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Fear - Wenn Liebe Angst macht
Fear - Wenn Liebe Angst macht

Kritik: Fear - Wenn Liebe Angst macht (1999)


Fear erinnert spontan an eine "Verhängnisvolle Affäre", in der die Charaktere um ein paar Jahre verjüngt wurden, und - oh Wunder - die Geschichte dadurch nicht unbedingt schlechter geworden ist.
Die 17jährige Nicole ist gerade zum ersten Mal selbständig in einen Minirock geschlüpft, als Sie sich auch schon Hals über Kopf in "tu-nicht-gut"-Mark Wahlberg (Artist formerly known as Marky Mark) verknallt.
Dreh und Angelpunkt des Films ist die Tatsache, daß gerade in den durch extreme Freizügigkeit geprägten Neunzigern, in denen Kinder die Instinkte ihrer Eltern als Zeichen von Senilität und Verbohrtheit ansehen, das Verhalten von Nicole's Vater (William Petersen) sie tiefer und tiefer in die Arme des kleinen Psychopaten treibt. Witherspoon, deren große, unschuldige Augen ihr die Ausstrahlung einer "Lolita" verpassen, gibt die Zerbrechlichkeit all dieser verwöhnten Mittelklasse-Mädchen gekonnt wieder. Mädchen, die ihre vermeintliche Unabhängigkeit ausleben, indem sie dem nächsten gefährlich dreinschauenden jungen Ganoven um den Hals fallen. Wahlberg paßt perfekt in diese Schublade. Er spielt (bemerkenswerterweise) seine Rolle sehr glaubhaft; er durchgeht dermaßen schnell eine Wandlung vom kleinen "coolen" Schlitzohr zum verschlagenen Psychopaten, daß er schon fast "witzig" wirkt.
Regisseur James Foley bringt geschickt die sexuellen Spannungen zwischen Vater, Tochter und unberechenbaren Schurken auf die Leinwand - leider hat er mit dem (unvermeidlich) grellen Schluß weniger Glück. Dieser wird absolut unglaubwürdig präsentiert und ist wahrscheinlich das einzige Manko des ansonsten exzellenten Thrillers.





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