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Ridicule (1997)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Versailles 1780. Der Hof Ludwigs XVI. und sein Labyrinth von Vorzimmern. Hier spinnen die Inhaber der Macht ihre Intrigen umeinander. Und um hunderte von Ohnmächtigen, die nur ihre Hoffnung haben
Die Macht ist das Manna der Minister und Höflinge des Königs. Die Hoffnung ist die flüchtige Nahrung der Hilfesuchenden.Versailles ist die Quelle der Verschwendung: Regimenter und Flotten, Rangabzeichen und Vergünstigungen, Posten und die persönlichen Pensionen entspringen und verschwinden hier. Bei Hofe ist die Zahl der zu vergebenden Vergünstigungen klein, verglichen mit der Zahl der Vielen, die sie suchen. So führen Nachfrage und Angebot zu einer Art von Börse, an der, bei Maklern, denen Geld und Güter selbstverständlich sind, die Kurse in Kabalen, Witz und Eleganz notieren.

RIDICULE, der Rachen der Lächerlichkeit, verschlingt nicht selten ganze Familien, die ihr letztes, karges Gut an dieser Börse blitzender Brutalität zu Markte tragen müssen, und oft als armseliges Abbild affektierter Aristokraten im Abgrund schadenfroher Anekdoten enden. Die geistig weniger begabten Granden sichern ihre Position in den Salons, indem sie die Karrieren geistig reger Kandidaten protegieren.

So kann belebende Intelligenz zu schwindelnd schnellen Aufstieg führen, doch jederzeit auch über eine Falle in den freien Fall, wenn es gelingt, den allzu weit Vorangekommenen der stets latenten Lächerlichkeit preiszugeben.

RIDICULE zeigt die Karriere eines Künstlers des Esprits. Grégoire Ponceludon de Malavoy, Abkömmling einer alten Landadelsfamilie, deren einstiger Wohlstand ein Opfer der Sümpfe ihrer Ländereien wurde, kommt an den Hof, um Hilfe für sein Ingenieursprojekt zu finden, das diese Sümpfe trockenlegen
soll. Sich seiner selbst bewußt, gewandt und geistreich, hat er nur ein erhebliches Problem: Die Überzeugung, daß er seinen Mitmenschen verpflichtet ist. Und dazu kommt noch, daß er sich verliebt. Die Liebe, wie man weiß, verleiht Flügel, vor allem aber ist sie ein Gefühl, und wo Esprit regiert,
sind Emotionen.

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In Ridicule geht es um ein Spiel - ein Spiel um Macht, Einfluß, Prestige, das mit den Mitteln des Wortwitzes und der Schlagfertigkeit ausgetragen wird. Schauplatz ist der Hof von Versailles im Jahr 1780, wenige Jahre vor der Revolution. Dargestellt wird eine abgeschlossene höfische Welt, die sich selbst überlebt hat und in ihren letzten perversen Zügen liegt. Kameramann Thierry Arbogast, der [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Frankreich
Jahr: 1997
Genre: Drama
Länge: 102 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 03.04.1997
Regie: Patrice Leconte
Darsteller: Judith Godrèche, Charles Berling, Jean Rochefort
Verleih: TiMe




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