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Kritik: Traumpaare - Duets (2000)


Einen amüsanten Einblick in die exotische Welt der Karaoke-Bars gewährt TV-Regisseur Bruce Paltrow in seinem Kinozweitling, in dem er seiner wesentlich bekannteren Tochter Gwyneth nur eine Nebenrolle zuweist. Die originelle Idee, sich dem ungewöhnlichen Milieu zu nähern, führt Paltrow mit drei sich am Ende vereinigenden Episoden fort, in denen jeweils zwei Personen ihr misslungenes Leben zurücklassen, um Tapetenwechsel und Neuanfang zu begegnen.

Statt mit Kitsch und amerikanischer Volksmusik zu quälen, erntet Paltrow die durchaus reifen Früchte qualitativer Hits und emotionaler Schicksale, von denen das an "Falling Down" bzw. "Nix zu verlieren" erinnernde schwarzweiße Duo Todd und Reggie die sowohl hinreißendste, komischste, als auch nahegehenste Episode darstellt. Unter zynischen Gesichtspunkten kann man den anderen beiden Handlungssträngen unterstellen, nur die Laufzeit auf Spielfilmlänge zu strecken.

Doch gerade die schauspielerisch interessante Besetzung und souveräne Gesangsdarbietungen können auch diese Parts unterhaltsam gestalten. Die in Komik und Dramatik austarierte Handlung straft alle Vermutungen Lügen, dass aus dem scheinbar ungeeigneten Thema Karaoke keine überraschend gelungene Komödie entstehen könnte. Und immer wenn die nicht allzu perfekte Handlung pausiert, verkürzen die musikalischen Beilagen eventuelle Längen.






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