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Harriet die kleine Detektivin
Harriet die kleine Detektivin
© United International Pictures

Harriet die kleine Detektivin (1996)

Harriet the Spy

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Harriet M. Welsch ist eine ausgeklügelte Spionin. Die furchtlose Schülerin der sechsten Klasse kontrolliert täglich - natürlich in entsprechender Spionin-Verkleidung - ihre selbstgewählte Route; dabei beobachtet sie alles und jeden - jede Beobachtung und jedes Detail hält sie akribisch in ihrem geheimen Notizbuch schriftlich fest. Harriet ist fest entschlossen, eine berühmte Schriftstellerin zu werden, wenn sie einmal erwachsen ist.Golly, mütterliche Freundin und Ratgeberin zugleich, unterstützt sie bei ihrem Vorhaben; wichtig für ihre zukünftige Karriere sei es, sagt Golly, jetzt schon alles schriftlich festzuhalten, was sie interessiert - und Harriet interessiert sich einfach für alles und jeden! Harriet hat ihr Notizbuch mit sehr privaten (und zum Teil erfundenen) Geschichten vollgekritzelt - Geschichten von den Nachbarn, den Klassenkameraden, sie schreibt sogar Intimes über ihre besten Freunde: Janie und Sport.
Eines Tages gerät Harriets Tagebuch in die Hände ihrer Klassenkameraden, die den erstaunlichen Inhalt laut vorlesen... und danach wird Harriets Leben völlig durcheinandergewirbelt. Ihre Klassenkameraden gründen einen "Anti Spionage Club", um ihrem Treiben ein Ende zu bereiten - sogar ihre besten Freunde Janie und Sport mischen mit und stellen sich gegen sie. Wie geht es nun weiter? Hat sie ihre Freunde für immer verloren? Harriet ist völlig verzweifelt. Aber schließlich bittet sie ihre Klasse ganz offen um Entschuldigung. In Zukunft wird sie nun "offiziell" für die Schulzeitung schreiben und darf wieder davon träumen, eine berühmte Schriftstellerin zu werden...

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Filmkritik

In ihrem schmierigen gelben Regenmantel könnte Harriet die Tochter von Kalle Blomquist, dem Meisterdetektiv, sein: Sie notiert alles, was ihr unter die Augen kommt, kennt die Geheimnisse der Nachbarschaft und alle kleinen Eigentümlichkeiten der Mitschüler. Die Welt von Harriet scheint mit lauter netten, harmlosen Filmkindern bevölkert. Alle sind durch die Kamera und in ihren Eigenschaften etwas überzeichnet, nicht nur die Streberin Mariane mit dem gestärkten Spitzenkragen und der mächtig eingebildeten Nase. Auch die Erwachsenen machen Spaß: Da ist der Katzenliebhaber Birdland mit seinen wunderbaren Vogelbauern oder das eigenwillige Kindermädchen Golly (Rosie O'Donnell), das Harriet zu einem starken, selbständigen Mädchen aufzog.
Doch zu der Trennung von Golly kommt eine andere Katastrophe. Die Mitschüler klauen Harriets Notizbuch und sind über die versammelten Wahrheiten keineswegs erfreut. Ehemalige Feinde und Freunde vereinigen sich zu einer gemeinen Front, das Leben wird zur bösen Falle und die Eltern verstehen überhaupt nichts. Harriet muß lernen, muß eine Entscheidung treffen, die nicht so banal ist wie im Kinderfilm oft üblich. Mit Gollys Hilfe erfährt Harriet Abstufungen von Wahrheit und Lüge.

"Harriet, die kleine Detektivin" - ein Film für Kinder ab 6 Jahren - fällt vor allem durch die Machart auf. Sequenzen wie vom Videoclip und die zeitweise sehr schräge, schnelle Kamera verweisen auf den Hausstil von Nickelodeon. Aus losen Szenen und verspielten Impressionen erwächst sehr langsam die dann doch konventionelle Handlung. Der amerikanische Filmproduzent Paramount Picture und der internationale Kindersender Nickelodeon sind beide Töchter des Viacom-Konzerns! So entstand der erste Nickelodeon-Kinofilm. Und so langsam entwickelt sich eine Vorstellung davon, wie sich ein Sender ganz ohne Werbung doch lohnen kann.




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Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Kinderfilm
Länge: 100 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 13.02.1997
Regie: Bronwen Hughes
Darsteller: Rosie O'Donnell, Gregory Smith, Michelle Trachtenberg
Verleih: United International Pictures

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