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In einer besseren Welt
In einer besseren Welt
© Universum Film

TV-Tips für Freitag (20. Februar): Bierernste Rache

3sat zeigt dänischen "Oscar"-Gewinner "In einer besseren Welt"

2011 gewannen unsere dänischen Nachbarn mit ihrem Beitrag "In einer besseren Welt" den "Oscar" als "Bester nicht-englischsprachiger Film". 3sat zeigt den sehenswerten Streifen von Susanne Bier, deren "Serena" gerade in den deutschen Kinos zu sehen gewesen ist, im Spätprogramm.

"Ocean's Thirteen", Sat1, 20:15 Uhr:

Aller guten Dinge sind drei. Nachdem Regisseur Steven Soderbergh 2001 und 2004 George Clooney und seine Gaunerbande bereits mit guten Ergebnissen auf die Leinwände losgelassen hatte, war es nur folgerichtig, dass er drei Jahre später wieder nachlegte. Diesmal ist's richtig persönlich: Danny Ocean versammelt die Bande für einen dritten Raub – sie wollen sie Casino-Besitzer Willy Bank (Al Pacino) um sein Geld erleichtern, nachdem er Ocean-Bandenmitglied Reuben Tishkoff (Elliot Gould) reingelegt hat. Julia Roberts verabschiedete sich als Mitglied der Ocean-Gang, dafür wechselte Andy Garcia endgültig die Seiten, und schließlich kam noch Eddie Izzard dazu, um die 13 vollzumachen. Als Gegenspieler konnte man neben Pacino noch Ellen Barkin gewinnen. Nach dem Ausflug nach Europa in "Ocean's Twelve" kehrte diese Warner Brothers-Produktion zum bewährten Konzept des ersten Teils zurück, was sich in einem weiteren cleveren und unterhaltsamen Kriminalfilm niederschlug. Die Begeisterung des Publikums für Clooney & Co. hatte indes nachgelassen, obwohl die Kritiker den Streifen als besser gegenüber Teil zwei empfahlen. In den USA war "Ocean's Thirteen" nur noch mäßig erfolgreich. Kritiker Bruce Bennett befand für "Spectrum": "Wenn er auch die Magie des zauberhaft sehenswerten Originals nicht toppt, ist der Film doch funkelnder und lustiger als erwartet."



"In einer besseren Welt", 3sat, 22:35 Uhr:
Anton (Mikael Persbrandt) ist ein Arzt, der zwischen seiner idyllischen dänischen Heimat und seiner Arbeit in einem afrikanischen Flüchtlingslager hin- und herpendelt. In diesen zwei sehr verschiedenen Welten werden er und seine Familie mit Konflikten konfrontiert, die zu schwierigen Entscheidungen zwischen Rache und Vergebung führen. "Haevnen" ("Rache") heißt dieses dänische Drama von 2010 im Original. Das Werk gewann den "Oscar" und den "Golden Globe" als "Bester nicht-englischsprachiger Film", und Regisseurin Susanne Bier ("Brothers") erhielt den Europäischen Filmpreis. Die Filmemacherin erklärte über ihre Produktion: "Das Experiment in diesem Film besteht darin zu schauen, wie wenig es wirklich braucht, bevor ein Kind oder ein Erwachsener denken, dass etwas zutiefst ungerecht ist. Es braucht da nicht wirklich viel, und ich finde das hochgradig interessant. Und unheimlich." Bier gelang ein aufwendiges Drama, das einige schwierige existenzielle Themen angeht. Der Film lief bereits in Dänemark so gut, dass er dort profitabel war – kam aber auch im Rest der Welt an. Die Kritiker waren einhellig begeistert. "Es stimmt, die Lösungen, die der Film anbietet, scheinen herkömmlich und oberflächlich, aber die harten Fragen bleiben im Gedächtnis haften dank eines fesselnden Dramas, dass die Knöpfe beim Zuschauer mit wirkungsvoller Klugheit drückt", schrieb Trevor Johnston für "Time Out".




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