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Kritik: Ort der Wahrheit (1997)


Kiefer Sutherlands Regiedebüt ist ein wenig originelles Road-Movie ohne besondere Stärken - "Ort der Wahrheit" ist Durchschnittsware: Ein Häuflein krimineller Verlierer befindet sich auf der Flucht, nimmt zwei Geiseln und nervt das Kinopublikum im Verlauf des Geschehens mit seiner konsequenten, von brutalen Gewalteruptionen unterbrochenen Planlosigkeit - alles schon mal dagewesen.
Unübersehbar sind gewisse Ähnlichkeiten: Da erinnert eine Folterszene an "True Romance", spontan-brutale Tötungsdelikte kennt man aus "Pulp Fiction" und der Geiselgeschichte aus "Kalifornia". "Ort der Wahrheit" mündet schließlich in einen sauber choreographierten Showdown, bei dem - soviel ist klar - einige der Delinquenten ihr Leben lassen werden.

Die größten Defizite des Films sind seine uninteressanten Protagonisten und die hanebüchene Story. So bezieht "Ort der Wahrheit" seine Spannung vor allem daraus, daß jede Situation, so harmlos sie auf den ersten Blick erscheinen mag, von einem Augenblick zum nächsten in einen blutigen Gewaltausbruch münden kann.

Positiv sind zwei Gastauftritte zu vermerken: Rod Steiger und Martin Sheen verkörpern - besser gesagt: parodieren - mit offensichtlicher Übertreibung einen Mafioso und einen Profikiller, können den Film mit ihren kurzen Einlagen aber nicht zu retten.

Bonnie und Clyde wären enttäuscht gewesen.





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