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Ali G: Who Iz I? (2026)
Sacha Baron Cohen schickt seinen Möchtegern-Gangster Ali G nach Hollywood, wo der Versuch eines großen Comebacks gründlich danebengeht.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Ali G (Sacha Baron Cohen) hat seine besten Zeiten hinter sich. Der einstige Fernsehstar verbringt seine Tage vor allem mit Kiffen und Faulenzen. Dass seine Freundin Julie (Morgana Robinson) bereits im achten Monat schwanger ist, hat er nicht einmal bemerkt. Weil dringend Geld benötigt wird, kommt ihm ein Angebot des amerikanischen Senders HBO gerade recht. Allerdings stammt das Fax, in dem er die Einladung entdeckt, von vor über zwanzig Jahren. Ali reist trotzdem mit Julie nach Los Angeles, um seine Karriere wiederzubeleben. Dort versucht er sich als Influencer und Interviewer, eckt mit seinem Auftreten aber überall an. Besonders seine Begeisterung für die schwarze Hip-Hop-Kultur sorgt für Ärger. Bald gerät der selbst ernannte Gangster-Rapper zwischen aufgebrachte Moralwächter und politische Extremisten.
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Filmkritik
"Ali G: Who Iz I?“ – Ein Comeback, das niemand gebraucht hat
Manche Witze werden mit den Jahren besser. Andere sollte man lieber dort lassen, wo sie einmal funktioniert haben. Ali G gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Kinoauftritt holt Sacha Baron Cohen seinen selbst ernannten Gangster-Rapper aus Staines zurück auf die Leinwand. Dass die Welt inzwischen eine andere ist, hat der britische Komiker durchaus bemerkt. Nur weiß er offenbar nicht so recht, was er mit dieser Erkenntnis anfangen soll.
Dabei hat Cohen nichts von seinem Talent verloren, Menschen mit vollkommen absurden Fragen aus der Fassung zu bringen. In "Borat“ und dessen Fortsetzung war das noch eine ziemlich ergiebige Angelegenheit. Die Mischung aus inszenierter Handlung und Begegnungen mit ahnungslosen Zeitgenossen brachte nicht nur reichlich Komik hervor, sondern entlarvte gelegentlich auch erschreckende gesellschaftliche Einstellungen. In "Ali G: Who Iz I?“ versucht Cohen dasselbe Kunststück. Nur fehlt es diesmal an überraschenden Einfällen. Ali redet immer noch denselben Unsinn wie früher, hantiert mit denselben sexuellen Anzüglichkeiten und hält sich für einen besonders coolen Gangster. Das war schon vor zwanzig Jahren nicht durchgehend lustig. Heute wirkt vieles schlicht abgestanden.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirklichkeit der Satire inzwischen reichlich Konkurrenz macht. Wer verfolgt, was manche Politiker und andere öffentliche Personen ganz freiwillig von sich geben, braucht eigentlich keinen Komiker mehr, der sie ins Absurde führt. Cohen schafft es zwar weiterhin, seinen Gesprächspartnern erschreckende Aussagen und Verhaltensweisen zu entlocken. Natürlich sind die Situationen geschickt darauf angelegt, bestimmte Reaktionen hervorzurufen. Was die Betroffenen daraus machen, bleibt aber ihre eigene Verantwortung. Nur sorgt das Ergebnis häufiger für Kopfschütteln als für Gelächter. Neue Erkenntnisse sind damit ohnehin kaum verbunden.
Alte Witze, neue Empfindlichkeiten
Dabei hätte die Rückkehr von Ali G durchaus eine interessante Grundlage für bissige Satire geboten. Schließlich spielt Cohen einen Weißen, der sich Sprache, Kleidung und Gesten schwarzer Hip-Hop-Künstler angeeignet hat. Was ursprünglich vor allem eine Parodie auf jugendliche Möchtegern-Gangster war, wird heute unter dem Stichwort kulturelle Aneignung anders diskutiert. Der Film greift dieses Thema auf, entwickelt daraus aber keine erkennbare Haltung. Stattdessen werden sowohl die Empörten als auch Ali selbst zur Zielscheibe ziemlich platter Witze. Worauf Cohen eigentlich hinauswill, bleibt offen.
Immerhin gelingt ihm mit einem vollkommen überdrehten Entschuldigungsvideo ein echter Treffer. Hier steigert er die öffentliche Selbstbezichtigung derart grotesk ins Maßlose, dass für einen Moment tatsächlich der alte satirische Biss aufblitzt. Allerdings ist die Szene auch so ziemlich der einzige Höhepunkt einer ansonsten erstaunlich einfallslosen Komödie.
Denn auch die Geschichte, mit der Cohen seine einzelnen Streiche verbindet, funktioniert nicht. Anders als im vollständig inszenierten "Ali G Indahouse“ orientiert er sich diesmal am Konzept der "Borat“-Filme. Doch die ohnehin unglaubwürdige Rahmenhandlung dient lediglich dazu, von einer Nummer zur nächsten zu gelangen. Julies Schwangerschaft liefert vor allem Vorwände für Geschmacklosigkeiten, während Morgana Robinson kaum Gelegenheit bekommt, ihrer Figur eigenes Profil zu geben.
Im letzten Drittel wird es schließlich vollends albern, wenn aus der Komödie plötzlich eine Art Actionthriller werden soll. Die Wendungen sind dermaßen konstruiert, dass sich weder Spannung noch zusätzliche Komik einstellen wollen. Auch ein hektischeres Erzähltempo kann daran wenig ändern. So ziehen sich selbst die knapp anderthalb Stunden irgendwann ziemlich in die Länge.
