Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Und wenn sie nicht gestorben sind ... Die Kinder von Golzow Teil 1 und 2 (2006)

Seit 45 Jahren füllen die Kinder von Golzow ihr eigenes Kapitel der internationalen Geschichtedes Dokumentarfilms. 2006 manifestiert sich die Filmreihe als unschlagbarer Rekordhalterin der Kategorie: Älteste Chronik der FilmgeschichteUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Seit 45 Jahren füllen die Kinder von Golzow ihr eigenes Kapitel der internationalen Geschichte des Dokumentarfilms. 2006 manifestiert sich die Filmreihe als unschlagbarer Rekordhalter in der Kategorie: Älteste Chronik der Filmgeschichte, bereits 1985 attestiert im Guinness-Buch der Rekorde. Der Regisseur, der die Kinder von Golzow seit ihrer Einschulung durch die Wechselfälle des Lebens begleitet, beging 2005 seinen 70. Geburtstag. Doch zum Feiern blieb kaum Zeit, gemeinsam mit seiner Frau Barbara saß Winfried Junge wieder am Schneidetisch für weitere fünf Golzow-Portraits: Und wenn sie nicht gestorben sind... Die Kinder von Golzow – Das Ende der unendlichen Geschichte.
Als die Kinder von Golzow 1954/55 geboren werden, ist ihre Heimat im Oderbruch eine verlassene Gegend. Auch zehn Jahre nach Kriegsende sind die Spuren des mörderischen Grauens noch nicht ganz verschwunden, hinzukommen die Verwüstungen, die eine Oderflut 1947 hinterlässt. Not und Hoffnungslosigkeit sind lange Jahre in der Umgebung von Golzow ebenso zu Hause wie Marieluise, Dieter, Jürgen, Willy, Elke und Brigitte. Als sie 1961 in die Schule kommen, hat auch im Osten der DDR ein zaghafter Aufschwung begonnen und mit Einführung der zehnklassigen Oberschule wird das Bildungssystem reformiert. Also plant der Ideengeber dieses Projekts, Karl Gass: "Das wird das Portrait einer in einer sozialistischen Gesellschaft aufwachsenden Generation: Schule, Lehrer, Lehre, Studium, Beruf, Partnerwahl, Kinder..."Zunächst war mit dem VEB DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme vereinbart, die zehn Schuljahre der Kinder von Golzow filmisch zu begleiten und wenn dieses Langzeitprojekt erfolgreich wäre, es vielleicht solang fortzusetzen, bis die Kinder von Golzow selbst Nachwuchs bekommen. Inzwischen sind einige der Kinder von damals Großeltern, sie haben historische Veränderungen in Deutschland erlebt und zu einem Teil ihrer Biografien gemacht.
Ihr Heimatdorf liegt nicht mehr am Rand des Warschauer Pakts, sondern – seit der Osterweiterung der EU - mitten in Europa. Die Geschichten der Kinder von Golzow sind also mehr als sehr persönliche Portraits. Sie sind zeitgeschichtliche Dokumente, an denen sich epochale Ereignisse Europas nachvollziehen lassen und die biografisch aufzeigen, welche Flexibilität von Menschen dieser Generation gefordert wird, um nicht an der Vergangenheit zu zerbrechen und die Zukunft meistern zu können. Die unmittelbare Nähe zum wirklichen Leben ist vielleicht einer der Gründe, warum Lebensläufe 1995 von der Deutschen Kinemathek in die Liste der 100 wichtigsten deutschsprachigen Filme aller Zeiten aufgenommen wird. 2006 – während der 56. Internationalen Filmfestspiele Berlin – werden fünf neue Golzow- Biografien in einem über vier Stunden langen Filmepos Premiere feiern. Wir lernen Jürgen näher kennen, Maler-Kollege und Freund jenes Jürgen, mit dem 1994 die Einzelportraits begannen. Auch Ilona kommt wieder vor – zuletzt gesehen in Lebensläufe 1980. Christian, vom Regisseur "eine Wiederentdeckung" genannt, und schließlich ein Namensvetter des Regisseurs, Winfried, der es aus der Golzower Sandkiste bis zum Diplom-Ingenieur geschafft hat.
"Der neue Golzower" wird einen hochaktuellen Blick auf unser Land werfen – zuletzt wurde 2005 gedreht, um die Lebensläufe auf den letzten Stand zu bringen. Die Kamera wandert mit den Jahren immer weiter von Golzow weg. Gemeinsam mit den Protagonisten erschließt sie die Welt, folgt schon 1987 Dieter in "Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet", von der Startbahn West bei Frankfurt am Main bis nach Libyen. Für Neuigkeiten aus Golzow kehrt der Regisseur mit Kameramann Harald Klix nach Golzow zurück und trifft dort Jürgen. Christian wird in Berlin besucht – wo bereits in früheren Portraits Aufnahmen entstanden. Petra lebt inzwischen in Mecklenburg, Ilona in Frankfurt/Oder, und Winfried ist in Augsburg angelandet.

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2006
Kinostart: 23.03.2006
Regie: Barbara Junge, Winfried Junge
Verleih: Progress Film




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.