Ryan Reynolds hat mit einem einzigen Telefonanruf eine der größten Szenen seines neuen Films "Mayday" gerettet. Als die Genehmigung für eine aufwendige Parade-Szene kurzfristig zurückgezogen wurde, wandte sich der 49-Jährige direkt an den Bürgermeister von Budapest. In der Actionkomödie, die während des Kalten Krieges in den 1980er-Jahren spielt, spielt Reynolds einen amerikanischen Piloten, der in Russland abgeschossen wird. Eine der größten Szenen sollte auf dem Heldenplatz in Budapest gedreht werden, der dabei als Moskauer Roter Platz dient. Geplant waren rund 1.000 Statisten, 1.000 Crewmitglieder, ein Dutzend sowjetischer Panzer und ein eigens gebautes nukleares Raketenstartfahrzeug.
Nach der überraschenden Absage griff Reynolds zum Telefon. Bei den Regisseuren John Francis Daley und Jonathan Goldstein stieß sein Einsatz auf Zustimmung. Über die Bekanntheit des Schauspielers sagte Goldstein gegenüber "The Hollywood Reporter": "Jeder nimmt seinen Anruf entgegen". Reynolds reagierte mit Humor auf die Situation. Er sagte: "Einer der obszönen Luxusvorteile und widerlichen Nebeneffekte von Ruhm ist, dass man Leute ans Telefon bekommt, die man sonst niemals erreichen würde". Solange er diesen Vorteil für einen guten Zweck nutzen könne, wolle er ihn einsetzen. Der Anruf hatte Erfolg: Die Entscheidung wurde revidiert, sodass die aufwendige Szene doch noch wie geplant gedreht werden konnte.
Seit Jahren arbeiten Daley und Goldstein als Regie-Duo. Sie sind überzeugt, dass sie deshalb besonders gut vorbereitet sein müssen. Weil beide gegenüber Schauspielern und Crew eine gemeinsame Linie vertreten müssen, können sie sich am Set weniger spontane Meinungsverschiedenheiten erlauben als ein einzelner Regisseur. Beim Schreiben achten die beiden stark auf natürliche Sprache. "Während des Schreibens haben wir sogar schon die Stimmen von Ryan und Kenneth im Kopf", erklärte Daley. Die Vorbereitung müsse sehr detailliert sein, damit beide Regisseure später die gleichen Vorstellungen vermitteln können.
Reynolds und sein Co-Star Sir Kenneth Branagh waren von dieser Arbeitsweise beeindruckt. Reynolds hob hervor, dass die Filmemacher eine vollständige Erzählung und eine sehr klare Vorstellung von der Geschichte entwickelt hätten. Branagh bezeichnete ihre Vorbereitung als "vorbildlich". Zugleich blieben sie offen für neue Ideen, ohne ihre grundlegende Vision aus den Augen zu verlieren.
Zudem führte der "Deadpool"-Darsteller bei "Mayday" so viele Stunts wie möglich selbst aus. Bei einem Kameratest ließ sich Reynolds sogar den Arm anzünden. Goldstein beschrieb dies als besonders surrealen Moment. "Wir stehen da, während sein Arm brennt", erzählte der Regisseur. Für den tatsächlichen Dreh erteilten die Versicherer jedoch keine Zustimmung zu diesem Stunt. Daher musste diese Szene mit visuellen Effekten realisiert werden.
Als Nächstes arbeiten Daley und Goldstein an einem Drehbuch für einen neuen "Star Trek"-Film, bei dem sie auch Regie führen möchten. Das Projekt soll deutlich düsterer ausfallen als ihre bisherigen Arbeiten. "Wir beschäftigen uns in diesem Film gewissermaßen mit Themen wie Korruption", erklärte Daley. Dennoch möchten die Filmemacher nicht mit der grundsätzlich optimistischen Idee des Franchise brechen. Goldstein betonte, dass die Vision einer utopischen Zukunft von Gene Roddenberry erhalten bleiben solle. Allerdings könnten einige Institutionen innerhalb von "Star Trek" möglicherweise weniger integer sein, als es zunächst scheint.
Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.

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