Fazit: "Ali G: Who Iz I?“ beweist vor allem, dass nicht jede Kultfigur ein Comeback verdient. Sacha Baron Cohens Improvisationskunst blitzt gelegentlich noch auf, doch abgestandene Gags, eine unglaubwürdige Geschichte und ein missglücktes Finale machen die Rückkehr zu einer ziemlich überflüssigen Angelegenheit.
Manche Witze werden mit den Jahren besser. Andere sollte man lieber dort lassen, wo sie einmal funktioniert haben. Ali G gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Kinoauftritt holt Sacha Baron Cohen seinen selbst ernannten Gangster-Rapper aus Staines zurück auf die Leinwand. Dass die Welt inzwischen eine andere ist, hat der britische Komiker durchaus bemerkt. Nur weiß er offenbar nicht so recht, was er mit dieser Erkenntnis anfangen soll.
Dabei hat Cohen nichts von seinem Talent verloren, Menschen mit vollkommen absurden Fragen aus der Fassung zu bringen. In "Borat“ und dessen Fortsetzung war das noch eine ziemlich ergiebige Angelegenheit. Die Mischung aus inszenierter Handlung und Begegnungen mit ahnungslosen Zeitgenossen brachte nicht nur reichlich Komik hervor, sondern entlarvte gelegentlich auch erschreckende gesellschaftliche Einstellungen. In "Ali G: Who Iz I?“ versucht Cohen dasselbe Kunststück. Nur fehlt es diesmal an überraschenden Einfällen. Ali redet immer noch denselben Unsinn wie früher, hantiert mit denselben sexuellen Anzüglichkeiten und hält sich für einen besonders coolen Gangster. Das war schon vor zwanzig Jahren nicht durchgehend lustig. Heute wirkt vieles schlicht abgestanden.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirklichkeit der Satire inzwischen reichlich Konkurrenz macht. Wer verfolgt, was manche Politiker und andere öffentliche Personen ganz freiwillig von sich geben, braucht eigentlich keinen Komiker mehr, der sie ins Absurde führt. Cohen schafft es zwar weiterhin, seinen Gesprächspartnern erschreckende Aussagen und Verhaltensweisen zu entlocken. Natürlich sind die Situationen geschickt darauf angelegt, bestimmte Reaktionen hervorzurufen. Was die Betroffenen daraus machen, bleibt aber ihre eigene Verantwortung. Nur sorgt das Ergebnis häufiger für Kopfschütteln als für Gelächter. Neue Erkenntnisse sind damit ohnehin kaum verbunden.
Alte Witze, neue Empfindlichkeiten
Dabei hätte die Rückkehr von Ali G durchaus eine interessante Grundlage für bissige Satire geboten. Schließlich spielt Cohen einen Weißen, der sich Sprache, Kleidung und Gesten schwarzer Hip-Hop-Künstler angeeignet hat. Was ursprünglich vor allem eine Parodie auf jugendliche Möchtegern-Gangster war, wird heute unter dem Stichwort kulturelle Aneignung anders diskutiert. Der Film greift dieses Thema auf, entwickelt daraus aber keine erkennbare Haltung. Stattdessen werden sowohl die Empörten als auch Ali selbst zur Zielscheibe ziemlich platter Witze. Worauf Cohen eigentlich hinauswill, bleibt offen.
Immerhin gelingt ihm mit einem vollkommen überdrehten Entschuldigungsvideo ein echter Treffer. Hier steigert er die öffentliche Selbstbezichtigung derart grotesk ins Maßlose, dass für einen Moment tatsächlich der alte satirische Biss aufblitzt. Allerdings ist die Szene auch so ziemlich der einzige Höhepunkt einer ansonsten erstaunlich einfallslosen Komödie.
Denn auch die Geschichte, mit der Cohen seine einzelnen Streiche verbindet, funktioniert nicht. Anders als im vollständig inszenierten "Ali G Indahouse“ orientiert er sich diesmal am Konzept der "Borat“-Filme. Doch die ohnehin unglaubwürdige Rahmenhandlung dient lediglich dazu, von einer Nummer zur nächsten zu gelangen. Julies Schwangerschaft liefert vor allem Vorwände für Geschmacklosigkeiten, während Morgana Robinson kaum Gelegenheit bekommt, ihrer Figur eigenes Profil zu geben.
Im letzten Drittel wird es schließlich vollends albern, wenn aus der Komödie plötzlich eine Art Actionthriller werden soll. Die Wendungen sind dermaßen konstruiert, dass sich weder Spannung noch zusätzliche Komik einstellen wollen. Auch ein hektischeres Erzähltempo kann daran wenig ändern. So ziehen sich selbst die knapp anderthalb Stunden irgendwann ziemlich in die Länge.
Fazit: "Ali G: Who Iz I?“ beweist vor allem, dass nicht jede Kultfigur ein Comeback verdient. Sacha Baron Cohens Improvisationskunst blitzt gelegentlich noch auf, doch abgestandene Gags, eine unglaubwürdige Geschichte und ein missglücktes Finale machen die Rückkehr zu einer ziemlich überflüssigen Angelegenheit.
Markus Solty
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Besetzung & Crew von "Ali G: Who Iz I?"
Land: Großbritannien, USAJahr: 2026
Genre: Komödie
Kinostart: 16.10.2026
Regie: Sacha Baron Cohen
Darsteller: Sacha Baron Cohen, Morgana Robinson
Verleih: Sony Pictures
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