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Kritik: Freunde (2000)


Der deutsche Film hat es nicht leicht dieses Jahr. Keine Zuschauer und keine Qualität, meist beides gleichzeitig. "Freunde", der Abschlussfilm des Berliner Filmhochschulstudenten Martin Eigler nimmt sich da nicht aus. Seine zweifellos guten Ansätze verenden auf halber Laufzeit in einem unübersichtlichen Genre-Chaos.

Dabei fängt das Freundschaftsmoritat vielversprechend an. Eigler wirft einen lebensnahen Blick auf das deutsch-türkische Großstadtmilieu, die Figuren aus Fleisch und Blut überzeugen, auch der Doku-Look passt: ein stimmiger, professioneller und vor allem einfacher Einstieg.

Doch dann wird’s kompliziert. Profilneurotisch entlädt Eigler sein Können, indem er zahlreiche Nebenhandlungsstränge einbaut - und die bestechen mit ihrer Überflüssigkeit. Dabei wäre die Vielfalt einzeln genommen durchaus reizvoll: Noir-Ambiente, urbaner Krimi, schmerzende Freundschaftstragödie und so fort.

Gute schauspielerische Leistungen und ein von heimischen Dilettantismus befreites Gesamtergebnis lassen hoffen. Zumal trotz dem uneinheitlichen, am eigenen Anspruch scheiternden Plot Atmosphäre und Dramatik auf Talent schließen lassen, das beim nächsten Versuch überwiegen könnte. Wie bei einigen weiteren deutschen Produktionen der letzten Zeit.






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