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The Replacement Killers - Die Ersatzkiller
The Replacement Killers - Die Ersatzkiller

Kritik: The Replacement Killers - Die Ersatzkiller (1998)


Über die Probleme, ersetzbar zu sein Um es gleich vorweg zu nehmen: "The Replacement Killers" wird für mehrmaligen Wiedererkennungswert sorgen. An wenigen Stellen wird man darüber schmunzeln, manchmal kann man sich darüber ärgern, größtenteils sollte man den Film trotz und gerade wegen des "Schon einmal gesehen"-Effekts schnellstens vergessen. Dabei wirbt für den Regieerstling des Videoclipspezialisten Antoine Fuqua ein Produzent mit seinem Namen, der noch vor einem Jahr geltende Maßstäbe des Action-Kinos fulminant und virtuos aus dem Rahmen sprengte. John Woo ("Im Körper des Feindes") ist einer der Männer im Hintergrund und bleibt leider auch dort. Denn im Vordergrund steht eine Geschichte, die eigentlich keine zwei kurzen Sätze wert ist. Auftragskiller John Lee (Chow Yun-Fat) weigert sich den Cop Stan Zedkov (Michael Rooker) zu killen. Namenlose Ersatzkiller (Til Schweiger und Danny Trejo) sollen daraufhin nun Stan und John killen. Klar, daß die Killerei irgendetwas mit Familien- und sonstigen Ehren zu hat. Klar, daß der Killer im Killerstreik plötzlich eine tatkräftige Frau (Mira Sorvino) an seiner Seite haben wird. Und ebenso klar, daß die Killerversuche nicht immer bei ersten Mal von Erfolg gekrönt sind, denn sonst wäre die Killerorgie im Kino ja schon nach zehn Minuten zu Ende gewesen, was zwar niemanden stören würde, außer daß die Kamikazekiller wahrscheinlich nie das Licht der Leinwand erblickt hätten. Und das wäre dann doch schade gewesen, besonders für unseren allseits geliebten Til Schweiger, der als einer der Ersatzkiller sein Debüt in Hollywood begehen durfte. Man kann es kaum glauben, aber nicht einmal der Karrieresprung unseres bewegten Landsmannes wird für "The Replacement Killers" zur Existenzberechtigung, wo wir noch nicht mal seiner süßen, nuschelnden Stimme lauschen dürfen, denn komischerweise hielt das Drehbuch für ihn nicht eine Dialogzeile bereit. So schmunzelt man und freut sich, daß ein Deutscher von der Lindenstraße seinen zumindest wortlosen Weg nach Amerika angetreten hat. Man verfällt in Ärger, weil sich mal wieder ein Action-Film durch Überfluß ohne Zwischentöne selbst überflüssig gemacht. Und glücklicherweise gibt es keinen vernünftigen Grund, den Streifen vor dem Vergessen zu bewahren, denn man hat alles schon einmal gesehen, besser, bombastischer und sicherlich weniger bemüht und breitgetreten.





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