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Jim Queen (2025)

Französische Animationskomödie über die Krise eines schwulen Influencers.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse ??? / 5

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Jim Parfait ist der König im Fitnessstudio. Dem schwulen Influencer folgen Tausende auf Social Media. Der schmächtige Lucien, seines Zeichens Sohn der französischen Gesundheitsministerin, ist Jims größter Fan und sehnt sich danach, seinem Idol bei einer der berühmt-berüchtigten PowerboyZ-Partys in einer Großraumdisko zu begegnen. Doch dann kommt alles anders.

In Paris grassiert die Heterose, die aus schwulen Männern sukzessive heteronormative Langweiler macht. Als sich auch Jim mit dem Virus infiziert und öffentlich als "heteropositiv" geoutet wird, verliert er all seine Follower. Ausgerechnet in Lucien könnte die Grundlage für ein Heilmittel schlummern. Also begibt sich Jim an der Seite des unliebsamen Twinks auf eine Mission quer durch die queeren Communitys der Stadt.

Bildergalerie zum Film "Jim Queen"

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Jim Queen": Wer hat Angst vor Heterose?

Es beginnt unscheinbar. Von heute auf morgen geht dem Fitness-Influencer Jim Parfait einer seiner Bauchmuskeln verloren. So hart Jim auch trainiert, der Muskel kehrt nicht zurück. Der Besuch bei einer befreundeten Ärztin bringt Gewissheit: Jim leidet unter Heterose. Die neue Krankheit verbreitet sich in der schwulen Community wie ein Lauffeuer. Und die Symptome sind erschreckend: mangelndes Interesse an einem makellosen Körper, unverzeihliche modische Fehltritte, Manspreading, Interesse an Fußball, ein krankhafter Hang zur Monogamie und, wie die Ärztin weiß, "im Endstadium verlieren alle Infizierten das Interesse an anderen Männern und heterorisieren sich".

Spätestens Jims Arztbesuch, der früh in der Handlung erfolgt, gibt die Stoßrichtung vor. Dass es sich bei diesem französischen Animationsfilm um eine Komödie handelt, lässt sich bereits am Titel ablesen. "Jim Queen" ist ein Wortspiel auf die "Gym Queen", also exakt jene schwulen Männer, die extrem viel Zeit in den Muskelaufbau investieren, die der Protagonist verkörpert. Die Ausgangsidee der Heterose, die die Welt ins Gegenteil verkehrt, indem sie aus schwulen Männern heteronormative Spießer macht, weist zudem alle Merkmale der Satire auf. Oben ist unten, rechts ist links – und keiner weiß mehr, was der "Norm" entspricht.

Anspielungsreich, übertrieben und amüsant

Die Macher hinter dem Film, der seine Weltpremiere im Mai 2026 in der Sektion Midnight Screenings bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes feierte, kommen aus beiden Welten. Der Co-Regisseur Marco Nguyen und der Co-Autor Simon Balteaux sind homosexuell, der Co-Regisseur Nicolas Athané und der Co-Autor Brice Chevillard sind heterosexuell. Ziel war es, beide Welten auf den Arm zu nehmen, zugleich aber mehr mit den Menschen als über diese zu lachen. "Was wir kritisieren wollten, waren nicht die Heterosexuellen selbst, sondern die Heteronormativität: Vater, Mutter, Kinder, Haus, Auto …", erklärt Nguyen. Und Balteaux ergänzt: "Der Film macht sich ein bisschen über Heteros und enorm über Schwule lustig, denn in Wirklichkeit lache ich über mich selbst. Der Film wird zu einer Art kleinem mea culpa." Verlacht wird unter vielem anderen der übertriebene Körperkult der "Gym Queens" und die damit einhergehende Altersdiskriminierung. Und das beste Mittel dafür ist selbstredend die Übertreibung.

Das Ergebnis ist ein wilder, kunterbunter, herrlich schräger, überzogener und ausgesprochen amüsanter Ritt durch diverse schwule Subkulturen. Denn um ein Heilmittel für die Heterose zu finden, müssen sich Jim und sein unfreiwilliger Sidekick Lucien auf eine Mission begeben, die in ihrer Struktur bewusst an die aus Märchen und Fantasy bekannte Heldenreise angelehnt ist. Wie zu erwarten lernen sie dabei etwas über die Welt, in erster Linie aber viel über sich selbst – und werden zu besseren Menschen. Auf dem Weg dorthin versprüht "Jim Queen" jede Menge Witz. Besonders gelungen sind dabei all die Anspielungen und Querverweise. Denn "Jim Queen" erzählt bisweilen metaphorisch und allegorisch, wie es ist, immer noch kein Coming-out gehabt zu haben oder welche Auswirkungen HIV und Aids auf die schwule Community hatten.

Fazit: Wer Spaß an der Übertreibung hat und über sich selbst lachen kann, wird seine wahre Freude mit "Jim Queen" haben. Der in Paris spielende Animationsfilm zeigt eine verkehrte Welt und steigt dabei ebenso amüsant wie süffisant tief in die schwule Subkultur sein. Ein herrlich schräges Vergnügen!




Besetzung & Crew von "Jim Queen"

Land: Frankreich, Belgien
Jahr: 2025
Genre: Komödie, Animation, Satire
Länge: 85 Minuten
Kinostart: 24.09.2026
Verleih: Capelight Pictures



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