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Kritik: Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte (2001)


Ein Plakat, das wie ein Bastei-Lübbe-Groschenroman gestaltet ist, kündigt den Film an. Nicht ohne Grund, wie der geneigte Kinobesucher feststellen muss, schließlich wird in der Westfalenkomödie eine der Figuren mit dem ununterbrochenen Lesen von Arztromanen bestraft, weil es kein medizinisches Lehrbuch aufzutreiben gibt.

Weil dergestaltiger Humor sich reibeisenartig die Kehle herunterrieselnd verbreitet, ist der Film als leckere Beilage zum Alltag der deutschen Zuschauer nur wenig geeignet. Hier muss kräftig durchgekaut werden, um an die versteckten Humorreste zu gelangen. Wer sich die Mühe macht, wird zwar ein bisschen Genuss bekommen, aber letztlich feststellen, dass dies beim Lesen eines wirklichen Groschenromans auch gelingen kann, gibt man sich nur genügend Mühe. Insofern kann ich mich einer lobenden Erwähnung oder gar Herausstellung der wenigen positiven Aspekte von "Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte" nur verweigern. Statt dessen muss eher festgehalten werden, dass die einzelnen Elemente des Filmes wie krude Brocken nebeneinander stehen, ohne eine Einheit zu bilden. Auch radikale Szenen, wie das brutale Einsperren des Protagonisten in einen kleinen Hühnerstall sind nur Auswüchse einer verletzten Seele. Thematische Tiefe erzeugen sie nicht, weil sie sich einer erzählerischen Verständigung verweigern. Grobe Kost für grobe Herzen sozusagen. Aber das brauch man nun wirklich nicht.





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