VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Ayurveda (2000)


Die westliche Schulmedizin hat sich mit zunehmender Reife immer arroganter gegenüber alternativen Heilmethoden verhalten. Mit einem allein seligmachenden Allmachtsanspruch verteidigt sie ihre Vormachtstellung, ohne immer nur das Wohl des Patienten im Blick zu haben. "Ayurveda" bietet vor diesem Hintergrund einen hoch interessanten Einblick in die, wie es heißt, älteste kontinuierlich praktizierte Naturheilkunst, nämlich das titelgebende Ayurveda. Ausgesprochen beeindruckende Bild- und Interviewdokumente aus einer für die meisten von uns völlig fremden Welt der ganzheitlichen Krankheitsbehandlung hat Regisseur Pan Nalin mitgebracht. Man merkt dem Film die akribische Recherche sowie die Tatsache an, dass Nalin selbst als Kind die Praktizierung von Ayurveda miterlebt hat. Das beeindruckende Material reicht von dem Wiederauffinden der als verschollen gegoltenen "Schlamm-Diagnose" über historische Schriften auf Palmenblättern bis zu Erkenntnissen über die Energiepunkte des Körpers. Dabei begnügt sich Palin nicht, einfach nur darzustellen, sondern durch die vom Film nahegelegte Interpretation dieser Heilkunde als eine wissenschaftliche Methode, stellt er sie in einen Zusammenhang mit der uns bekannten Schulmedizin. Wir haben noch viel zu lernen, scheint "Ayurveda" uns zuzurufen, ohne jedoch den Zeigefinger des Überlegenen zu erheben. Palin geht es nicht um einen Kampf der Medizinen, sondern vielmehr um ein weltoffeneres Bewusstsein bei allen Beteiligten.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.