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Christoph Waltz wird 007-Bösewicht

24. Bond-Film heißt "Spectre"

(03.12.2014) James Bond live im Internet
Wenn der letzte Film weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat, dann ist den Machern des nächsten Abenteuers die Aufmerksamkeit gewiss. Und so nimmt es kein Wunder, dass das Team hinter "Skyfall", der James Bond vor zwei Jahren wirtschaftlich zurück in die mega-erfolgreichen sechziger Jahre mit Sean Connery als 007 geführt hatte, ein bisschen Aufhebens um das macht, was es als nächstes plant.

Interessierte können daher morgen um zwölf Uhr mitteleuropäischer Zeit live im Internet verfolgen, wie die Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael Wilson für Eon Productions, MGM Studios und Columbia Pictures (Sony) auf die 007-Bühne in den Londoner Pinewood Studios treten werden. Dort wollen die Beiden sowohl den Titel des 24. Bond-Abenteuers wie auch dessen Besetzung verkünden. Am kommenden Montag starten die Dreharbeiten dazu. Der Live-Stream kann auf www.007.com verfolgt werden.

Was bereits bekannt ist: Die in "Skyfall" etablierte Besetzung aus Daniel Craig, der den Superspion zum vierten Mal verkörpern und damit mit Pierce Brosnan gleichziehen wird, Naomi Harris als Eve Monneypenny, Ralph Fiennes als M, Ben Wishaw als Q und Rory Kinnear als Bill Tanner wird zurückkehren. Bisher unbestätigt ist das Engagement von Christoph Waltz in einer Schurkenrolle.

(04.12.2014) Update
Regisseur Sam Mendes hat heute auf der 007 Bühne der Londoner Pinewood Studios den Titel des 24. James Bond-Abenteuers bekannt gegeben: "SPECTRE". Kennern der Materie sagt dieser Eigenname einiges: So heißt im Bond-Universum die weltumspannede Verbrecherorganisation, der auch die 007-Nemesis Ernst Stavro Blofeld angehört. Es ist die Abkürzung für "Special Executive for Counter-Intelligence, Terrorism, Revenge And Extortion" (Spezialeinheit für Gegenspionage, Terrorismus, Rache und Erpressung). In den letzten Bond-Filmen war SPECTRE nicht mehr erwähnt worden, was mit dem jahrzehntelangen Eigentumsrechtsstreit um den Ian Fleming-Roman "Thunderball" (Feuerball) lag. Diesen hatte Produzent Kevin McClory 1983 als 007-Abenteuerfilm "Never Say Never Again" für Warner Brothers, an den Rechtehaltern von MGM, welche die "offizielle" Bond-Reihe verantworten, vorbei produziert. Nachdem dieser rund 40 Jahre währende Streit 2013 gelöst werden konnte, findet SPECTRE jetzt wieder seinen Platz in der James Bond-Welt und sogar auf den Filmplakaten.

Noch wichtiger - und gerade für das deutschsprachige Publikum interessanter - dürfte die Ankündigung des Regisseurs und der Produzenten sein, dass sich das Gerücht, Christoph Waltz werde der kommende Gegenspieler des Agenten im Geheimdienst seiner Majestät werden, als wahr herausgestellt hat. Allerdings wird der Österreicher nicht ein Wiedergänger von Blofeld, sondern eine Figur names Oberhauser spielen. Was sich aber noch als Ablenkungsmanöver herausstellen könnte. Beim letzten 007-Opus "Skyfall" war lange von Seiten der Filmemacher geleugnet worden, dass Naomi Harris die Rolle von Eve Moneypenny übernehmen würde.

Ein weiterer neuer Name, der auftauchte und indes die Reihen des MI6 verstärken wird, ist Andrew Scott, der eine Figur namens Denbigh verkörpern wird. Als Darsteller, welcher in der Fernsehserie "Sherlock" Professor Moriaty, den Gegenspieler des Meisterdetektivs, verkörpert, eine interessant doppelbödige Wahl. Der massige, aus "Guardians of the Galaxy" bekannte Dave Bautista tritt als Bösewicht Mr Hinx auf.

In Sachen Bond-Girls konnte das 007-Team einen Clou verkünden: Die Italienerin Monica Belucci wird nicht mit ihren Reizen geizen und in die Fußstapfen ihrer Landsfrau Daniela Bianchi ("From Russia with Love") treten. Dazu kommt noch die wesentlich jüngere Léa Seydoux, die besonders aus "Blau ist eine warme Farbe" bekannt ist und als Französin die Besetzung noch internationaler gestaltet.

Zum Inhalt des Drehbuchs von John Logan ("Skyfall") wurde so viel verraten: "Eine kryptische Botschaft aus Bond´s Vergangenheit bringt ihn auf die Spur einer finstren Organisation. Während M politische Kräfte bekämpfen muss, um seinen Geheimdienst vor der Zerschlagung zu bewahren, gelingt es Bond, Stück für Stück die schreckliche Wahrheit hinter SPECTRE zu offenbaren." Außerdem werde der Agent einen neuen Aston Martin, den DB10, fahren.

Ab Montag beginnen die Dreharbeiten: Natürlich wie immer in den Pinewood Studios, dazu vor Ort in Mexico City, Rom, Tanger und Erfoud in Marroko sowie in Waltz´ Heimat Österreich in Sölden, Obertilliach in Tirol und am Althaussee in der Steiermark. Hoyte van Hoytema, der "Interstellar" photographiert hat, wird als Kameramann wie sein "Skyfall"-Vorgänger Roger Deakins dafür sorgen, dass der neue 007 mindestens wieder hervorragend aussehen wird.

"SPECTRE" soll am 23. Oktober 2015 in Großbritannien und am 29. Oktober 2015 in Deutschland Premiere feiern.


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