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Kritik: Double Team (1997)


Der Kampf der Gladiatoren:

Das kolossale Finale: Inmitten antiker Kulisse stehen sich zwei Männer gegenüber: Jack (Jean-Claude van Damme) und Stavros (Mickey Rourke), muskulös, unerbittlich, mit versteinerten Gesichtszügen. Der Boden der Arena ist gespickt mit Minen. Jeder unbedachte Schritt kann den Tod bedeuten. Doch keiner der beiden wird alleine antreten, denn die richtige Verstärkung, Teamwork ist alles. Auf der einen Seite giert eine ungebändigte Bestie nach Blut, auf der anderen Seite wartet ein motorisierter Basketballspieler (Dennis Rodman) auf seinen Einsatz.

Doch keine Angst: Die neuen Waffen des Action-Films sind neuerdings nicht etwa nur kleine Raubkätzchen und gekonnte Detonationskorbleger. Trotz dieser kleinen Variationen bleibt auch in "Double Team" alles beim Alten. Es wird einiges in die Luft gesprengt, bleierne Kugeln zischen den Helden um die Ohren, bleiben in den Bösen stecken. Und auch Fußtritte in Gesichtspartien und Bauchgruben sorgen für blaue Flecken und Magenkrämpfe. Selbst die geheimsten Geheimagenten können sich diesen Gefahren nicht immer entziehen. Doch was nimmt man nicht alles in Kauf, um den geliebten Nachwuchs und die geschätzte Frau vor dem Verderben zu bewahren.

So ist er nun mal, unser Jean-Claude van Damme alias Geheimagent Jack Quinn. In seinem neusten Selbstdarstellungstrip wächst er mal wieder über sich hinaus. Mal wieder! Wie immer ist eine simpel gestrickte Geschichte nur der Vorwand, das Überbrückungskabel von einer Zündschnur zur nächsten. Wie immer bleiben Frau und Kind die einzige Motivation, gar Rechtfertigung für den Einsatz von Körper- und Waffengewalt. Und wie immer braucht man einen richtig bösen, hinterhältigen, bestialischen Schurken, um das Gemetzel auf die leinwandkompatible Länge von 93 Minuten zu strecken. Zugegeben, man hat sich auch dieses Mal wieder einige Mühe gegeben, den Untergang eines belgischen "Charakterdarstellers" zu verlangsamen, nicht zuletzt mit Hilfe zweier weiterer zugkräftiger Namen. Doch auch ein NBA-Star und eine vergessene Hollywoodgröße werden nicht davon ablenken können, daß in diesem Jahr schon ganz andere Action-Maßstäbe gesetzt wurden ("Im Körper des Feindes") und die Lizenz zum Töten nun einmal einem Herren im Auftrag seiner Majestät gehört.





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