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Godzilla Minus Zero (2026)
Fortsetzung des Monsterspektakels "Godzilla Minus One“, in der gleich zwei gigantische Kreaturen für Zerstörung sorgen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Japan, 1949. Zwei Jahre nach Godzillas vermeintlicher Vernichtung in "Godzilla Minus One“ versucht der ehemalige Kamikazepilot Kōichi Shikishima (Ryūnosuke Kamiki), mit Noriko (Minami Hamabe) und der kleinen Akiko endlich ein normales Familienleben zu führen. Doch die Ruhe ist trügerisch. Über Matsumoto taucht ein dreiköpfiges Flugmonster auf, das ganze Stadtviertel verwüstet: Ghidorah. Während Wissenschaftler um Kenji Noda (Hidetaka Yoshioka) nach einer Möglichkeit suchen, die neue Bedrohung abzuwehren, mischt sich auch die amerikanische Besatzungsmacht ein. Und dann gibt es Hinweise, dass Godzilla keineswegs tot ist. Bald steht ein Plan im Raum, der ebenso naheliegend wie gefährlich klingt: Könnte man die beiden Monster gegeneinander einsetzen?
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Filmkritik
“Godzilla Minus Zero”: Zwei Monster, zwei Filme
In "Godzilla Minus One“ gelang Takashi Yamazaki etwas, das einem bei den immer gigantischeren Ausgaben des amerikanischen Monsterkinos gelegentlich fehlt: Man interessierte sich tatsächlich für die Menschen, deren Häuser gerade plattgewalzt wurden. Die Fortsetzung will daran anknüpfen und zugleich alles größer machen. Das gelingt ihr zumindest zur Hälfte auf überwältigende Weise.
Schon Ghidorahs Angriff zeigt, was das Effektteam von SHIROGUMI inzwischen beherrscht. Das Monster bewegt sich ganz anders als der schwerfällige Godzilla, es beherrscht den Himmel, wirbelt Trümmer durch die Luft und verwandelt die Landschaft in ein einziges Chaos. Später treffen zwei Naturgewalten aufeinander, deren Kampf jedes Zucken, jede Erschütterung und jede umherfliegende Trümmerwolke spürbar macht. Die Bilder sind phänomenal, mit einer Wucht und Detailfreude, die keineswegs nur aus möglichst großen Explosionen besteht. Wenn dafür wieder ein Oscar vergeben würde, könnte man sich schwerlich beschweren.
Mindestens ebenso beeindruckend ist das Japan des Jahres 1949. Straßenzüge, Wohnungen, öffentliche Gebäude: Das Setdesign lässt eine Gesellschaft sichtbar werden, die ihre zerstörten Städte gerade erst wieder zusammensetzt. Dagegen wirkt mancher noch so teure Blockbuster wie ein Ausflug vor die Greenscreen-Tapete. Dazu kommt Naoki Satōs großartiger Score, der gemeinsam mit den vertrauten Themen von Akira Ifukube auch mal hemmungslos aufdreht. Natürlich ist das Bombast. Aber in einem Film über zwei gigantische Monster darf es ruhig ordentlich krachen.
Wenn Gefühle dreimal erklärt werden
Leider scheint Yamazaki seinen eigenen Bildern nicht immer zu trauen. Sobald die Monster verschwinden, wird aus dem Actionspektakel ein ausuferndes Nachkriegsmelodram. Dann sitzen Menschen zusammen und sprechen ausführlich über das, was wir eben noch gesehen haben. Es wird erklärt, bekräftigt und zur Sicherheit noch einmal erklärt. Die langen Dramablöcke bremsen den Film erheblich; qualitativ können sie mit den Actionszenen nicht mithalten.
