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Der Knochenmann
Der Knochenmann
© Majestic Filmverleih

Kritik: Der Knochenmann (2008)


Autor Wolf Haas veröffentlicht seit 1996 mehrfach ausgezeichnete Krimis rund um den lakonischen Privatdetektiv Brenner. Zwei dieser Krimis, "Komm, süßer Tod" und "Silentium" wurden bereits mit Kabarettist Josef Hader in der Hauptrolle inszeniert von Regisseur Wolfgang Murnberger in die Kinos gebracht. "Der Knochenmann ist nun also das dritte Gemeinschaftsprojekt des Trios, das auch für das Script verantwortlich zeichnet. Auf den diesjährigen, 59., Berliner Filmfestspielen wurde "Der Knochenmann" im Rahmen der Sektion "Panorama Special" gezeigt - fraglos einer der besten Filme im diesjährigen, ohnehin recht guten, Berlinale-Programm.

Die dicht gepackte Story rund um Erpressung, Mord, Kannibalismus und Transsexualität, angesiedelt in der nur scheinbar friedlichen österreichischen Provinz, wird von Murnberger geradlinig und schnell inszeniert, ist aber so vollgestopft mit absurden und unerwarteten Wendungen, dass man mehr als einmal auf eine falsche Fährte geraten kann. Die trocken schwarzhumorigen Dialoge werden dabei von einer erstklassigen Darstellerriege vorgetragen - neben Josef Hader sind Josef Bierbichler und die, gerade mit dem silbernen Bären für "Alle anderen" ausgezeichnete, Birgit Minichmayr in weiteren Hauptrollen zu sehen. Schnitt und Kamera schließlich sorgen dafür, dass der rund zweistündige Film nicht langatmig gerät.

Fazit: Empfehlenswerter Austria-Thriller mit guten Darstellern, klasse Story und fiesem schwarzen Humor.





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