Helen Mirren hat nach eigener Aussage grundsätzlich Hemmungen, wenn sie eine reale Person verkörpern soll. Für die Rolle der renommierten Autorin Patricia Highsmith in dem Film "Ein Talent fürs Morden" nahm die 81-jährige Schauspielerin diese Aufgabe dennoch an. Sie habe gewusst, dass sie sich damit auf "verlorenem Posten" befinde. In dem Werk von Regisseur Anton Corbijn spielt Mirren die renommierte Autorin. Erzählt wird vom letzten Versuch des New Yorker Verlegers Edward Ridgeway, Highsmith dazu zu bewegen, einen weiteren Teil ihrer äußerst erfolgreichen "Ripley"-Reihe zu schreiben.
Obwohl Mirren die Rolle unbedingt übernehmen wollte, sagte sie gegenüber "Deadline", dass sie grundsätzlich Bedenken habe, reale Menschen darzustellen. "Ich sage immer, dass man bei der Darstellung einer realen Person von vornherein auf verlorenem Posten ist, weil man niemals vollständig überzeugen kann. Im besten Fall erreicht man vielleicht 75 Prozent dessen, wie die reale Person tatsächlich war", erklärte die Film-Ikone. Aus diesem Grund habe sie viele Jahre lang keine historischen Persönlichkeiten gespielt, sofern diese nicht schon so lange tot gewesen seien, dass niemand mehr genau wisse, wie sie gesprochen oder sich bewegt hätten.
Als Beispiele nannte Mirren Elizabeth I. und Katharina die Große. Bei Personen, die der Öffentlichkeit noch gut bekannt seien, habe man ihrer Ansicht nach grundsätzlich schlechte Karten. Die Recherche für die Rolle sei für Mirren zusätzlich dadurch erschwert worden, dass von Patricia Highsmith, die 1995 starb, nur wenig Bildmaterial existiere. "Patricia Highsmith war gegen Ende ihres Lebens sehr zurückgezogen und abgeschottet. Genau das ist auch ein Teil unserer Geschichte", schilderte die Schauspielerin.
Highsmith habe sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, weshalb es insbesondere aus ihren späteren Lebensjahren, auf die sich der Film konzentriert, nur wenige Filmaufnahmen gebe. Entsprechend habe es für Mirren kaum Material gegeben, das sie für die Vorbereitung auf die Rolle hätte heranziehen können. "Ein Talent fürs Morden" feierte beim Toronto International Film Festival Premiere und soll am 23. Oktober breiter veröffentlicht werden.
Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.

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