Shikishima ringt erneut mit seiner Vergangenheit und der Angst, seine Familie zu verlieren. Durch Tochter Akiko erhält dieser Konflikt eine zusätzliche Ebene, aber keine wirklich neue Richtung. Noriko darf eigene Entscheidungen treffen, nur spiegeln ihre Sorgen und Widersprüche häufig die ihres Partners. Beide verlangen voneinander eine Vorsicht, die sie selbst nicht aufbringen. Die Meteorologin Aoyama (Masami Nagasawa) wiederum wirkt vor allem so, als habe man noch unbedingt eine Frau im Forschungsteam unterbringen wollen.
Mehr Gewicht besitzt eine andere gegenüber dem ersten Film neue Figur: der Biologe Murakami (Min Tanaka). Als Überlebender von Hiroshima bringt er eine unbequeme Frage ins Spiel: Was unterscheidet den Wunsch, eine Katastrophe zu verhindern, von dem Wunsch nach Vergeltung? Damit berührt "Godzilla Minus Zero“ den Kern der Reihe, der seit Ishirō Hondas "Godzilla“ von 1954 mit der Angst vor atomarer Vernichtung verbunden ist. Kann eine zerstörerische Macht eine andere besiegen, ohne dass am Ende alle verlieren? Das ist mehr als ein Vorwand, zwei Monster aufeinanderzuhetzen.
Ganz sauber ist die historische Perspektive allerdings nicht. Japan erscheint vor allem als Opfer von Krieg und Atombombe; die eigene Verantwortung für den Krieg bleibt weitgehend außen vor. Yamazaki will die Geschichte gegenüber "Minus One“ vertiefen, gerät dabei aber nicht nur politisch in eine gewisse Einseitigkeit, sondern vor allem erzählerisch ins Übermaß.
Trotzdem bleibt ein bemerkenswerter Film. Er handelt von Menschen, die nach einer Katastrophe endlich leben möchten, und beschwört die nächste mit allem herauf, was modernes Kino zu bieten hat. Diese Spannung ist faszinierend. Nur hätte man die Figuren etwas weniger reden und den Bildern etwas öfter das letzte Wort lassen sollen.
Fazit: Die Historienhandlung ist zu lang und zu dick aufgetragen, das Geschichtsbild einseitig. Aber die Monsterszenen, das sensationelle Setdesign und die Musik machen "Godzilla Minus Zero“ zum großen Kinoerlebnis. Yamazaki übertreibt gewaltig – zum Glück aber auch dort, wo es Spaß macht. Hätte er seinen Figuren weniger erklärende Dialoge zugemutet, wäre aus dem beeindruckenden Spektakel womöglich ein noch besserer Film geworden.
In "Godzilla Minus One“ gelang Takashi Yamazaki etwas, das einem bei den immer gigantischeren Ausgaben des amerikanischen Monsterkinos gelegentlich fehlt: Man interessierte sich tatsächlich für die Menschen, deren Häuser gerade plattgewalzt wurden. Die Fortsetzung will daran anknüpfen und zugleich alles größer machen. Das gelingt ihr zumindest zur Hälfte auf überwältigende Weise.
Schon Ghidorahs Angriff zeigt, was das Effektteam von SHIROGUMI inzwischen beherrscht. Das Monster bewegt sich ganz anders als der schwerfällige Godzilla, es beherrscht den Himmel, wirbelt Trümmer durch die Luft und verwandelt die Landschaft in ein einziges Chaos. Später treffen zwei Naturgewalten aufeinander, deren Kampf jedes Zucken, jede Erschütterung und jede umherfliegende Trümmerwolke spürbar macht. Die Bilder sind phänomenal, mit einer Wucht und Detailfreude, die keineswegs nur aus möglichst großen Explosionen besteht. Wenn dafür wieder ein Oscar vergeben würde, könnte man sich schwerlich beschweren.
Mindestens ebenso beeindruckend ist das Japan des Jahres 1949. Straßenzüge, Wohnungen, öffentliche Gebäude: Das Setdesign lässt eine Gesellschaft sichtbar werden, die ihre zerstörten Städte gerade erst wieder zusammensetzt. Dagegen wirkt mancher noch so teure Blockbuster wie ein Ausflug vor die Greenscreen-Tapete. Dazu kommt Naoki Satōs großartiger Score, der gemeinsam mit den vertrauten Themen von Akira Ifukube auch mal hemmungslos aufdreht. Natürlich ist das Bombast. Aber in einem Film über zwei gigantische Monster darf es ruhig ordentlich krachen.
