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Exodus: Gods and Kings - Moses (Christian Bale)
Exodus: Gods and Kings - Moses (Christian Bale)
© 20th Century Fox

Exitus für "Exodus"

Marokko gibt geschnittene Fassung frei

(30.12.2014) Arabische Länder verbieten Aufführung
Das arabische Imperium schlägt zurück. Und es ist nicht die Geschmackspolizei, die hier einschreitet - obwohl es dafür durchaus Gründe gebe, wie die Kritiken aus den Vereinigten Staaten zu Ridley Scott's Bibelepos "Exodus: Götter und Könige" nahe legen.

Nein, nach Marokko und Ägypten haben nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate die Aufführung der 20th Century Fox-Produktion untersagt, weil der Streifen laut Behörden "ein falsches Bild des Islam und anderer Religionen" vermittele. "Wir können den Film nicht zeigen, weil das Drehbuch eine Reihe von Fehlern enthält", sagte der Leiter des nationalen Medienrats, Juma Obeid Al Leem, der Zeitung "The National" in Abu Dhabi. "Wir können eine solche Nachlässigkeit nicht dulden", so Al Leem. Der Medienrat habe darum gebeten, einige Szenen herauszuschneiden. Die Produzenten hätten dies aber abgelehnt. Das ägyptische Kulturministerium hatte dem britischen Regisseur zuvor schon "Geschichtsfälschung" vorgeworfen.

(08.01.2015) Update
In Marokko drehen hatte Ridley Scott sein Bibelepos "Exodus" noch - ausgestrahlt werden durfte es dort dann aber nicht. Das nordafrikanische Land gehörte zu einer Reihe von muslimisch geprägten Staaten, die Anstoß an Inhalt und Darstellung der alttestamentarischen Geschichte nahmen. In dem vergleichsweise weltoffenen arabischen Land hatte das Aufführungsverbot auch zu Protesten einheimischer Filmemacher und politischer Gruppierungen geführt.

Nun aber haben die marokkanischen Zensoren die 20th Century Fox-Produktion doch noch freigegeben - allerdings erst nachdem das Filmstudio und Scott eingewilligt haben, ihren eigenen Film zu zensieren. Das marokkanische Kinozentrum veröffentlichte Dienstagabend eine Pressemitteilung, in der es heißt: "Studio und Regisseur haben die gewünschten Veränderungen vorgenommen und zwei Audio-Sequenzen entfernt, die auf die Personifikation des Göttlichen anspielen."

Wahrscheinlich bezieht sich diese Veröffentlichung auf die Szene, in der Gott als ein elfjähriger Junge dargestellt wird. Moses (Christian Bale) fragt den Jungen: "Wer bist du?", woraufhin dieser antwortet: "Ich bin es" und damit impliziert, als Gott durch einen menschlichen Körper zu sprechen. Der Islam verbietet aber die Darstellung eines Gottes.



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