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Das Ding mit Federn (2026)
The Thing with Feathers
Britisches Drama über einen großen Verlust: Dylan Southern hat eine Buchvorlage des Autors Max Porter verfilmt.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nach dem Tod seiner Frau ringt ein Vater (Benedict Cumberbatch) mit dem Alltag. Zwischen der Arbeit an seiner nächsten Graphic Novel und der Fürsorge für seine zwei jungen Söhne (Richard Boxall, Henry Boxall) schiebt er die eigene Trauerarbeit beständig beiseite. Die Hilfe seines Bruders Paul (Sam Spruell) nimmt er nur widerwillig an, auf die Ratschläge seines Therapeuten hört er nicht.
Bis eines Tages eine unheimliche Krähe in seiner Wohnung auftaucht und alles durcheinanderwirbelt. Ist die symbolträchtige Kreatur nur eine Ausgeburt seiner Fantasie und der Graphic Novel, an der er gerade arbeitet, entsprungen? Oder ist das riesige Wesen eine echte Bedrohung? Langsam aber sicher beginnen die Grenzen zwischen Realität, Psyche und Metaphorik zu verschwimmen.
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Filmkritik
"Das Ding mit Federn": Rabenschwarze Trauer
Max Porter ist mit seinen literarischen Grenzgängen ein Liebling des britischen Feuilletons. Seine mehrfach preisgekrönten Werke vermischen Prosa, Lyrik und Theater und erfreuen sich auch in anderen Medien großer Beliebtheit. Sein Romandebüt "Grief Is The Thing with Feathers", das auf Deutsch unter dem Titel "Trauer ist das Ding mit Federn" erschienen ist, wurde unabhängig voneinander in Dublin, in Bochum und in München fürs Theater adaptiert.
In Dublin stand Cillian Murphy auf der Bühne, der auch in der Netflix-Produktion "Steve", einer Verfilmung von Porters drittem Roman "Shy", die Hauptrolle spielt. Eine Verfilmung seines zweiten Romans "Lanny" mit Rachel Weisz in der Hauptrolle ist gerade in Vorbereitung. Derweil kann sich das deutsche Kinopublikum schon einmal ansehen, was der Regisseur Dylan Southern aus Porters Debütroman gemacht hat.
Formal anspruchsvoll
Southern kommt aus dem Werbe- und Musikvideo-Bereich und war in den deutschen Kinos zuletzt im September 2026 mit dem Dokumentarfilm "Oasis: Don't Look Back in Anger" zu sehen, der inzwischen im Katalog von Disney+ verfügbar ist. Eine gewisse Nähe zum Musikvideo ist auch seinem jüngsten Film nicht abzusprechen, selbst wenn Southern für die Romanadaption keinen poppigen, sondern einen düsteren, raueren Look gewählt hat.
Das schmale Filmformat von 1,33 : 1 spiegelt die beklemmende Atmosphäre einer in ihrer Trauer gefangenen Familie wider. Der dem Roman entnommene Perspektivwechsel der dreiaktigen Handlung bricht die Erzählung auf. Und die die Trauer symbolisierende Krähe, die ganz bewusst nicht digital am Computer entstanden ist, sorgt für atemberaubende Gänsehaut-Momente. Über die größte Schwäche des Films kann all das aber nicht hinwegtäuschen.
Erzählerisch langatmig
"Max Porters Roman […] hat mich vom ersten Moment an begeistert", sagt Dylan Southern über die Vorlage. "Das Buch geht unverblümt und unsentimental mit den Themen Tod und Verlust um; es ist schroff, zärtlich, brutal, witzig, gütig und an manchen Stellen geradezu lächerlich." Er sei verblüfft gewesen, "wie sich diese gegensätzlichen Aspekte zu einem Gesamtbild fügten, das mir auf eine Weise Zugang zu echten menschlichen Wahrheiten verschaffte, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte", führt Southern weiter aus. Das von ihm erwähnte Unverblümte und Schroffe überträgt er brillant auf die große Leinwand – nicht zuletzt dank der preiswürdigen Leistung von Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch und dem herausragenden Design der mehr als zwei Meter großen Krähe.
Woran es dem Film mangelt, sind die Zärtlichkeit, der Witz und die Güte. Die schroffen, brutalen und düsteren Szenen überschatten die erhebenden Momente. Das größte Manko ist jedoch, dass die Handlung viel zu schleppend von der Stelle kommt. In den sich wiederholenden Kreisbewegungen des von Cumberbatch verkörperten Vaters beim Versuch, aus dem Teufelskreis der Trauer auszubrechen, kehrt schnell Langeweile ein. Und man wird das Gefühl nicht los, dass die Vorlage zu dünn war, um daraus einen abendfüllenden Spielfilm zu machen.
