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Honolulu (2000)

Ein Episodenfilm der besonderen Art: Sieben deutsche Regisseure, darunter Vanessa Jopp und Florian Gallenberger, erzählen Geschichten unterschiedlicher Qualität aus dem Leben junger Leute innerhalb von 24 Stunden...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Warten, bis der Bus kommt. Samstagmorgen, sieben Uhr: Frauen, so weit die Gedanken reichen. Jedenfalls die Gedanken von Pattex und Horst, die nach einem Punkkonzert übernächtigt im Niemandsland zwischen Stadt und Land mit endlosen Six-Packs Dosenbier gestrandet sind und hier auf den Bus warten. Und weil sie ziemlich lange warten, bleibt ihnen genug Zeit, um in einsilbigen Gesprächen um die Welt der Frauen zu kreisen und dabei dem Sinn des Lebens gefährlich nahe zu kommen.

Filmkritik

Sieben junge deutsche Regisseure und noch mehr junge aufstrebende deutsche Schauspieler finden sich zusammen und drehen einen Film. Darunter solch illustre Namen wie Florian Gallenberger, immerhin Oscar-Preisträger oder Vanessa Jopp, die 1999 mit ihrem Abschlussfilm der Münchner Filmhochschule „Vergiss Amerika“ einen beachtlichen Erfolg hatte. Als Schauspieler sind Julia Hummer, Steffen Wink, Anna Thalbach und sogar Eva Hassmann dabei. Daneben unbekanntere Schauspieler wie Daniel Brühl (der in Jopps netter Episode glänzen kann) oder Alexandra Maria Lara, die eine hervorragend zickige Tochter aus reichem Hause glaubhaft vermittelt.

Honolulus Geschichten sind melancholisch und witzig. Manchmal sogar etwas tiefgründig im Ganzen aber immer sehr sympathisch. Immerhin kann sich der Zuschauer so seine Lieblingsgeschichte oder -schauspieler aussuchen und dann glücklich nach Hause gehen. Ob man es nun ironisch mag oder auf ein offenes Ende steht, „Honolulu“ zeigt die ganze Palette auf. Dass da das eine oder andere nicht ganz so rund ist und manches ein bisschen aus dem Rahmen fällt, gehört dann wohl dazu.

Lose werden die einzelnen Episoden verknüpft, doch dieser flüchtige Charakter wirkt dauerhaft eher störend und bemüht. Denn mitunter sind die Geschichten schlicht zu unterschiedlich - nicht nur in der Stimmung sondern auch in ihrer technischen Umsetzung - um sich so einreihen zu lassen. Das ist wohl auch das Problem des Films:
Jeder wird ins Kino gehen, um sich eine Talentschau des jungen deutschen Films anzusehen. Niemand wird in diesen Film gehen um sich einfach nur einen guten Film anzusehen.





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Land: Deutschland
Jahr: 2000
Genre: Episodenfilm
Länge: 91 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 19.07.2001
Regie: Florian Gallenberger, Vanessa Jopp, Saskia Jell, Uschi Ferstl, Matthias Lehmann
Darsteller: Jochen Nickel, Eva Hassmann, Mina Tander
Verleih: Odeon

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