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Kritik: Ich Du Sie - Darlenes Männer (2000)


Da hat Regisseur Andrucha Waddington einen netten Versuch hingelegt, den typischen Machismo der brasilianischen Männer in einer Komödie zu verarbeiten. Nur leider hat er dabei vergessen, dass es nicht ausreicht, einfach nur eine starke Frau in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, sondern ihr Tun sollte schon einigermaßen sympathisch sein. Da Darlene aber alles andere macht, als einfach nur den Machsimo der Männer gegen diese auszuspielen, scheitert das Unterfangen ziemlich kläglich. Darlene ist nämlich das, was man ein egoistisches Schwein nennen könnte. Ihr geht es nur darum zur Erlangung des eigenen Vorteils um Macht auszuüben. Und da soll jetzt bitte keiner einwenden, das genau darin der Trick bestünde, den Männern ihr eigenes Verhalten als Spiegel vor die Nase zu halten. Bei solchem moralischem Gedankentum ist man ganz schnell wieder beim biblischen Auge um Auge, Zahn um Zahn angelangt. Mit solchen Sprüchen wurden schon Kriege angefangen.

Wie man auf niveauvolle Art und Weise mit viel Humor die überhebliche Männerwelt karikieren kann, hat letztes Jahr der ebenfalls brasilianische Film „Bossa Nova“ vorgemacht. Ein Werk, das auf geschickte Art und Weise die Schwächen seiner jeweiligen Charaktere auslotete und so zu gelungen Gags kam, die hinter die Fassade schauten. Davon ist „Ich Du Sie – Darlenes Männer“ weit entfernt. In seinem propagierten Egoismus spiegelt sich seine Oberflächlichkeit wieder wie in einem frisch gebonerten Boden.






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