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Bryan Singer
Bryan Singer
© BANG Showbiz

Nach Sexskandal: Bryan Singer cancelt "X-Men"-Events

"Ich möchte nicht, dass diese erfundenen Behauptungen Aufmerksamkeit von 'Days of Future Past' ablenken"

"X-Men"-Regisseur Bryan Singer, der beschuldigt wird, 1999 einen damals 15jährigen sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben, cancelt weitere Events zu X-Men: Zukunft ist Vergangenheit. Nachdem er in der letzten Woche die WonderCon in Anaheim ausließ, wird er auch auf der offiziellen Premiere nicht erscheinen, berichtet Deadline.com. Fox wird stattdessen Simon Kinberg schicken, der das Drehbuch schrieb und den Film koproduzierte.
Singer hat inzwischen immerhin über seinen Pressesprecher ein Statement zu der Klage verlauten lassen: "Die Anschuldigungen gegen mich sind empörend, bösartig und komplett falsch. Ich möchte nicht, dass diese erfundenen Behauptungen JEGLICHE Aufmerksamkeit von 'Days of Future Past' ablenken. Dieser fantastische Film ist ein Liebesdienst und eine der großartigsten Erfahrungen meiner Karriere. Also habe ich aus Respekt zu all den ausserordentlichen Beiträgen von den unglaublich talentierten Schauspielern und der Crew beschlossen, nicht an den kommenden Medien-Events für den Film teilzunehmen. Jedoch verspreche ich, dass, wenn diese Situation vorbei ist, die Fakten zeigen werden, wass für eine kranke, verdrehte Geldmacherei dies ist. Ich möchte den Fans, Freunden und der Familie für ihre unglaubliche und überwältigende Untestützung danken."
Michael Egan, der am 16. April auf Hawaii eine Klage gegen Singer einreichte, hat inzwischen drei neue Namen von angeblichen Mitgliedern des "Sex Rings" genannt: Garth Ancier, David Neuman und Gary Goddard - allesamt Hollywood-Schwergewichte. "Was ich durchgemacht habe, wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht", sagte der heute 31jährige am Montag auf einer Pressekonferenz in Beverly Hills, bei der sein Anwalt Jeff Herman und seine Mutter anwesend waren.
Die Klage kommt auch in einem neuen Dokumentarfilm von Amy Berg (Deliver Us from Evil, West of Memphis) vor. Die Oscar-nominierte Regisseurin beschäftigt sich bereits seit zwei Jahren mit (unbestraften) Sexualverbrechen in Hollywood. In einem Interview mit The Wrap verriet sie vor wenigen Tagen, dass der sogenannte Sex Ring "viel größer als dieser eine Fall" sei. "Es ist ein riesiges Problem, es ist in Hollywood allgegenwärtig und die Zeit, sich damit zu beschäftigen, ist jetzt gekommen."



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