Wenn Gefühle dreimal erklärt werden
Leider scheint Yamazaki seinen eigenen Bildern nicht immer zu trauen. Sobald die Monster verschwinden, wird aus dem Actionspektakel ein ausuferndes Nachkriegsmelodram. Dann sitzen Menschen zusammen und sprechen ausführlich über das, was wir eben noch gesehen haben. Es wird erklärt, bekräftigt und zur Sicherheit noch einmal erklärt. Die langen Dramablöcke bremsen den Film erheblich; qualitativ können sie mit den Actionszenen nicht mithalten.
Shikishima ringt erneut mit seiner Vergangenheit und der Angst, seine Familie zu verlieren. Durch Tochter Akiko erhält dieser Konflikt eine zusätzliche Ebene, aber keine wirklich neue Richtung. Noriko darf eigene Entscheidungen treffen, nur spiegeln ihre Sorgen und Widersprüche häufig die ihres Partners. Beide verlangen voneinander eine Vorsicht, die sie selbst nicht aufbringen. Die Meteorologin Aoyama (Masami Nagasawa) wiederum wirkt vor allem so, als habe man noch unbedingt eine Frau im Forschungsteam unterbringen wollen.
Mehr Gewicht besitzt eine andere gegenüber dem ersten Film neue Figur: der Biologe Murakami (Min Tanaka). Als Überlebender von Hiroshima bringt er eine unbequeme Frage ins Spiel: Was unterscheidet den Wunsch, eine Katastrophe zu verhindern, von dem Wunsch nach Vergeltung? Damit berührt "Godzilla Minus Zero“ den Kern der Reihe, der seit Ishirō Hondas "Godzilla“ von 1954 mit der Angst vor atomarer Vernichtung verbunden ist. Kann eine zerstörerische Macht eine andere besiegen, ohne dass am Ende alle verlieren? Das ist mehr als ein Vorwand, zwei Monster aufeinanderzuhetzen.
Ganz sauber ist die historische Perspektive allerdings nicht. Japan erscheint vor allem als Opfer von Krieg und Atombombe; die eigene Verantwortung für den Krieg bleibt weitgehend außen vor. Yamazaki will die Geschichte gegenüber "Minus One“ vertiefen, gerät dabei aber nicht nur politisch in eine gewisse Einseitigkeit, sondern vor allem erzählerisch ins Übermaß.
Trotzdem bleibt ein bemerkenswerter Film. Er handelt von Menschen, die nach einer Katastrophe endlich leben möchten, und beschwört die nächste mit allem herauf, was modernes Kino zu bieten hat. Diese Spannung ist faszinierend. Nur hätte man die Figuren etwas weniger reden und den Bildern etwas öfter das letzte Wort lassen sollen.
Fazit: Die Historienhandlung ist zu lang und zu dick aufgetragen, das Geschichtsbild einseitig. Aber die Monsterszenen, das sensationelle Setdesign und die Musik machen "Godzilla Minus Zero“ zum großen Kinoerlebnis. Yamazaki übertreibt gewaltig – zum Glück aber auch dort, wo es Spaß macht. Hätte er seinen Figuren weniger erklärende Dialoge zugemutet, wäre aus dem beeindruckenden Spektakel womöglich ein noch besserer Film geworden.
Markus Solty
TrailerAlle "Godzilla Minus Zero"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Godzilla Minus Zero"
Land: JapanJahr: 2026
Genre: Action, Horror, Science Fiction
Länge: 135 Minuten
Kinostart: 05.11.2026
Regie: Takashi Yamazaki
Darsteller: Minami Hamabe, Masami Nagasawa, Ryunosuke Kamiki, Jun Kunimura, Sakura Ando
Verleih: Plaion Pictures






