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Der Knochenmann (2008)

Österreichische Thriller-Komödie - Nach "Komm, süßer Tod" und "Silentium" der dritte Film um Privatdetektiv Brenner, mit Josef Hader, Josef Bierbichler und Birgit Minichmayr in den HauptrollenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.9 / 5

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Jetzt ist schon wieder was passiert... Ein Mann namens Horvath ist verschwunden. Die letzten Leasingraten für seinen Wagen sind nicht bezahlt. Unwillig übernimmt Brenner von seinem alten Freund Berti den mickrigen Auftrag, Horvaths Leasingwagen zurückzubringen, und macht sich auf den langen Weg in die tiefste, schneebedeckte österreichische Provinz. Der führt ihn direkt zum "Löschenkohl", einer Backhendlstation von legendärem Ruf. Tausende Hühner müssen wöchentlich ihr Leben lassen, um hier, knusprig paniert, bis auf die Knochen abgenagt zu werden. Eine Knochenmehlmaschine zermahlt die Hühnerreste zu Futtermehl für die nächste Hühnergeneration. Ein kannibalischer Kreislauf des Fressens und Gefressenwerdens. Ein kurzer Blick auf den Leasingwagen ist alles, was Brenner von Horwath zu sehen bekommt. Denn gleich darauf ist das Auto so spurlos verschwunden, wie sein Besitzer. Doch Brenners detektivische Fähigkeiten sind auch anderweitig gefragt: Der Sohn des Wirtes will mit seiner Hilfe endlich herausfinden, was mit dem vielen Geld geschieht, das der alte Wirt wöchentlich aus dem Betrieb nimmt. Dabei spielt der kleine "Grenzverkehr" und ähnlich Menschliches eine wichtige Rolle. Brenner kommt dieser zusätzliche Auftrag gerade recht, ist er doch im Begriff, sich in die fesche Birgit zu verlieben, die Küchenchefin – und Frau des Junior-Chefs. Und verdreht, wie er von Birgit ist, lässt ihn sein Kopf beinahe im Stich. Dass sich ein Menschenknochen unter die Hühnerknochen mischt, bemerkt Brenner fast zu spät. Während im Saal der Backhendlstation der Maskenball tobt und das ganze Dorf, von Masken geschützt, so richtig die Sau raus lässt, wird im Keller geliebt und gemordet. Und einmal mehr erweist sich Berti als Brenners Schutzengel...

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Filmkritik

Autor Wolf Haas veröffentlicht seit 1996 mehrfach ausgezeichnete Krimis rund um den lakonischen Privatdetektiv Brenner. Zwei dieser Krimis, "Komm, süßer Tod" und "Silentium" wurden bereits mit Kabarettist Josef Hader in der Hauptrolle inszeniert von Regisseur Wolfgang Murnberger in die Kinos gebracht. "Der Knochenmann ist nun also das dritte Gemeinschaftsprojekt des Trios, das auch für das Script verantwortlich zeichnet. Auf den diesjährigen, 59., Berliner Filmfestspielen wurde "Der Knochenmann" im Rahmen der Sektion "Panorama Special" gezeigt - fraglos einer der besten Filme im diesjährigen, ohnehin recht guten, Berlinale-Programm.

Die dicht gepackte Story rund um Erpressung, Mord, Kannibalismus und Transsexualität, angesiedelt in der nur scheinbar friedlichen österreichischen Provinz, wird von Murnberger geradlinig und schnell inszeniert, ist aber so vollgestopft mit absurden und unerwarteten Wendungen, dass man mehr als einmal auf eine falsche Fährte geraten kann. Die trocken schwarzhumorigen Dialoge werden dabei von einer erstklassigen Darstellerriege vorgetragen - neben Josef Hader sind Josef Bierbichler und die, gerade mit dem silbernen Bären für "Alle anderen" ausgezeichnete, Birgit Minichmayr in weiteren Hauptrollen zu sehen. Schnitt und Kamera schließlich sorgen dafür, dass der rund zweistündige Film nicht langatmig gerät.

Fazit: Empfehlenswerter Austria-Thriller mit guten Darstellern, klasse Story und fiesem schwarzen Humor.




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Land: Österreich
Jahr: 2008
Genre: Thriller, Komödie
Länge: 120 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 19.02.2009
Regie: Wolfgang Murnberger
Darsteller: Josef Bierbichler, Josef Hader, Simon Schwarz
Verleih: Majestic Filmverleih GmbH

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