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Amarcord (1973)

Wiederaufführung von Federico Fellinis Drama "Amacord", das 1974 den "Oscar" als "Bester fremdsprachiger Film" erhielt. Eine subjektive Rückschau auf Fellinis Heimat Rimini im faschistischen Italien der dreißiger Jahre, überbordend von Einfällen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Fellini erinnert sich an seine Jugendzeit in Rimini und zeichnet eine von einfachen Menschen, Käuzen und Originalen belebte Provinzlandschaft, wobei er auch psychische und politische Bedingtheiten der dreißiger Jahre einbezieht. Der Film ist kein objektiver Bericht, sondern ein durch Erinnerungen verändertes und verwandeltes Zeitbild, in dem der Satiriker Fellini seiner Phantasie und Vorliebe fürs Groteske freien Lauf lässt - eine bildmächtige Schau des vielfältigen, abgrundtief hässlichen wie unendlich schönen Lebens.

Filmkritik

Mit einer Wideraufführung kommt einer der Klassiker der Filmgeschichte in den deutschen Kinos zu neuen Ehren. Fellini zelebriert in dieser autobiographisch geprägten Jugenderinnerung erneut seinen bekannten Stilwillen. Da existiert Opulentes neben pittoreskem Kleinstadttreiben und dem eher harmlosen Auftreten der italienischen Faschisten.

Der Träumer Fellini hat weder die Absicht, noch wäre er vermutlich dazu in der Lage, einen nüchternen Geschichtsfilm abzuliefern. Es geht ihm vielmehr um den Hauch der Nostalgie, der ,,Amacord" umweht und fest im Griff hat. Episodisch stellt er verschiedene Charaktere in den Vordergrund, um über die einzelnen Erlebnisse ein Gesamtbild einer zusammen geträumten Vergangenheit zu schaffen. Politisches spielt dabei eigentlich nur eine Rolle als hintergrundbildendes Element. Statt dessen stehen die häufig verschrobenen Gestalten der Provinz im Vordergrund.

Zusammen mit Nino Rotas wunderbarer, mal ausladender, mal fein untermalender Musik erschafft Fellini ein ebenso gewaltiges wie auch in weiten Teilen groteskes Zeitbild. Mit dieser Hommage an seine Jugendzeit gelang ihm ein heimeliges Werk von zeitloser Schönheit, das auch heute noch zurecht seinen Platz auf der Leinwand verdient hat. Dank der Wideraufführung hat man nun auch wieder die Gelegenheit es dort zu genießen.





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Land: Italien, Frankreich
Jahr: 1973
Genre: Drama
Länge: 127 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 20.06.2002
Regie: Federico Fellini
Darsteller: Giuseppe Ianigro, Maria Antonietta Beluzzi, Pupella Maggio
Verleih: Alamode Film

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