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Die fast vergessene Welt
Die fast vergessene Welt
© 2009 Universal Studios. ALL RIGHTS RESERVED.

Kritik: Die fast vergessene Welt (2008)


Der schnell vergessene Blödsinn: Auch für jemanden, der fast jede noch so bescheuerte Erklärung für Zeitreisen und Saurier akzeptiert, dürfte dieser Film zur Geduldprobe werden. Denn nicht nur kann er sich nicht zwischen Parodie und ernsthafter B-Film-Dramatik entscheiden, sondern schwelgt auch noch in niedrigstem Klohumor.
"Land of the Lost" geht auf die gleichnamige 70er-TV-Serie mit schäbig-charmanten Effekten zurück, an die sich hierzulande gerade mal eine Hand voll Leute erinnern dürften. Und die Tatsache, dass die Macher versuchten, eine trashige B-Movie-Hommage mit einem Familienblockbuster auf einen Punkt zu bringen, müsste die Erfolgsaussichten dieses albernen Will Ferrell-Vehikels noch weiter schmälern.
Ferrell spielt eine weitere Version seines üblichen, unbedarften Comedycharakters - was jeden, der das schon beim zweiten Mal öde fand, abwechselnd nervt oder langweilt. So landet er als fragwürdiger Wissenschaftler Dr. Rick Marshall in einem Paralleluniversum mit Relikten aus der Neuzeit, Dinosauriern und Aliens, mittels eines an sich witzigen selbstgebasteltem LoFi-Quantensprunggeräts, das wie eine Mischung aus Ghettoblaster, Akkordeon und Kinderspielzeug aussieht. Die besser schnell zu vergessene Welt gestaltet sich optisch als krude Mischung aus teurem CGI und billigen Kostümen. Darin stolpert Ferrell mit drei fast ebenbürtig albernen Sidekicks umher – einem grabschigen Primaten, dem Südstaatenproll Will (Danny McBride) und Anna Friel als britische Ex-Studentin Holly, ein absurd eifriger Fan von Marshall. Um sich ihre Abenteuer in der Nonsensdimension anzutun, muss man zumindest ein knallharter Ferrell-Fan sein oder beispielsweise Dinosaurierurin so lustig finden können, dass man gefühlte zehn Minuten mit einem lahmen Gag zum Thema verbringen mag.
Vielleicht reicht es aber auch, sich diesen Film nicht nüchtern zu geben…Denn die nicht funktionierende Symbiose zwischen alberner Klamotte und Abenteuer wird bis zum Schluss konsequent durchgezogen. Funktionieren kann das womöglich bei männlichen Zuschauern zwischen 10 und 13, oder bei Liebhabern der zugrundelíegenden Serie. Alle anderen tun gut daran, sich diesen ebenso unbeholfenen wie unlustigen Murks zu ersparen.




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