oder
Sylvester Stallone blickt mit großer Skepsis auf die...genz.
Sylvester Stallone blickt mit großer Skepsis auf die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz.
© BANG Media International

Sylvester Stallone: "Wir werden vollständig übernommen werden"

Sylvester Stallone warnt vor KI: Der "Rocky"-Star fürchtet Einsamkeit und "mechanische Liebesbeziehungen".

Sylvester Stallone blickt mit großer Skepsis auf die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz. Der 80-jährige Schauspieler, der als Star von "Rocky" und der Serie "Tulsa King" bekannt ist, befürchtet, dass eine immer stärkere Abhängigkeit von Technologie zukünftige Generationen unselbstständiger und einsamer machen könnte.

Auf die Frage des Magazins "Sunday Times", ob er eine dystopische Zukunft für möglich halte, in der KI die Menschen beherrscht, antwortete Sylvester Stallone eindeutig: "Ja, wir werden vollständig übernommen werden." Seine Sorge: Je einfacher Technologie den Alltag macht, desto weniger müssen Menschen selbst leisten. Als Beispiel nannte er autonom fahrende Taxis und malte scherzhaft, aber durchaus ernst gemeint, ein extremes Zukunftsszenario aus. "Bald werden wir überhaupt keine Beine mehr haben", sagte Stallone. Menschen würden sich irgendwann nur noch von Maschinen transportieren lassen, während ihre körperlichen Fähigkeiten zunehmend verkümmerten.

Noch größere Sorgen bereitet dem Star von "Tulsa King" die mögliche gesellschaftliche Isolation. Stallone glaubt, dass Einsamkeit durch KI und digitale Technologien weiter zunehmen könnte. "Einsamkeit ist die schlimmste Krankheit", erklärte er. "Denn sie legt alles lahm." Besonders bei Männern sieht er eine problematische Entwicklung: Früher hätten Sport, körperliche Arbeit und gemeinschaftlich ausgeübte Berufe vielen Männern ein Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt. Heute würden dagegen immer mehr Menschen allein vor Bildschirmen sitzen. Durch künstliche Intelligenz könnte sich diese Entwicklung seiner Meinung nach noch verstärken. Stallone rechnet sogar damit, dass Menschen zunehmend künstliche Partner erschaffen. "Ihr werdet mechanische Liebesbeziehungen haben", sagte er.

Die Technologie bewege sich damit in eine Richtung, über deren Folgen sich die Gesellschaft bislang kaum Gedanken mache. Dabei zog der Schauspieler auch einen Vergleich mit George Orwells dystopischem Roman "1984". Das Buch habe seine Generation noch als Warnung vor einer möglichen Zukunft gelesen. Heute komme ihm manches davon bereits wie Realität vor. "Was würde George Orwell heute schreiben?", fragte Stallone. Er könne sich kaum vorstellen, welche Entwicklungen der Schriftsteller angesichts der heutigen technologischen Möglichkeiten vorhersagen würde.

Die zunehmende Isolation sieht Stallone allerdings nicht allein als Folge von KI. Auch Veränderungen in der Arbeitswelt hätten traditionelle Gemeinschaften aufgelöst. Männer hätten sich nach seiner Erfahrung häufig stark über ihren Beruf und die damit verbundene Kameradschaft definiert. Als Beispiel nannte er Stahlarbeiter, die früher Tag für Tag gemeinsam arbeiteten, körperliche Anstrengungen teilten und anschließend miteinander etwas trinken gingen. "Es war nicht einfach nur ein Job, sondern man gehörte zu einem Team", erklärte Stallone.

Wenn solche Arbeitsplätze verschwinden, gehe häufig auch diese Gemeinschaft verloren. Wer anschließend beispielsweise allein als Lastwagenfahrer arbeite, habe diese unmittelbare soziale Struktur nicht mehr. Für Stallone steht deshalb vor allem eine Frage im Mittelpunkt: "Wo ist dann das Team? Jetzt bist du allein."

Quelle: BANG Media International – dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell überarbeitet.


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.