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Kritik: Requiem für eine romantische Frau (1999)


Sie lieben und sie prügeln sich: Spätestens seit Nina Grosses "Feuerreiter" liegen literarische Kostümfilme aus deutschen Landen im Trend. Nun legt Dagmar Knöpfel einen Film über die liaison scandaleuse zwischen dem 30jährigen Dichter Clemens Brentano und der erst 17jährigen Auguste Bußmann vor.

Fast zehn Jahre beschäftigte sich die Regisseurin mit dem Thema – das Ergebnis ist eine nur 1,5 Millionen Mark teure Liebesgeschichte ohne Happy End, die höchstens durch Igor Luthers sehenswerte Kameraarbeit Kinoformat erreicht. Sylvester Groth und Janina Sachau verkörpern ein durch eine ungesunde Haßliebe miteinander verbundenes Paar, das dem Zuschauer im Verlauf des Films jedoch zunehmend auf die Nerven geht und das Werk schließlich auf ein cineastisches "Thema mit Variationen" reduziert: ein Film ohne Sympathiefiguren, der das Mißverhältnis zwischen Lust und Intellekt aus feministischer Perspektive thematisieren will, sich aber selber nur als Kopfgeburt erweist.




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