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Bob Trevino Likes it (2026)
Indie-Tragikomödie über eine 25-jährige, psychisch labile Frau, die Halt und Trost bei ihrer zufälligen Internet-Bekanntschaft sucht.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Die junge, einsame Lily Trevino (Barbie Ferreira) lebt in einer Kleinstadt im Norden Kentuckys und arbeitet als Betreuerin der Rollstuhlfahrerin Daphne. Streit mit ihrem entfremdeten Vater Bob ist dauerpräsent und auch sonst nimmt Lily ihr Leben als Herausforderung wahr – schließlich will sie es immer allen recht machen. Eines Tages versucht sie ihren Vater, der nach einem Streit den Kontakt abgebrochen hat, auf Facebook wieder zu finden. Dabei lernt sie zufällig einen trauernden Mann (John Leguizamo) kennen. Er heißt ebenfalls Bob Trevino und wohnt eine Stunde von Lily entfernt. Sie schreibt ihn an – und er antwortet nach anfänglichem Zögern. Wider aller Erwartungen beginnen die beiden sich anzufreunden und tauschen sich schon bald über ihre Sorgen und inneren Befindlichkeiten aus.
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Filmkritik
Eine unverhoffte Freundschaft
Filme, in denen die kritischen Aspekte und Gefahren von Social Media beleuchtet werden, gibt es viele. Oft geht es um Cyber-Angriffe Mobbing oder Abhängigkeiten, in einigen Horrorfilmen lauert gar der Tod am Ende des Chatverlaufs (siehe "Unfriend“, "Slayed“ oder "Unknown User“). In "Bob Trevino Likes You“ verändert eine Verwechslung auf Facebook das Leben zweier Menschen entscheidend – und zwar zum Positiven. Für Regisseurin Tracie Laymon ist es die Prämisse, die als Aufhänger für ihre melancholische, zu Herzen gehende Geschichte dient. Sie hat eigene Erfahrungen ins Drehbuch einfließen lassen. Der eigenwillige, sorgsam erzählte Film handelt von einer Freundschaft der etwas anderen Art.
Eine enge, vertrauensvolle Verbindung, die großartig funktioniert. Denn Altersunterschiede oder die differierende Herkunft und Sozialisierung spielen für Lily und Bob keine Rolle. Darüber hinaus ist "Bob Trevino…“ ein Film über Trauerbewältigung und Traumata. Während Lily unter der Missachtung und Egozentrik ihres Vaters leidet, der seiner Tochter noch dazu die Schuld an seinem Singledasein gibt, kämpft (der falsche) Bob mit dem Tod des Kindes. Er und seine Freundin verloren ihren todkranken Sohn, als dieser 21 Monate alt war. Seither kämpft er sich durch seinen unbewältigten Schmerz.
Herausragendes Darsteller-Duo
Der frühere Actionstar John Leguizamo ("Stirb Langsam 2“, "Carlito’s Way“) zeigt als gutherziger, aber von seelischen Wunden gezeichneter, schwermütiger Mittfünziger vielleicht die einfühlsamste Performance seiner Karriere. Durch seine intensive Darstellung werden die Entfremdung und die innere Zerrissenheit seiner Figur für die Zuschauer spürbar. Ebenso merkt man Lily (stark: "Euphoria“-Star Barbie Ferreira) das tiefe Verlangen nach Liebe und Bestätigung an. Diese väterliche Zuwendung sucht und findet sie bei Bob.
Laymon beweist ein fantastisches Gespür für Timing. Trotz der bisweilen sentimentalen Momente und schweren Themen bleibt die Inszenierung geerdet und frei von Rührseligkeiten. Hinzu kommen ein leichter, humoristischer Tonfall und eine lebensnahe Charakterzeichnung. Mit Charme und entwaffnendem Witz nimmt sie vielen emotionalen Szenen ihre Schwere. Bestes Beispiel: Lilys Therapiestunde bei einer unerfahrenen, ebenso instabilen Psychologin, bei der sich die Rollen auf tolle, augenzwinkernde Art ins Gegenteil verkehren.
