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Kritik: Goofy Film (1995)


Jetzt hat der ewige Verlierer Goofy nach 63jähriger Karriere mal endlich eine eigene Hauptrolle und dann spielt er doch wieder die zweite Geige - wegen seines Sohnes Max. Der hat es ziemlich schwer in der Schule - kein Wunder bei diesem Vater - und ist unsterblich in Roxanne verliebt. Während der begnadete Tänzer Max in den Ferien unbedingt zum Konzert von Power Line möchte, zwingt Vater Goofy ihn zum gemeinsamen Campingurlaub. In der Auseinandersetzung mit dem Vorzeit-Monster Bigfoot (aus anderen Disney-Filmen), Wasserfällen und dem intriganten Kollegen Pete (gespielt von Kater Karlo) kommen sich Vater und Sohn näher. Beide sehen ihre Fehler ein und machen sich auf zum Power Line-Konzert.
Es ist schon deutlich zu hören, daß es hier um eine richtige Geschichte mit ausgearbeiteten Charakteren geht, und nicht um das bekannte, hektische Goofy-Chaos. Auf dem Höhepunkt des Dramas gibt es ein klärendes Gespräch und auch sonst bietet "Der Goofy Film" trotz einiger Sentimentalitäten einen Glücksfall in Sachen Kinderfilm. Der Sohn von heute ist mit einem sympathischen Trottel als Vater gesegnet. Ganz unamerikanisch sagt Max seine Meinung und nimmt sich als gleichwertiger Partner Ernst. Eine erfreuliche Gegenpropaganda zu dem üblich streng-autoritären "Yes, Sir!" der USA. Gleichzeitig ist der vernünftige Kinderfilm top-modisch für die Generation nach Take That: Power Line gibt ein Michael Jackson-Imitat und der Slang ist auch nicht von Gestern. Der Film ist hervorragend gezeichnet, bietet originelle "Kameraeinstellungen" und Disney betreibt mit den alten, bekannten Figuren nette Eigenwerbung.




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