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Bryan Singer soll 17jährigen vergewaltigt haben

"X-Men"-Regisseur wird verklagt

Variety berichtet, dass gestern auf Hawaii eine Anklage vor Gericht erhoben wurde: Der Regisseur Bryan Singer soll Michael F. Egan "vergewaltigt" haben, als dieser 17 Jahre alt war. Egans Anwalt Jeff Herman behauptet: "Singer gab ihm Drogen und Alkohol und flog ihn 1999 mehr als einmal nach Hawaii". Das Schutzalter liegt dort bei 16 Jahren. Der Anwalt bestätigte gegenüber dem Magazin, dass Egan eine Entschädigungssumme fordert. Marc Collins-Rector, der ehemalige Vorsitzende von Digital Entertainment Network, wird ebenfalls in dem Zivilprozess genannt. Er wird beschuldigt, den Missbrauch von Egan initiiert zu haben. Angeblich habe er arrangiert, dass Singer Egan in einem Haus in Encino, Kalifornien, sexuell missbrauchte. Collins-Rector ist ein registrierter Sexualverbrecher, der sich 2004 schuldig bekannte, Minderjährige über die Grenzen von Bundesstaaten zu locken, in denen das Schutzalter niedrig ist. In der Klage heißt es konkret, dass Collins-Rector und diverse Investoren von Digital Entertainment Network - darunter Singer - Teenager in das Anwesen M & C Estate in Encino lockten, um sie zu berauschen und sexuell zu missbrauchen. Außerdem sollen viele Personen in Hollywood von den "berüchtigten Parties" gewusst haben.
Egan war seinerzeit ein Model und aufstrebender Schauspieler. Er sagte aus, Singer habe ihm verschiedene Drogen gegeben, darunter Kokain, Extasy, Xanax, Rohypnol, sowie Vicodin oder Percoceteine, zusammen mit Alkohol. Hermans Kanzlei ist auf Sexualverbrechen spezialisiert. "Hollywood hat ein Problem mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern," ließ er in einem Statement verlauten. "Dies ist die erste von vielen Klagen, die ich einreiche, damit die Opfer gehört werden und um die Angelegenheit aufzudecken." Er und Egan werden heute auf einer Pressekonferenz in Beverly Hills erscheinen.
Der Hollywood Reporter hat inzwischen mit Singers Anwalt Marty Singer (kein Verwandter) Kontakt aufgenommen. Dieser hatte zu der Anklage Folgendes zu sagen: "Die Anschuldigen gegen Bryan Singer sind komplett unbegründet. Wir sind zuversichtlich, dass Bryan in dieser absurden und verleumderischen Klage Recht bekommt. Es ist offensichtlich, dass die Klage eingereicht wurde, um Publicity zu generieren, kurz bevor Bryans neuer Film [X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) in ein paar Wochen anläuft."


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