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Jesus Christus Erlöser (2008)

Doku: Am 20. November 1971 will Klaus Kinski die "erregendste Geschichte der Menschheit" erzählen – das Leben von Jesus. Doch er kommt nicht dazu. Das Bühnenprogramm wird durch Zwischenrufe unterbrochen. 'Jesus Christus Erlöser' zeigt einen tumultartigen Abend gegenseitiger BeschimpfungenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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JESUS CHRISTUS ERLÖSER von Peter Geyer zeigt einen tumultartigen Abend gegenseitiger Beschimpfungen, das Ringen eines Schauspielers um seinen Text, ein Theater- Happening in einer autoritätskritischen Zeit und das grandiose Scheitern einer literarischen Weltverbesserungsmaßnahme.
Geyer vermittelt mithilfe aller verfügbaren Bild- und Tondokumente des Abends erstmals einen Eindruck der Live-Situation und schafft damit das Zeugnis einer Zeit und eines Ausnahmekünstlers.

Berlin, Deutschlandhalle, 20. November 1971. Auf einer leeren Bühne, einsam im Kegel der Scheinwerfer, tritt Kinski auf. Schulterlanges Haar, einfache Jeans, ein Hemd mit Blumen- und Punktmustern. Ohne Kulissen, ohne Bühneneffekte, ohne Kostüm. Er rezitiert seinen eigenen Text JESUS CHRISTUS ERLÖSER und realisiert damit ein Projekt, mit dem er sich schon über zehn Jahre beschäftigt.
Es ist die Zeit der Hippiebewegung, das Musical JESUS CHRIST SUPERSTAR von Andrew Lloyd Webber feiert gerade auch in Deutschland einen sensationellen Erfolg. Vielen ist gerade nach gewaltlosem Widerstand.
Doch der JESUS von Klaus Kinski ist kein Hippie-Happening. Es soll eine hochemotionale, ganz auf die Stimme des Schauspielers reduzierte Erzählung werden – ihr Inhalt die laut Kinski erregendste Geschichte der Menschheit: Das Leben von Jesus Christus“ als einem der „furchtlosesten, freiesten, modernsten aller Menschen, der sich lieber massakrieren lässt, als lebendig mit den anderen zu verfaulen. Um den Mann, der so wie wir alle sein will. Du und Ich.“

Klaus Kinskis Ruf in Deutschland ist der eines exzentrischen
Provokateurs. Da er seit 1962 nicht mehr mit einem Bühnenprogramm zu sehen war, ist er den Meisten nur als verschrobener Filmstar bekannt, der seine beste Zeit schon hinter sich hat. Die Theaterleiter fürchten ein blasphemisches Programm und zögern mit Ihren Engagements.
Viele glauben, Kinski identifiziere sich mit seiner Hauptfigur und möchte sich als neuer Jesus aufspielen, als Wortführer einer Jugendbewegung. Der Auftritt in der Berliner Deutschlandhalle sollte der Auftakt zu einer geplanten weltweiten Tournee sein. Man sieht als Intro die in der Stadt hängenden Plakate, das erwartungsvoll hereinströmende Publikum, die Polizisten, die den Einlass überwachen.
Als Kinski auftritt, mit leiser, intensiver Stimme den in Steckbriefform („Gesucht wird Jesus Christus“) verfassten Textbeginn rezitiert, dauert es gerade mal fünf Minuten, bis die ersten Zwischenrufe kommen.
Kinski reagiert – der Steckbriefbeschreibung „er trägt nie Uniform“ hängt er ein an den Störer gerichtetes „und hat keine große Schnauze“ an – und sorgt damit für einen ersten Tumult...

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2008
Genre: Dokumentation
Länge: 84 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 13.10.2011
Regie: Peter Geyer
Darsteller: Klaus Kinski
Verleih: Salzgeber & Co

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