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Kritik: Amarcord (1973)


Mit einer Wideraufführung kommt einer der Klassiker der Filmgeschichte in den deutschen Kinos zu neuen Ehren. Fellini zelebriert in dieser autobiographisch geprägten Jugenderinnerung erneut seinen bekannten Stilwillen. Da existiert Opulentes neben pittoreskem Kleinstadttreiben und dem eher harmlosen Auftreten der italienischen Faschisten.

Der Träumer Fellini hat weder die Absicht, noch wäre er vermutlich dazu in der Lage, einen nüchternen Geschichtsfilm abzuliefern. Es geht ihm vielmehr um den Hauch der Nostalgie, der ,,Amacord" umweht und fest im Griff hat. Episodisch stellt er verschiedene Charaktere in den Vordergrund, um über die einzelnen Erlebnisse ein Gesamtbild einer zusammen geträumten Vergangenheit zu schaffen. Politisches spielt dabei eigentlich nur eine Rolle als hintergrundbildendes Element. Statt dessen stehen die häufig verschrobenen Gestalten der Provinz im Vordergrund.

Zusammen mit Nino Rotas wunderbarer, mal ausladender, mal fein untermalender Musik erschafft Fellini ein ebenso gewaltiges wie auch in weiten Teilen groteskes Zeitbild. Mit dieser Hommage an seine Jugendzeit gelang ihm ein heimeliges Werk von zeitloser Schönheit, das auch heute noch zurecht seinen Platz auf der Leinwand verdient hat. Dank der Wideraufführung hat man nun auch wieder die Gelegenheit es dort zu genießen.





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