Fazit: Dylan Southern hat Max Porters Debütroman "Grief Is The Thing with Feathers" verfilmt. Herausgekommen ist ein formal anspruchsvoller Film, in dessen Zentrum eine beeindruckende schauspielerische Leistung von Benedict Cumberbatch und eine nicht minder beeindruckend erschaffene Kreatur stehen. Die langatmige Handlung bewegt sich allerdings nur schleppend von der Stelle.
Max Porter ist mit seinen literarischen Grenzgängen ein Liebling des britischen Feuilletons. Seine mehrfach preisgekrönten Werke vermischen Prosa, Lyrik und Theater und erfreuen sich auch in anderen Medien großer Beliebtheit. Sein Romandebüt "Grief Is The Thing with Feathers", das auf Deutsch unter dem Titel "Trauer ist das Ding mit Federn" erschienen ist, wurde unabhängig voneinander in Dublin, in Bochum und in München fürs Theater adaptiert.
In Dublin stand Cillian Murphy auf der Bühne, der auch in der Netflix-Produktion "Steve", einer Verfilmung von Porters drittem Roman "Shy", die Hauptrolle spielt. Eine Verfilmung seines zweiten Romans "Lanny" mit Rachel Weisz in der Hauptrolle ist gerade in Vorbereitung. Derweil kann sich das deutsche Kinopublikum schon einmal ansehen, was der Regisseur Dylan Southern aus Porters Debütroman gemacht hat.
Formal anspruchsvoll
Southern kommt aus dem Werbe- und Musikvideo-Bereich und war in den deutschen Kinos zuletzt im September 2026 mit dem Dokumentarfilm "Oasis: Don't Look Back in Anger" zu sehen, der inzwischen im Katalog von Disney+ verfügbar ist. Eine gewisse Nähe zum Musikvideo ist auch seinem jüngsten Film nicht abzusprechen, selbst wenn Southern für die Romanadaption keinen poppigen, sondern einen düsteren, raueren Look gewählt hat.
Das schmale Filmformat von 1,33 : 1 spiegelt die beklemmende Atmosphäre einer in ihrer Trauer gefangenen Familie wider. Der dem Roman entnommene Perspektivwechsel der dreiaktigen Handlung bricht die Erzählung auf. Und die die Trauer symbolisierende Krähe, die ganz bewusst nicht digital am Computer entstanden ist, sorgt für atemberaubende Gänsehaut-Momente. Über die größte Schwäche des Films kann all das aber nicht hinwegtäuschen.
Erzählerisch langatmig
"Max Porters Roman […] hat mich vom ersten Moment an begeistert", sagt Dylan Southern über die Vorlage. "Das Buch geht unverblümt und unsentimental mit den Themen Tod und Verlust um; es ist schroff, zärtlich, brutal, witzig, gütig und an manchen Stellen geradezu lächerlich." Er sei verblüfft gewesen, "wie sich diese gegensätzlichen Aspekte zu einem Gesamtbild fügten, das mir auf eine Weise Zugang zu echten menschlichen Wahrheiten verschaffte, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte", führt Southern weiter aus. Das von ihm erwähnte Unverblümte und Schroffe überträgt er brillant auf die große Leinwand – nicht zuletzt dank der preiswürdigen Leistung von Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch und dem herausragenden Design der mehr als zwei Meter großen Krähe.
Woran es dem Film mangelt, sind die Zärtlichkeit, der Witz und die Güte. Die schroffen, brutalen und düsteren Szenen überschatten die erhebenden Momente. Das größte Manko ist jedoch, dass die Handlung viel zu schleppend von der Stelle kommt. In den sich wiederholenden Kreisbewegungen des von Cumberbatch verkörperten Vaters beim Versuch, aus dem Teufelskreis der Trauer auszubrechen, kehrt schnell Langeweile ein. Und man wird das Gefühl nicht los, dass die Vorlage zu dünn war, um daraus einen abendfüllenden Spielfilm zu machen.
Fazit: Dylan Southern hat Max Porters Debütroman "Grief Is The Thing with Feathers" verfilmt. Herausgekommen ist ein formal anspruchsvoller Film, in dessen Zentrum eine beeindruckende schauspielerische Leistung von Benedict Cumberbatch und eine nicht minder beeindruckend erschaffene Kreatur stehen. Die langatmige Handlung bewegt sich allerdings nur schleppend von der Stelle.
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "Das Ding mit Federn"
Land: GroßbritannienJahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: The Thing with Feathers
Länge: 98 Minuten
Kinostart: 15.10.2026
Regie: Dylan Southern
Darsteller: Henry Boxall, Benedict Cumberbatch, Richard Boxall, Nandi Bhebhe, Sam Spruell
Kamera: Ben Fordesman
Verleih: Plaion Pictures