Fazit: Eine zutiefst menschliche Tragikomödie mit einer sympathischen humoristischen Note, die für Leichtigkeit und Optimismus sorgt. Der Film erzählt auf angenehm nüchterne Weise und ohne künstliche Betroffenheit von der ewigen Suche nach Bestätigung und Liebe sowie der Bewältigung von tief sitzendem seelischem Schmerz.
Filme, in denen die kritischen Aspekte und Gefahren von Social Media beleuchtet werden, gibt es viele. Oft geht es um Cyber-Angriffe Mobbing oder Abhängigkeiten, in einigen Horrorfilmen lauert gar der Tod am Ende des Chatverlaufs (siehe "Unfriend“, "Slayed“ oder "Unknown User“). In "Bob Trevino Likes You“ verändert eine Verwechslung auf Facebook das Leben zweier Menschen entscheidend – und zwar zum Positiven. Für Regisseurin Tracie Laymon ist es die Prämisse, die als Aufhänger für ihre melancholische, zu Herzen gehende Geschichte dient. Sie hat eigene Erfahrungen ins Drehbuch einfließen lassen. Der eigenwillige, sorgsam erzählte Film handelt von einer Freundschaft der etwas anderen Art.
Eine enge, vertrauensvolle Verbindung, die großartig funktioniert. Denn Altersunterschiede oder die differierende Herkunft und Sozialisierung spielen für Lily und Bob keine Rolle. Darüber hinaus ist "Bob Trevino…“ ein Film über Trauerbewältigung und Traumata. Während Lily unter der Missachtung und Egozentrik ihres Vaters leidet, der seiner Tochter noch dazu die Schuld an seinem Singledasein gibt, kämpft (der falsche) Bob mit dem Tod des Kindes. Er und seine Freundin verloren ihren todkranken Sohn, als dieser 21 Monate alt war. Seither kämpft er sich durch seinen unbewältigten Schmerz.
Herausragendes Darsteller-Duo
Der frühere Actionstar John Leguizamo ("Stirb Langsam 2“, "Carlito’s Way“) zeigt als gutherziger, aber von seelischen Wunden gezeichneter, schwermütiger Mittfünziger vielleicht die einfühlsamste Performance seiner Karriere. Durch seine intensive Darstellung werden die Entfremdung und die innere Zerrissenheit seiner Figur für die Zuschauer spürbar. Ebenso merkt man Lily (stark: "Euphoria“-Star Barbie Ferreira) das tiefe Verlangen nach Liebe und Bestätigung an. Diese väterliche Zuwendung sucht und findet sie bei Bob.
Laymon beweist ein fantastisches Gespür für Timing. Trotz der bisweilen sentimentalen Momente und schweren Themen bleibt die Inszenierung geerdet und frei von Rührseligkeiten. Hinzu kommen ein leichter, humoristischer Tonfall und eine lebensnahe Charakterzeichnung. Mit Charme und entwaffnendem Witz nimmt sie vielen emotionalen Szenen ihre Schwere. Bestes Beispiel: Lilys Therapiestunde bei einer unerfahrenen, ebenso instabilen Psychologin, bei der sich die Rollen auf tolle, augenzwinkernde Art ins Gegenteil verkehren.
Fazit: Eine zutiefst menschliche Tragikomödie mit einer sympathischen humoristischen Note, die für Leichtigkeit und Optimismus sorgt. Der Film erzählt auf angenehm nüchterne Weise und ohne künstliche Betroffenheit von der ewigen Suche nach Bestätigung und Liebe sowie der Bewältigung von tief sitzendem seelischem Schmerz.
Björn Schneider
TrailerAlle "Bob Trevino Likes it"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Bob Trevino Likes it"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Drama, Komödie
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 22.10.2026
Regie: Tracie Laymon
Darsteller: Barbie Ferreira, John Leguizamo, French Stewart, Rachel Bay Jones
Verleih: Meteor Film






