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Kritik: Senseless (1998)


Eigentlich hätte "Senseless" eine hervorragende Komödie werden können - in Wirklichkeit aber kämpfen hier zwei grundverschiedene Filme um die Vorherrschaft.

Film Nummer eins ist Slapstick pur: eine überdrehte Darbietung voller Situationskomik, bei der sich Hauptdarsteller Marlon Wayans wie ein schwarz angemalter Jim Carrey auf der Leinwand verrenkt, damit das einfach strukturierte Publikum etwas zu lachen hat. Wenn Wayans alias Darryl Witherspoon mit seinem eigenen Körper kämpft, dann ist das "physical comedy" im wahrsten Sinne des Wortes.

Film Nummer zwei ist eine sozialkritische Komödie über die Schwierigkeiten eines armen Unterdogs im amerikanischen College-System, eine Satire mit entlarvenden Figuren, die dem Zuschauer durchaus Identifikationsmöglichkeiten bieten. Hier besticht vor allem Matthew Lillard ("Scream") als Darryls piercing-süchtiger Zimmergenosse Tim.

Beide Filme haben sicherlich ihre Berechtigung und auch ihr Publikum, zusammen aber ergeben sie eine inkonsistente Mixtur. Penelope Spheeris ("Wayne's World") schlägt zu unterschiedliche Töne an, als daß man den Charakteren, allen voran der Hauptfigur, wirklich trauen könnte: Kaum hat man sich mit Darryl identifiziert, benimmt der sich wieder so dämlich, daß man diese Entscheidung umgehend bereut. Und das macht letztlich den ganzen Film - Nomen est Omen - zu einem eher sinnlosen Unterfangen.





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