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Seaview (2007)

Doku über Asylbewerber aus aller Welt, die in einem ehemaligen Ferienlager nördlich von Dublin oft jahrelang auf ihren Bescheid wartenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Wenn man Dublin in nördlicher Richtung verlässt, gelangt man nach einer Stunde zu einer merkwürdigen Ansammlung grauer Zementhäuser; die Türen sind bunt gestrichen, und am nahen Meer verrosten alte Jahrmarktsattraktionen: Mosney wurde 1948 als Ferienlager eröffnet, in dem irische Familien ihrem Alltag entfliehen und sich erholen konnten.

Wenn man Mosney heute besucht, findet man eine völlig andere Welt vor, die allerdings noch immer mit dem Thema Entkommen zu tun hat:
Der ehemalige Ferienort dient heute als Aufnahmelager für Asylbewerber aus der ganzen Welt. Hier warten Asylanten oft jahrelang auf den Bescheid über ihren Asylantrag. Wie reagieren diese vertriebenen, traumatisierten Menschen auf die neue, fremde Umgebung? Und wie wirkt sich das lange Festgehaltensein an diesem Ort auf ihre Hoffnungen und Pläne, auf ihre psychische Gesundheit aus?
Das tägliche Leben in diesem globalen Dorf ist von der ständig drohenden Abschiebung überschattet – niemand weiß, was der nächste Augenblick bringen wird. Ist dies wirklich die richtige Einrichtung, um einen Heilungsprozess in Gang zu bringen, oder werden hier nur neue Traumata verursacht? Und wie beeinflusst diese Form der ’Gastlichkeit’ das Lagerpersonal, von dem ein großer Teil hier schon seit vierzig Jahren arbeitet?

Die Filmemacher haben drei Jahre lang in Mosney gelebt und das Vertrauen der Bewohner gewonnen, die ihnen ihre Lebensgeschichten erzählt haben.
Langjährige Angestellte führen uns durch das Lager, durch riesige, verlassene Küchen und entlang verwahrloster Einzäunungen.
Der erste Eindruck von den Asylanten wird uns durch die Bilder der Überwachungskameras vermittelt. Die Identität dieser Menschen ist unklar
– wer sind diese schweigenden Personen, die über das Gelände wandern?
Den Filmemachern gelingen persönliche Gespräche, in denen die tragischen Dimensionen in den Einzelschicksalen der Asylanten ebenso thematisiert werden wie Alltäglichkeiten des Lagerlebens. Menschen aus dem Kongo, aus Kurdistan, Somalia, Sri Lanka berichten, wie sie gezwungen wurden, alles aufzugeben, wie sie ihre Heimat verlassen mussten, um in ein Land zu reisen, in dem sie niemanden kennen. Und wir erfahren mehr über ihr traumatisches Warten – über die Angst, die sich in diesem bizarren Niemandsland entwickelt.

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Irland
Jahr: 2007
Genre: Dokumentation
Länge: 82 Minuten
Kinostart: 29.01.2009
Regie: Paul Rowley, Nicky Gogan
Verleih: Freunde der deutschen Kinemathek

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