George MacKay hat sich bewusst gegen einen Blick auf Ang Lees Verfilmung von "Sinn und Sinnlichkeit" entschieden. Der 34 Jahre alte Schauspieler spielt Edward Ferrars in der neuen Adaption von Jane Austens Roman, die Georgia Oakley inszeniert. Vor seiner Rolle wollte er die Version aus dem Jahr 1995 nicht sehen, in der Emma Thompson und Kate Winslet die Hauptrollen übernahmen. Er habe sich keinen "Druck" machen wollen.
Beim Gespräch mit "The Hollywood Reporter" bei der Weltpremiere des Films am Dienstag (15. September) in London sagte MacKay: "Ich wusste, dass der Film gewissermaßen im Raum stand und von großer Bedeutung war, aber ich habe mich bewusst dagegen entschieden, ihn anzusehen, damit ich genau das nicht tue – mir selbst Druck zu machen."
Stattdessen habe er eine eigene Interpretation entwickeln wollen. Als Orientierung diente ihm das Drehbuch von Diana Reid. Dadurch sei der Druck am Ende nicht allzu groß gewesen, so der "1917"-Darsteller. An "Sinn und Sinnlichkeit" hätten ihn besonders die "ritterlichen" Eigenschaften der Figuren Edward und Elinor Dashwood angesprochen. Elinor wird von Daisy Edgar-Jones verkörpert. "Es ist sehr schwierig, Geschichten zu erzählen, deren Figuren ihre Gefühle verbergen. Und es ist nicht gerade eine besonders auffällige Eigenschaft, wenn man ständig andere über sich selbst stellt", erklärte er. "Es ist ritterlich, aber schwer zu vermitteln." Austen gelinge es jedoch, diese Haltung bei Elinor besonders schön darzustellen. In Oakleys Film bekomme auch Edward die Möglichkeit, einen Teil dieser Eigenschaft zu verkörpern.
Oakley erklärte, dass sich ihr Film unter anderem durch den Altersunterschied zwischen den Dashwood-Schwestern von Lees Adaption unterscheide. Die 38 Jahre alte Regisseurin sagte: "In Wirklichkeit liegen sie altersmäßig viel näher beieinander. Deshalb wollte ich, glaube ich, einer bestimmten Art von Dynamik zwischen Schwestern auf den Grund gehen." Auch die visuelle Gestaltung und die Drehorte seien deutlich anders.
Oakley erklärte zudem, sie habe Austens Roman erneut verfilmen wollen, weil dessen Themen bis heute "zeitgemäß" seien. Für junge Frauen gebe es weiterhin einen Konflikt zwischen den Erwartungen, die ihnen die Gesellschaft vermittle, und dem, was sie tatsächlich vom Leben erwarten könnten. "Wir leben immer noch in einer Welt, in der die Regeln von Männern für Männer gemacht wurden. Und in dieser Hinsicht ist es meiner Meinung nach eine wirklich zeitlose Geschichte, sodass es sich nach einem guten Zeitpunkt anfühlte, sie erneut zu adaptieren", erläuterte sie.
Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.

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