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Der Glöckner von Notre Dame (1996)

The Hunchback of Notre-Dame

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Paris im 15. Jahrhundert. Die Kathedrale von Notre Dame ist das Wahrzeichen der Stadt, ihre Glocken sind überall zu hören. In ihren Türmen lebt der kleine, bucklige Glöckner Quasimodo. Sein Herr, der mächtige Richter Claude Frollo, hält ihn dort gefangen. Doch die Vögel, die sich auf dem Turm eingenistet haben, und die aufgeweckten Gargoyles, die drei plappernden Steinfiguren Hugo, Victor und Laverne, sind seine Freunde. Als Quasimodo trotz Verbot das große Fest auf dem Marktplatz vor der Kathedrale besucht, wird er wegen seines Aussehens mit Tomaten und Eiern beworfen. Doch die schöne Zigeunerin Esmeralda hilft Quasimodo und befreit ihn aus der mißlichen Lage. Dafür wird sie nun von Frollo verfolgt. Phoebus, der Captain der Garde, soll das Mädchen ergreifen. Der junge Soldat hat sich aber wie Quasimodo in Esmeralda verliebt ...

Filmkritik

Dieser Film wird die Literaturgeschichte ändern!
Alle nachfolgenden Generationen lernen Victor und Hugo als zwei lustige Steinfiguren der Kathedrale von Notre Dame kennen. Ihren buckligen Freund Quasimodo beraten und unterstützen sie in schwierigen Lebenslagen. Aber nur er (und das Kinopublikum) sieht, wie quicklebendig sie sein können. Der Autor Victor Hugo ist dann zwar vergessen, aber sein 1831 erschienener Roman bleibt dank des 34. abendfüllenden Zeichentrickfilms von Disney unsterblich. Die Autoren und Zeichner erzählen die tragische Geschichte von Quasimodo mit viel Schwung und ausgeprägten Figuren nach. Der grausame Richter Frollo läßt in seinem einzigen Anfall von Menschlichkeit das mißgestaltete Zigeunerkind Quasimodo in den Glockentürmen von Notre Dame aufwachsen. Nach Jahren der Abgeschlossenheit treibt es den jungen Mann ins wilde Leben von Paris. Die Begegnung mit den Menschen ist schrecklich, nur die Tänzerin Esmeralda sieht in Quasimodos reines Herz. So wird das Versteck des Buckligen zum Asyl für die verfolgte Tänzerin und später auch für den heldenhaften Capitaine der Garde, Phoebus.
Besonders viel Mühe verwandten die Animateure von Disney diesmal auf die historischen und architektonischen Hintergründe. Zwar surft Quasimodo auch mal über die kolossale Abenteuerlandschaft der Dächer von Notre Dame, doch ein kräftiger Hauch von verstaubten Mantel-und-Degen-Filmen gehört wohl zu diesem Stoff - auch wenn er nicht jedermanns Sache ist. Die bunten Figuren und vielen witzigen Einfälle sorgen dagegen für helle Freude. Von Demi Moore bekam Esmeralda nicht nur die Stimme: Die Tänzerin strippt zwar nicht, aber man fragt sich doch, wann der erste Disney Zeichentrick herauskommt, der nicht mehr jugendfrei sein wird. Ute Lemper singt übrigens die deutschen Lieder der Esmeralda. Als Moral wurde Fremdenfreundlichkeit und Toleranz auf die vielen bunten Fähnchen geschrieben. In den USA durfte der Film nicht einfach "Hunchback" (Buckliger) heißen, die entsprechenden Legionen der political correctness verhinderten dies. Vier Eimer Farbe (von fünf möglichen).




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Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Animation
Länge: 86 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 28.11.1996
Regie: Gary Trousdale, Kirk Wise
Darsteller: Jason Alexander, Tom Hulce, Mary Kay Bergman
Verleih: Buena Vista

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